Landpolitik in Afrika stärken

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung der Beratungskapazitäten für Landpolitik in Afrika (SLGA)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Regionale Zusammenarbeit Afrika
Politischer Träger: Kommission der Afrikanischen Union
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2024

Absolventin des Stipendienprogramms an der Kwame Nkrumah University of Science and Technologie (Foto: Valentina Nyame)

Ausgangssituation

In vielen Staaten Afrikas sind unzureichende Bodenordnungen und unsichere Landrechte Hindernisse für ländliche Entwicklung. Trotz politischer Bemühungen zu sozial- und umweltverträglicher Landpolitik steht die praktische Umsetzung noch am Anfang. Häufig fehlen Fachkräfte, um Entscheidungsträger*innen in zuständigen Institutionen beraten zu können. Die Afrikanische Union (AU) hat diese Herausforderung erkannt. Sie hat daher das Afrikanische Zentrum für Landpolitik (African Land Policy Centre, ALPC) mit der Umsetzung ihrer Landagenda (Agenda on Land) betraut.

Ziel

Die afrikanischen Staaten setzen umwelt- und sozialverträgliche Landpolitik mit qualifizierten Personen und Institutionen um.

Vorgehensweise

Das Vorhaben ist Teil der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ (SEWOH). Gemeinsam mit ALPC unterstützt es das Netzwerk für gute Landpolitik in Afrika (Network of Excellence on Land Governance in Africa, NELGA), um die AU-Landagenda effizient zu implementieren.

Zudem fördert das Vorhaben Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Landmanagement und Landpolitik in Afrika. Unterstützt wird dies durch ein Stipendienprogramm in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Das Vorhaben stärkt Kompetenzen der NELGA-Partnerorganisationen für wissenschaftliche Beratung von Landpolitikprozessen und einen leichteren Zugang zu Daten, um Landpolitik überwachen zu können.

Das Vorhaben hat NELGA gemeinsam mit ALPC gegründet und aufgebaut. Das Netzwerk soll das vorhandene Wissen zu Ausbildung und Forschung zum Thema „Landmanagement und -politik“ innerhalb Afrikas stärker verknüpfen. Es ist ein kontinentales Netzwerk von Universitäten, welches von sechs regionalen und einem technischen Zentrum (sogenannten „Nodes“) sowie dem kontinentalen NELGA-Sekretariat koordiniert wird. Die Kooperation mit einem weiteren Konsortium aus internationalen Universitäten stärkt darüber hinaus den globalen Austausch zwischen afrikanischen und internationalen Universitäten.

Stand: September 2021

Planung einer Straße in Kamerun (Foto: GIZ / Rosette Mbenda)