Globaler Kohlenstoffmarkt

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Ländermanagerprojekt Globaler Kohlenstoffmarkt
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Land: Global
Politischer Träger: Uganda: Climate Change Department of the Uganda Ministry of Water and Environment, Indien: Ministry of Environment, Forests and Climate Change, Chile: Ministerio de Energia, Tunesien: L‘Agence Nationale pour la Maîtrise de l’Energie
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

Ausgangssituation

Ein globaler Kohlenstoffmarkt ist für die Bundesregierung ein wichtiges Instrument des internationalen Klimaschutzes: Er verhilft dazu, Klimaschutz effizient umzusetzen. Der Emissionshandel bietet den Vorteil, dass Emissionsreduktionen zuerst dort stattfinden, wo sie am wenigsten kosten. Das macht Klimaschutz kostengünstiger, weshalb funktionierende Kohlenstoffmärkte dazu beitragen können, dass Staaten sich ehrgeizigere Emissionsreduktionsziele setzen und der Privatsektor seine Investitionen klimafreundlicher gestaltet.

Seit 2008 unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesumweltministeriums Partnerländer dabei,  Marktmechanismen für die Minderung von Treibhausgasemissionen zu nutzen. Vor allem geht es darum, die Aktivitäten auf dem Kohlenstoffmarkt mit der jeweiligen nationalen Klimaschutzpolitik in den Partnerländern zu verknüpfen. Ferner unterstützt das Projekt die Weiterentwicklung von Marktmechanismen und fördert innovative Klimaschutzprojekte. Die Partnerländer des Projektes sind Uganda, Chile, Tunesien und Indien.

Marktmechanismen und weitere Kooperationsformen werden auch in Artikel 6 des Pariser Abkommens erwähnt. Die Vertragsstaaten bekunden damit ihren Willen, diese zu festen Bestandteilen des neuen Klimaregimes zu machen. Das Projekt trägt zur praktischen Ausgestaltung von Artikel 6 bei.

Ziel

Öffentliche und private Entscheidungsträger verfügen über Kenntnisse und Kompetenzen, um bestehende und neue Kohlenstoffmarktinstrumente zur Umsetzung ihrer nationalen Klimaschutzaktivitäten zu nutzen.

Vorgehensweise

Das Vorhaben stärkt die Fähigkeit öffentlicher Entscheidungsträger in den Partnerländern, bestehende und neue Kohlenstoffmarktinstrumente für die Umsetzung nationaler Klimaschutzaktivitäten zu nutzen. Darüber hinaus unterstützt es die konzeptionelle Entwicklung neuer Instrumente. Gleichzeitig fördert das Vorhaben die Beteiligung des Privatsektors an der Entwicklung und Umsetzung dieser Marktmechanismen.

Das Vorhaben berät Behörden und Marktakteure in den Partnerländern zu den Potenzialen des Kohlenstoffmarktes, einschließlich der Nutzung neuer Marktmechanismen sowie der Verbindung von Nationalen Klimaschutzaktivitäten und „Programmes of Activities“-Ansätzen. Diese Ansätze bündeln kleinere, gleichartige Projektaktivitäten zu einem Programm. Zudem fördert das Projekt durch Studien und Pilotaktivitäten die Ausgestaltung der Mechanismen, die Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens festschreibt.

Wirkungen

In den Partnerländern hat das Vorhaben Akteure aus dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft fortgebildet. Themen der Schulungen waren neue Marktmechanismen und Klimafinanzierungsinstrumente. Die Teilnehmenden aus Behörden, Ministerien und Unternehmen eigneten sich in Trainingsworkshops und Dialogforen neues Wissen an, der Einsatz von Machbarkeitsstudien und Marktanalysen unterstützte dabei die Entwicklung von Instrumenten des Emissionshandels. Die Akteure in den Partnerländern sind für die Potenziale, die Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens birgt, sensibilisiert.

Partnerländer im globalen Kohlenstoffmarkt