Regionalbüro Süd

Das Regionalbüro Süd in München/Feldafing setzt in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen aus den Bundesländern Projekte für unterschiedliche Auftrag- und Zuwendungsgeber um – darunter Bundesministerien, internationale Organisationen wie die Europäische Union (EU) sowie Landesregierungen. Es unterstützt die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern bei der Umsetzung ihrer internationalen Zusammenarbeit (IZ) und gestaltet neue Kooperationsmodelle zwischen Landesinstitutionen und Vorhaben der Bundesregierung wie auch internationaler Geber.

Umgekehrt erhalten die IZ-Partnerländer Zugang zu Akteuren, Experten und institutionellen Netzwerken der Bundesländer aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Diese bringen ihre fachliche und administrative Expertise in bilaterale oder globale Programme der Bundesregierung und in internationale Initiativen ein und tragen so wesentlich zum Erfolg der Vorhaben bei.

Themen und Arbeitsfelder

Arbeitsschwerpunkte des Regionalbüros Süd sind:

  • Klima: Im Vordergrund steht der Aufbau von Netzwerken zwischen Klimaakteuren aus Deutschland und Europa und Partnern in Ländern der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), beispielsweise im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) der Bundesregierung. So koordiniert das Regionalbüro Süd unter anderem Beratungseinsätze von Experten aus bayerischen oder baden-württembergischen kommunalen und regionalen Klimaagenturen oder Universitäten für Vorhaben vor Ort. Umgekehrt kommen Partnerfachkräfte nach Bayern, um Erfolgsbeispiele aus der bayerischen Klimastrategie 2020 kennenzulernen. Das Themenspektrum reicht von nationalen Klimastrategien bis hin zu nachhaltigen Technologien. Zum Beispiel wurden im Rahmen von IKI Digitalisierungsprojekte in Indonesien und Mexiko unterstützt sowie die Umsetzung der nationalen Klimabeiträge Jordaniens mit vorbereitet.
  • Ländliche Entwicklung: Für einen Erfahrungsaustausch zwischen Praktikern und politischen Entscheidungsträgern aus Deutschland und EZ-Partnerländern der Bundesregierung werden deutsche und europäische Einrichtungen mit Kompetenzen in ländlicher Entwicklung identifiziert und ihre Erfahrungen für die Vorhaben vor Ort nutzbar gemacht. Die Themen reichen von Landpolitik über landwirtschaftliche Qualifizierung bis hin zur Errichtung von Hausgärten in Flüchtlingslagern. Dabei spielt der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien eine wichtige Rolle.
  • Horizon 2020: Im Rahmen des EU-Förderprogramms für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ führt das Regionalbüro Süd Projekte zu Energie und Digitalisierung durch. Die Vorhaben fördern die institutionelle Vernetzung und Kooperation von Akteuren aus (Süd)Deutschland, aus EU Mitglieds- und Anwärterstaaten sowie aus EZ/IZ-Partnerländern.

Das Regionalbüro arbeitet darüber hinaus für die süddeutschen Bundesländer in spezifischen Länderprojekten, etwa in der Fluchtursachenbekämpfung mit Schwerpunkt „Energie im Senegal“ (Staatskanzlei Bayern) oder in der Umsetzung einkommensschaffender Maßnahmen im Bereich „Abfallmanagement für Flüchtlinge im Irak“ (Staatsministerium Baden-Württemberg).

Auftraggeber und Kooperationspartner

Das Regionalbüro Süd ist für unterschiedliche Auftrag- und Zuwendungsgeber tätig. Neben Zuwendungen der Bundesländer werden Vorhaben und Maßnahmen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie mit Finanzierung des EU-Forschungs- und Innovationsrahmenprogramms umgesetzt.  

In seinen Projekten kooperiert das Regionalbüro mit der Staatskanzlei Bayern, dem Staatsministerium Baden-Württemberg sowie mit verschiedenen Ministerien und Einrichtungen der süddeutschen Bundesländer. Dazu zählen unter anderem das bayerische Wirtschaftsministerium, das baden-württembergische Wissenschaftsministerium sowie Landesinstitutionen, Kommunen, Universitäten und Facheinrichtungen. Wichtige fachliche Partnerinstitutionen sind beispielsweise die Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg KEA, die kommunale Energieagentur EZA im Allgäu, das Institut für Gartenbau der Universität Hohenheim, die Technische Universität München, das Bildungszentrum des bayerischen Bauernverbands sowie kleinere und mittlere Unternehmen aus Süddeutschland.