Programm für Energieeffizienz in Gebäuden (PEEB)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm für Energieeffizienz in Gebäuden (PEEB)
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI)
Land: Global; Tunesien, Marokko, Senegal, Vietnam, Mexiko
Politischer Träger: Mexiko: Ministerium für Agrar-, Territorial- und Stadtentwicklung (SEDATU); Tunesien: Nationale Energieagentur (ANME); Marokko: Ministerium für territoriale Entwicklung, Stadtplanung und Kommunalpolitik; Senegal: Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung; Vietnam: Ministerium für Rohstoffe und Umwelt
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

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Ausgangssituation

Rund 20 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen und rund 30 Prozent des weltweiten Endenergieverbrauchs entfallen auf den Gebäudesektor. Gleichzeitig schätzt die Internationale Energie Agentur (IEA), dass sich der weltweite Gebäudebestand – und damit der Energiebedarf – bis zum Jahr 2050 verdoppeln.

Ein Großteil der neuen Gebäude entsteht in Schwellen- sowie Entwicklungsländern in tropischen Regionen und wird mit Klimaanlagen zur Kühlung ausgerüstet. Kühlenergie hat mit etwa 60 Prozent einen enormen Anteil am Gesamtenergiebedarf eines Gebäudes.

Obwohl das Potenzial der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch mehr Energieeffizienz in Gebäuden hoch ist, profitiert der Gebäudesektor bislang wenig von Klimafinanzierungen. Es fehlt an Energieeffizienzpolitiken, die potenziellen Investoren Orientierung und Sicherheit bieten. Außerdem fehlen technische Kapazitäten für Planung, Bau und Betrieb von energie- und ressourcensparenden Gebäuden oder für energetische Gebäudesanierung.

Oft mangelt es in Schwellen- und Entwicklungsländern auch an Wissen zu Finanzierungsmöglichkeiten. Die Mobilisierung von öffentlichen und privaten Mitteln für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors erfolgt nur langsam.

Ziel

In ausgewählten Partnerländern werden finanzierungsreife Großprojekte zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden umgesetzt.

Vorgehensweise

Im Programm für Energieeffizienz in Gebäuden (PEEB) bündeln Deutschland und Frankreich ihre technische und finanztechnische Expertise. Die Agence Française de Développement (AFD), die Agence de l’Environnement et de la Maîtrise de l’Energie (ADEME) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützen Partnerländer bei der Umsetzung von Energieeffizienz-Großprojekten im Gebäudesektor.

 

Die GIZ berät die Schwellen- und Entwicklungsländer im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI).

Dazu werden:

  • ausgewählte Partnerländer bei der Umsetzung ihrer nationalen Klimapläne (NDCs) unterstützt, indem die Energieeinsparpotenziale im Gebäudesektor ausgeschöpft werden
  • Möglichkeiten zur Klimafinanzierung aus nationalen und internationalen Quellen aufgezeigt (zum Beispiel dem Green Climate Fund oder Kreditlinien nationaler Banken),
  • Praxisbeispiele für die Planung und Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen im Gebäudesektor geschaffen, die weitere Länder zur emissionsarmen Entwicklung des Gebäudesektors nutzen können,  
  • Schlüsselakteure befähigt, ihr im Projekt erworbenes technisches und finanztechnisches Wissen auch zukünftig für mehr Energieeffizienz im Gebäudesektor einzusetzen,
  • die Schaffung von regulativen und normativen Rahmenbedingungen im Gebäudesektor gefördert,
  • Anreizsysteme unterstützt, die Investitionen des Privatsektors in Energieeffizienz in Gebäuden mobilisieren und privaten Investoren eine langfristige Planungssicherheit bieten.

Durch seine Aktivitäten erreicht PEEB eine breite Zielgruppe in seinen Partnerländern. Die Ergebnisse werden als Praxisbeispiele in relevante internationale Netzwerke und Plattformen zu klimapolitischen Maßnahmen im Gebäudebereich eingespeist.