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Land-, Boden- und Wassermanagement

Böden schützen, Lebensgrundlagen sichern: Nachhaltiges Land-, Boden- und Wassermanagement sorgt für Ernährungssicherheit und Klimaresilienz.

Land, Böden und Wasser bilden die Grundlage für Ernährungssicherung, wirtschaftliche Entwicklung und stabile Ökosysteme. Sie ermöglichen landwirtschaftliche Produktion, sichern Einkommen und sind zentral für Klimaregulation und Biodiversität.

Gleichzeitig stehen diese Ressourcen weltweit unter massivem Druck. Landdegradation, Desertifikation und Dürren schreiten voran. Böden sind weniger fruchtbar und können weniger Wasser, Nährstoffe und Kohlenstoff speichern. Die Folgen: weniger landwirtschaftliche Erträge, ökologische Funktionen gehen verloren und die Landwirtschaft ist anfälliger für Klimarisiken. Besonders betroffen sind Länder, in denen viele Menschen direkt von der Landwirtschaft abhängig sind. 

Mehr als 30 %

aller Landflächen weltweit sind bereits stark geschädigt.

10 Millionen

weitere Hektar fruchtbarer Ackerboden gehen jedes Jahr verloren.

3,2 Milliarden

 Menschen sind davon direkt betroffen.

Globale Herausforderungen

Mehr als ein Drittel der weltweiten Landflächen ist bereits so geschädigt, dass sie ihre natürlichen Funktionen nur noch eingeschränkt erfüllen. Jedes Jahr gehen rund zehn Millionen Hektar produktiver Böden verloren. Diese Landdegradation ist eine zentrale Entwicklungs- und Umweltkrise, weil sie unmittelbar die Lebensgrundlage von Milliarden Menschen bedroht. 

Die Ursachen sind vielfältig: nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken, Übernutzung von Böden und Wasserressourcen, Entwaldung sowie unangepasste Landnutzung. Der Klimawandelverstärkt diese Entwicklungen durch häufigere Dürren, Starkregen und veränderte Niederschlagsmuster.  

In trockenen Regionen führt die Wüstenbildung zu einem Teufelskreis aus sinkender Produktivität, Armut, Migration und potenziellen Ressourcenkonflikten. 

Auch die Wasserressourcen stehen unter zunehmendem Druck: Die Landwirtschaft nutzt weltweit den größten Anteil des Süßwassers. In vielen Regionen verschärft sich die Konkurrenz um Wasser zusätzlich durch die wachsende Weltbevölkerung und klimatische Unsicherheiten.

Gemeinsam mit internationalen Partnern

Die internationale Gemeinschaft hat sich im Rahmen der Agenda 2030 verpflichtet, Landdegradation zu stoppen, Wasserressourcen nachhaltig zu bewirtschaften und Ökosysteme zu schützen (insbesondere in SDG 6 und SDG 15). 

Zentraler politischer Rahmen unserer Arbeit ist das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD). Es ist das einzige völkerrechtlich verbindliche Abkommen, das sich explizit mit Böden, Landdegradation und Desertifikation befasst. 

Die UNCCD verbindet Umwelt- und Entwicklungsziele und hat mit dem Konzept der Landdegradationsneutralität (Land Degradation Neutrality, LDN) einen globalen Referenzrahmen geschaffen. Ziel ist es, den weiteren Verlust fruchtbarer Böden zu vermeiden, Degradation zu reduzieren und bereits geschädigte Flächen wiederherzustellen. Damit hat die Konvention stark an Bedeutung gewonnen: Gesunde Böden gelten heute als Voraussetzung für Ernährungssicherheit, Klimaanpassung und Biodiversitätsschutz. 

Darüber hinaus bilden internationale Wasserabkommen eine wichtige Grundlage für unsere Arbeit für nachhaltiges Wassermanagement. Dazu zählen insbesondere die UN-Wasserkonvention (UN Watercourses Convention) sowie die UNECE-Wasserkonvention. Sie fördern eine gerechte, nachhaltige und kooperative Nutzung grenzüberschreitender Wasserressourcen, verbessern den Schutz der Wasserqualität und stärken die effiziente Nutzung von Wasser in Zeiten zunehmender Knappheit. 

Natürliche Ressourcen nachhaltig sichern

Nachhaltiges Land-, Boden- und Wassermanagement ist eng mit internationalen Umwelt-, Klima- und Entwicklungsprozessen verbunden, diese bilden die Grundlage für gemeinsames Handeln.

Wir arbeiten mit Regierungen, internationalen Organisationen und Gebern zusammen, um diese Rahmenbedingungen in wirksame Politik und praktische Umsetzung zu überführen. Als GIZ unterstützen wir vor Ort dabei, internationalen Verpflichtungen in nationale Strategien, politische Reformen und konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Land-, Boden- und Wassernutzung zu übersetzen. 

Wo wir ansetzen

Die GIZ fördert nachhaltiges und integriertes Land-, Boden- und Wassermanagement, um Agrar- und Ernährungssysteme widerstandsfähiger zu machen. 

Ziel ist es, die natürlichen Produktionsgrundlagen zu erhalten und wiederherzustellen, die Bodenfruchtbarkeit zu sichern und Ökosystemleistungen langfristig zu stärken. Dadurch werden Ernährungssicherheit verbessert, Einkommensperspektiven geschaffen und ländliche Entwicklung unterstützt – insbesondere für kleinbäuerliche Betriebe.

  • Rechte sichern und Governance stärken
    Nachhaltiges Land-, Boden- und Wassermanagement braucht verlässliche institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen. Die GIZ unterstützt Regierungen weltweit bei der Sicherung von Land- und Wassernutzungsrechte zu sichern, sowie gerechte und inklusive Governance-Strukturen zu entwickeln. 
    Besonderes Augenmerk gilt Frauen, indigenen Gemeinschaften, mobilen Viehhalter*innen und weiteren benachteiligten Gruppen. Ziel ist es, soziale Teilhabe zu stärken, Nutzungskonflikte zu reduzieren und traditionelle Rechte angemessen zu berücksichtigen.
  • Integriert planen und steuern
    Land-, Boden- und Wasserressourcen sind eng miteinander verknüpft. Wir unterstützen integrierte Planungsansätze, die Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Umwelt- und Raumplanung zusammenführen. 
    Wir begleiten politische und institutionelle Reformen, stärken Kooperationen zwischen Akteuren und fördern auch grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Wassermanagement. Ergänzend werden Finanzierungs- und Umsetzungsstrukturen weiterentwickelt. 
  • Nachhaltig nutzen und wiederherstellen 
    Die GIZ unterstützt die nachhaltige Bewirtschaftung und Wiederherstellung von Land- und Wasserressourcen. Dazu gehören bodenschonende Anbaumethoden, integriertes Bodenfruchtbarkeitsmanagement, effiziente Bewässerung sowie naturbasierte Lösungen. Einer unserer Schwerpunkte liegt auf der Wiederherstellung degradierter Flächen und verbesserte Wasserverfügbarkeit durch effiziente Nutzung, Speicherung und alternative Wasserquellen.  
  • Klimaresiliente Landwirtschaft und Transformation
    Wir fördern klimaangepasste Produktionssysteme, die auf lokalen Bedingungen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und traditionellem Wissen basieren. Im Mittelpunkt stehen angepasste Anbau- und Bewässerungsmethoden, die Stärkung lokaler Organisationen sowie die Verbesserung von Vermarktungs- und Kooperationsstrukturen. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme zu erhöhen und wirtschaftliche Perspektiven zu verbessern.

Downloads

  • Sicherung von Landrechten
    Positionspapier
    pdf
    347,4 KB
  • Securing Land Rights
    Position Paper
    pdf
    407,26 KB
  • Wasser in der Landwirtschaft
    Nur auf Deutsch verfügbar – only available in German
    pdf
    407,71 KB
  • Leistungsangebot Agrarproduktion und nachhaltige Ressourcennutzung
    Nur auf Deutsch verfügbar – only available in German
    pdf
    305,85 KB
  • Leistungsangebot Wasser und Landwirtschaft
    Nur auf Deutsch verfügbar – only available in German
    pdf
    328,94 KB
  • Leistungsangebot Ländliche Entwicklung
    Nur auf Deutsch verfügbar – only available in German
    pdf
    1,12 MB
  • Agrarökologie
    Positionspapier
    pdf
    3,1 MB
  • Agroecology
    Position Paper
    pdf
    4,12 MB
  • Agroécologie
    Document directeur
    pdf
    1,14 MB
  • Agroecología
    Documento de posición
    pdf
    3,78 MB
  • Nachhaltiges Bodenmanagement
    Positionspapier
    pdf
    216,7 KB

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