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Flüchtlinge in Jordanien: Mit „Cash for Work” zu einem eigenen Einkommen

04.10.2016 – Im jordanischen Camp Zaatari unterstützt die GIZ Flüchtlinge dabei, sich ein Einkommen zu verdienen – und gleichzeitig Müll zu beseitigen. Das Projekt führt sie gemeinsam mit Oxfam durch.

Die vielen Flüchtlinge, die Jordanien seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs Anfang 2011 aufgenommen hat, stellen den Wüstenstaat vor zahlreiche Herausforderungen – zunehmend auch im Abfallmanagement. Mehr Menschen, das bedeutet mehr Müll und viele aufnehmende Gemeinden stoßen bei der Reinigung der Straßen und öffentlichen Plätze an ihre Grenzen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die Gemeinden bei der Abfallsammlung, Mülltrennung und Wiederverwertung der Wertstoffe. Gleichzeitig strebt die GIZ die Einrichtung von Recyclinganlagen und damit die mittelfristige Schaffung von Arbeitsplätzen an.

Seit März 2016 arbeitet die GIZ auch im UNHCR-Flüchtlingscamp Zaatari. Sie kooperiert dort mit Oxfam, um die Lebensbedingungen von syrischen Geflüchteten in Zaatari zu verbessern. Die meisten Bewohner haben kaum Möglichkeiten, ihr eigenes Geld zu verdienen. Ihnen droht die Verarmung. Hier setzt die Arbeit der GIZ an: Syrische Flüchtlinge werden über Oxfam in ein sogenanntes „Cash for Work“-Programm aufgenommen. Sie sammeln Abfall und bringt diesen zu einer Sammelstelle innerhalb des Camps. Dort sortieren sie die Wertstoffe, wie zum Beispiel Papier oder Plastik, und verkaufen sie an einen jordanischen Unternehmer, der den Abfall wiederverwertet. Das eingenommene Geld wird unter den Arbeitern geteilt. So sorgen die Bewohner von Zaatari für Sauberkeit in den öffentlichen Bereichen des Camps und erhalten gleichzeitig ein eigenes Einkommen, mit dem sie sich und ihre Familien versorgen können.

Das Projekt ist Teil der Sonderinitiative des BMZ zur Bekämpfung von Fluchtursachen und Reintegration von Flüchtlingen in Regionen mit anhaltenden Krisen.