05.03.2020

Gespräche zur Internationalen Zusammenarbeit: Frauen. Frieden. Sicherheit.

Am 31. Oktober 2000 verabschiedeten die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats einstimmig die Resolution 1325 und legten damit den Grundstein der Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit. Ihr Ziel ist es, Frauen in allen Phasen und auf allen Ebenen der Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedenskonsolidierung einzubeziehen, ihre Rolle in Friedensprozessen zu stärken und sie vor sexualisierter Gewalt in (Post-)Konflikten und in Fluchtkontexten zu schützen.

Trotz internationalem Bemühen für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Agenda zeigt ein Blick in die vergangenen 20 Jahre: Frauen sind nach wie vor nicht gleichberechtigt an Friedensprozessen beteiligt, sie sind weiterhin Opfer sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt und ihr Anteil an zivilen Missionen ist verschwindend gering.

Vor dem Hintergrund sich verändernder Konfliktszenarien und wachsender internationaler Skepsis gegenüber der Stärkung sexueller und reproduktiver Rechte und Gesundheit, ist die Stärkung der Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit einer der Schwerpunkte der deutschen Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat in den Jahren 2019/20. Im Jahr des 20. Jubiläums von Resolution 1325 übernimmt Deutschland aber nicht nur zentrale Positionen im multilateralen System. Mit dem Auslaufen des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der Agenda bietet sich auch Raum zur Bestandsaufnahme und Neujustierung der deutschen Umsetzungsstrategie.

Was konnte in den letzten 20 Jahren erreicht werden – und viel wichtiger, welche konkreten Schritte stehen 2020 und darüber hinaus an? Welche wichtigen Impulse konnte/kann Deutschland während seiner Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat setzen und welche Wirkung kann diese Arbeit entfalten? Wie kann die Implementierung der Agenda vorangebracht werden und welche Ziele hat sich die Bundesregierung für die Fortentwicklung des Nationalen Aktionsplans gesetzt? Welche Erwartungen hat die Zivilgesellschaft an den Nationalen Aktionsplan?

Zu diesen und weiteren Fragen diskutieren Niels Annen, MdB, Staatsminister im Auswärtigen Amt; Dr. Monika Hauser, Gründerin und geschäftsführendes Vorstandsmitglied medica mondiale e.V. und Kristina Lunz, Mitbegründerin und Deutschlanddirektorin Centre for Feminist Foreign Policy (CFFP). Der Gastbeitrag wird vorgestellt von Dr. Louise Olsson, Senior Researcher, Peace Research Institute.

Veranstaltungsort/-zeit

GIZ-Repräsentanz Berlin
Reichpietschufer 20
10785 Berlin

Donnerstag, 05.03.2020, 19:00 Uhr – 20:30 Uhr

Anmeldung

Bitte melden Sie sich unter folgendem Link an:
https://veranstaltung-berlin.giz.de/event.php?vnr=1d-20a

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