2019.2310.1

Die äthiopische Privatwirtschaft wettbewerbs- und widerstandsfähiger gestalten

Entwicklung des äthiopischen Privatsektors
Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Äthiopien
Dauer
Partner
Ministry of Industry
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Anna Waldmann

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Eine Person bedient eine Industrienähmaschine und bearbeitet damit ein Stück braunes Strukturleder.

Ausgangssituation

Äthiopien befindet sich im Übergang von einem staatlich gelenkten Wirtschaftsmodell zu einem liberaleren, marktorientierten System. Hiermit will das Land das Wachstum der Privatwirtschaft fördern, Arbeitsplätze schaffen und den wirtschaftlichen Wandel vorantreiben.

Die Stabilisierung des Wechselkurssystems und ein verbesserter Zugang zu Devisen sind erste Fortschritte. Äthiopische Unternehmen stehen jedoch weiterhin vor Herausforderungen wie bürokratischen Hürden, begrenztem Zugang zu Finanzmitteln und zunehmendem globalem Wettbewerb. Gleichzeitig führen interne Konflikte und globale Krisen zu steigenden Kosten, unterbrochenen Lieferketten und einem gehemmten Wirtschaftswachstum.

Ziel

Der äthiopische Privatsektor ist durch den marktwirtschaftlichen Transformationsprozess wettbewerbs- und widerstandsfähiger.

Vorgehensweise

Ausgehend von der Privatwirtschaft setzt das Projekt auf einen Bottom-up-Ansatz, der zentrale Herausforderungen von Unternehmen angeht und diese mit systemischer Reformarbeit verbindet. Hierfür setzt das Projekt auf:

  1. Unternehmensförderung: Das Projekt fördert größere, wachstumsorientierte Unternehmen und innovative Start-ups, indem es diesen hilft, Prozesse zu optimieren, die Qualität ihrer Produkte oder Dienstleistungen zu steigern sowie bessere Markt- und Finanzierungszugänge zu bekommen. Dies bringt den flächendeckenden wirtschaftlichen Wandel voran.
  2. Geschäftsumfeld: Das Projekt verbessert das regulatorische Umfeld bei der Zoll- und Steuerverwaltung sowie bei der Nationalbank. Dies vereinfacht Verfahren und Reformen, um ein unternehmensfreundliches Geschäftsumfeld zu schaffen.
  3. Resilienzstärkung: Das Projekt unterstützt besonders frauengeführte kleinst-, kleine- und mittlere Unternehmen (KKMU) in (Post-) Konflikt-Regionen durch Beratung, Trainings und Verbesserung ihrer Kreditwürdigkeit. So stabilisiert es Geschäftsgrundlagen dieser Unternehmen, steigert deren Resilienz und sichert Arbeitsplätze.

Stand: März 2026

Eine Unternehmerin stellt dem Staatsminister des Industrieministerium auf dem Startup Ecosystem Festival in  Äthiopien ihre Honigprodukte vor.

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