Ausgangssituation:
Äthiopien befindet sich im Übergang von einem staatlich gelenkten Wirtschaftsmodell zu einem liberaleren, marktorientierten System. Ziel dieser Veränderung ist es, ein stärkeres Wachstum des Privatsektors zu fördern, Arbeitsplätze für die schnell wachsende Bevölkerung des Landes zu schaffen und eine echte wirtschaftliche Transformation voranzutreiben.
Erste Fortschritte wurden bereits erzielt, darunter eine Stabilisierung des Wechselkurssystems und ein verbesserter Zugang zu Devisen. Äthiopische Unternehmen stehen jedoch weiterhin vor Herausforderungen wie bürokratischen Hürden, begrenztem Zugang zu Finanzmitteln und zunehmendem globalem Wettbewerb. Gleichzeitig führen interne Konflikte und globale wirtschaftliche Verwerfungen zu steigenden Kosten, unterbrochen Lieferketten und gehemmtem Wirtschaftswachstum.
Ziel:
Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) sowie Start-ups – einschließlich solcher in Post-Konflikt-Regionen – profitieren von verbesserten Wachstumschancen, die Arbeitsplätze schaffen und eine langfristige wirtschaftliche Entwicklung fördern.
Vorgehensweise:
Das Projekt verbessert die Wachstumschancen für Unternehmen durch gezielte Maßnahmen. Es:
1. fördert ein unternehmensfreundliches Klima, indem es staatliche Institutionen sowie Kammern und Verbände stärkt, um bürokratische Hürden abzubauen und Dienstleistungen für Unternehmen zu verbessern;
2. stärkt Ökosysteme und Märkte für Start-ups und Unternehmensdienstleistender, indem es die Kapazitäten von Start-up Gründungszentren und Acceleratoren sowie privaten Beratungsunternehmen verbessert – unter anderem durch internationale Zertifizierungen, optimierte Dienstleistungsangebote und den Ausbau von Netzwerken;
3. unterstützt KKMU und Unternehmer*innen in Konflikt- und Post-Konflikt-Regionen durch technische Beratung, Verbesserung der Kreditwürdigkeit sowie durch die Schaffung von Marktzugängen und -verbindungen.