Kirgisistan

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Kirgisistan ist ein Partnerland der deutschen Internationalen Zusammenarbeit. Die GIZ führt in der ehemaligen Sowjetrepublik seit den frühen 1990er-Jahren Projekte durch, vorrangig im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Zu den weiteren Auftraggebern gehören das Auswärtige Amt (AA), das Bundesministerium des Innern (BMI) und die Europäische Union (EU).

In der Hauptstadt Bischkek ist die GIZ seit 1992 mit einem Büro vertreten. Rund 170 Mitarbeiter arbeiten in Kirgisistan für die GIZ, davon etwa 30 entsandte Auslandsmitarbeiter in den Projekten. Zusätzlich sind in Partnerinstitutionen, vorwiegend in Ministerien und Dachverbänden, CIM-Fachkräfte eingesetzt. Entwicklungshelfer sind in lokalen und regionalen Partnerorganisationen beratend tätig.

Zahlreiche regionale Projekte, die die GIZ länderübergreifend in Zentralasien durchführt, haben ihren Hauptsitz größtenteils in Kirgisistan. Das Büro in Bischkek steuert als Regionalbüro neben den Aktivitäten in Kirgisistan auch die Arbeit der GIZ in der Region.

Kirgisistan ist gegenwärtig die einzige parlamentarische Republik in der Region. Schwere ethnische Unruhen 2010 und eine angespannte Sicherheitslage, geprägt von regionalen, ethnischen und wirtschaftlichen Spannungen sowie Generationenkonflikten, stellen den jungen Staat jedoch vor große Herausforderungen.

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der nationalen Armutsgrenze. Neben der politischen Instabilität haben dazu unter anderem beigetragen: der schwerfällige, unterfinanzierte Staatsapparat, Korruption, Hemmnisse im Außenhandel, der schwache Binnenmarkt, die Unterbrechung früherer Wirtschafts- und Handelsbeziehungen sowie der weitgehende Zusammenbruch der Industrie und der zunehmende Verfall der Infrastruktur seit dem Ende der Sowjetunion.

Um die landesweite Armut zu senken, sind wirtschaftliche Stabilisierung, Strukturreformen und Abbau der Schuldenlast vordringliche Ziele der nationalen Entwicklungsstrategie. Die GIZ leistet einen flankierenden Beitrag zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung, indem sie die Entwicklung der Privatwirtschaft fördert, den Abbau von Handelshemmnissen unterstützt und Beratung im Mikrofinanz- und Rohstoffsektor berät.

Die Zusammenarbeit im Gesundheitssektor konzentriert sich auf den Bereich der reproduktiven Gesundheit und Rechte, die Einführung von Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft sowie bessere medizinische Versorgung, vor allem in den Regionen. Die GIZ unterstützt das Gesundheitssystem sowie den Kampf gegen Drogenkonsum und -handel.

Das Engagement der GIZ erstreckt sich darüber hinaus auf die Themen:

  • Verbesserung der Schulbildung, Reform der beruflichen Bildung; Fortbildung von Managern
  • Rechts- und Justizreform
  • Grenzüberschreitender Dialog zum Wassermanagement; Unterstützung der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen
  • Förderung des Jugendministeriums für bessere Chancen von Jugendlichen in strukturschwachen und konfliktgefährdeten Gebieten
  • Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen durch einen Fonds für entwicklungsorientierte Kleinprojekte 
  • Unterstützung der deutschen Minderheit

Als Reaktion auf die Unruhen 2010 ist die GIZ mit mehreren Projekten der entwicklungsfördernden und strukturbildenden Übergangshilfe (ESÜH) im Süden des Landes aktiv.

Projekte und Programme

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Fax: +996 (312) 90 90 80
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Bjuro GIZ v Kyrgyzskoj Respublike, bul. Erkindik 22
Bishkek, 720040
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