Digitalisierung

Die Digitalisierung hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie sich Länder und Regionen in Zukunft entwickeln. In Entwicklungs- und Schwellenländern hat der digitale Wandel das Potenzial, traditionelle Entwicklungsschritte durch digitale Lösungen zu überspringen. Ein Beispiel dafür sind mobile Bezahlsysteme, mit denen auch bisher benachteiligte Bevölkerungsgruppen unkomplizierten Zugang zu finanziellen Dienstleistungen erhalten.

Mit der Digitalisierung sind aber auch Herausforderungen verbunden. Die Menschen müssen zunächst lernen, mit den neuen Technologien umzugehen. Die Digitalisierung birgt zudem Konfliktpotenzial für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Arbeitsmärkte und Anforderungen an berufliche Kompetenzen verändern sich. Nach Schätzungen der Weltbank könnten zwei Drittel aller Jobs in Entwicklungsländern durch Automatisierung wegfallen. Neue Risiken entstehen, wenn Technologien missbraucht werden.

Die GIZ führt zahlreiche Projekte durch, bei denen Informations- und Kommunikationstechnologien eine wichtige Rolle spielen. Das Spektrum reicht von E-Learning-Angeboten in Honduras, Albanien und Pakistan bis zu einer indigenen Netzwerkuniversität in Bolivien, über „Digital Startup“-Förderung und App-Entwicklung in Nigeria, Kenia, Tunesien und Jemen bis zu digitalen Finanzdienstleistungen in Ghana, Jordanien und Mosambik.

Der digitale Wandel verändert auch die Methoden der Entwicklungszusammenarbeit. Die Digitalisierung von internen Prozessen steigert die Effizienz und verbessert Transparenz und Kommunikation. Um die Entwicklung voranzutreiben, vernetzt sich die GIZ unter anderem mit Inkubatoren, die den Know-how-Transfer in Unternehmen beschleunigen, mit Privatwirtschaftsunternehmen, Consultingfirmen und Forschungsinstitutionen.