Heinz Nixdorf Programm: Evaluation zeigt herausragende Ergebnisse

Die GIZ beauftragte ein Forschungsinstitut, um die Ergebnisse des Heinz Nixdorf Programms zu evaluieren. Die Ergebnisse des Stipendienprogramms können sich sehen lassen.

Ein Praktikum im Ausland macht sich gut im Lebenslauf. Man gewinnt Einblicke in den Arbeitsalltag im Gastland, verbessert seine Sprachkenntnisse und knüpft erste Kontakte zu ausländischen Unternehmen.

Das Heinz Nixdorf Programm (HNP) ermöglicht jährlich 40 bis 50 Nachwuchsführungskräften, ein halbes Jahr in Asien zu leben und zu arbeiten. Während ihrer Vorbereitung und ihres Aufenthaltes erhalten sie ein Stipendium der Heinz Nixdorf Stiftung. Die Organisation und Durchführung liegt bei der GIZ.

Um zu ermitteln, ob das HNP seine Ziele erreicht, beauftragte die GIZ ein Forschungsinstitut mit der Evaluation des Programms. Dazu wurden ehemalige Teilnehmer befragt. Die hohe Rücklaufquote zeigt die starke Verbundenheit, die frühere Stipendiaten noch heute mit dem Programm haben.

Gute Berufschancen in der privaten Wirtschaft

Die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist auf Mitarbeiter mit Auslandsqualifizierung angewiesen. Fast alle Befragten arbeiten heute in der privaten Wirtschaft. Ebenso gibt der größte Teil an, dass sich durch ihren Auslandsaufenthalt ihre Berufschancen verbessert hätten. So wie Andreas Görres, der mit Unterstützung des HNP ein Praktikum in Südkorea absolvierte. „Meine Zeit in Südkorea war weit anspruchsvoller, lehrreicher und prägender, als ich erwartet hatte“, so der Diplom-Ingenieur. Er profitierte von seinem Auslandsaufenthalt: Nach seiner Rückkehr bewarb er sich bei der Audi AG – mit Erfolg. Er konnte seine Erfahrungen und Kontakte einsetzen und leitet heute das Vorserien-Center der Audi AG in Peking.

Andreas Görres ist keine Ausnahme. Der Großteil der Befragten arbeitet in einem internationalen Umfeld. Rund ein Drittel von ihnen ist im Ausland tätig. Bei der Frage, welche Kompetenzen aus ihrer Sicht für ihren Beruf besonders wichtig sind, nennen die meisten die Sprach- und Landeskenntnisse sowie Toleranz. Dazu kommen als besonders wesentlich Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit und Eigeninitiative

Nahezu die Hälfte trägt Führungsverantwortung. So wie Nurten Erdogan, die ihr Praktikum bei der Dresdner Bank in Shanghai absolvierte und heute Direktorin bei der Commerzbank in Frankfurt am Main ist.

Nahezu alle Befragten betrachten ihre Teilnahme am Programm als nützliche und wertvolle Erfahrung. Sie haben eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kenntnissen erworben, die ihnen eine erfolgreiche Karriere und hohe berufliche Zufriedenheit ermöglicht haben. Andreas Görres zieht sein persönliches Fazit: „Das Heinz Nixdorf Programm hat mich unterstützt, zu dem zu werden, der ich heute bin.“