13.11.2017

Umsetzung von NDCs – Der Brückenschlag zwischen Klimapolitik und sektoralem Ansatz

Auf dieser Nebenveranstaltung der GIZ geht es um eine effiziente und kohärente Realisierung sektorspezifischer Strategien im Rahmen der Umsetzung von NDCs.

Auf dieser Nebenveranstaltung der GIZ geht es um eine effiziente und kohärente Realisierung sektorspezifischer Strategien im Rahmen der Umsetzung von NDCs.

Das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 ist ein historischer Meilenstein im internationalen Klimaschutz. Mit dem Abkommen wurden die Weichen für einen weltweiten Übergang zu einer kohlenstoffarmen und klimaresistenten Wirtschaft gestellt. Bis Oktober 2017 haben nahezu alle Länder (mit der Ausnahme von Iran und Russland) das Klimaschutzabkommen von Paris unterzeichnet, ratifiziert und ihre nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) der UNFCCC vorgestellt.

Die Länder stehen nun vor der Herausforderung, ihre jeweiligen NDCs umzusetzen. Dies beinhaltet Klimaschutzmaßnahmen, sektorale Ansätze, die Planung von Anpassungsmaßnahmen, die Entwicklung von langfristigen Strategien, eine regelmäßige Berichterstattung und die Mobilisierung von Unterstützungsleistungen. Unabhängige Gutachten zeigen, dass die beschlossenen gemeinsamen Klimaschutzmaßnahmen nicht in vollem Einklang mit den Kernanforderungen der Pariser Klimaschutzabkommens stehen und noch weit davon entfernt sind, die Zielvorgaben für die Begrenzung des Temperaturanstiegs zu erreichen. Bei der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens muss dafür gesorgt werden, dass alle Länder ihre sektorspezifischen Strategien an ihren nationalen Klimazielen ausrichten und im Laufe der Zeit ihre nationalen Ziele an die gemeinsamen Ziele des Klimaschutzabkommens anpassen.

In der Veranstaltung geht es um die Umsetzung von NDCs und die größten Herausforderungen, die dabei bestehen: die konsequente Ausrichtung von sektorspezifischen Strategien und Ansätzen auf die nationalen Klimaschutzziele und die nationale Klimapolitik.

Mit der Veröffentlichung des neuen NDC-Aktualisierungsberichts des New Climate Institute sowie neuer Zahlen von Climate Action Tracker setzt der aktuelle Stand der NDC-Umsetzung den Rahmen für die Diskussionen. In einem zweiten Beitrag wird das deutsche Umweltbundesamt auf die Herausforderungen eingehen, die die Berücksichtigung des Klimawandels in den Sektoren Energie, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft mit sich bringt, und der Podiumsdiskussion weitere Impulse geben. Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stehen die folgenden Leitfragen:

  • Wie können wir die Klimapolitik besser in den relevanten Sektoren verankern?
  • Was bedeutet Kohärenz zwischen sektorspezifischer Politik und Klimapolitik (z. B. Koordinierung zwischen Umwelt- und Sektorministerien)? Welche Verbesserungen sind möglich?
  • Müssen die entsprechenden Sektoren zur Erreichung der Klimaschutzziele „nachgerüstet“ werden?
  • Wie kann Kohärenz zwischen mittel- und langfristiger Planung und den Sektorzielen/-indikatoren erreicht werden?
  • Was ist Klima- oder NDC-Koordinierung bzw. Klima-Governance und was bedeutet das für die internationale Zusammenarbeit?
  • Braucht die internationale Zusammenarbeit ambitioniertere Projekte oder bessere Wirkmöglichkeiten – oder beides?

Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein Mittagessen mit Gelegenheit zum Networking und für den weiterführenden Austausch.

 

Veranstaltungsort/-zeit

GIZ Bonn
Mäanderbau, Saal Donau
Friedrich-Ebert-Allee 36
53113 Bonn

13.11.2017 von 11.00 bis 14.00 Uhr