07.09.2020

Saubere Luft für blauen Himmel

Die Vereinten Nationen haben den 7. September zum Aktionstag für saubere Luft erklärt. Die GIZ unterstützt bei der Organisation und arbeitet weltweit gegen Luftverschmutzung. Zum Beispiel in Vietnam und Südafrika.

Luftverschmutzung gilt bereits seit vielen Jahren als kritisches Umweltthema, nun erhält es zusätzliche Aufmerksamkeit auf der internationalen Agenda. Im Dezember 2019 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 7. September für 2020 erstmals zum Aktionstag für saubere Luft und blauen Himmel („International Day of Clean Air for blue skies“) erklärt. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist Teil des Organisationskomitees, das die Aktivitäten rund um den Tag steuert und unterstützt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) bei der Durchführung. Der Thementag soll in den kommenden Jahren eine globale Plattform zum Thema Luftreinhaltung bieten und Maßnahmen gegen Luftverschmutzung durch Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft anstoßen und fördern. 

Auch in der Praxis engagiert die GIZ sich für eine Verbesserung der Luftqualität, beispielsweise in Vietnam und Südafrika. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) unterstützt sie gezielte Maßnahmen in Hanoi, Johannesburg und Pretoria. In Hanoi geht es dabei zum Beispiel um die geplante Ausweitung der Fußgängerzonen, neue Grünflächen und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Außerdem wird die vietnamesische Gesetzgebung zum Umweltschutz überarbeitet und das Thema Luftqualität gesetzlich fest verankert.

In Südafrika wird das Thema Luftverschmutzung unter anderem in den Townships bekannter gemacht. Für Schulkinder sind saubere Luft und Klimawandel Inhalte auf dem Lehrplan. Außerdem zielen Aufklärungskampagnen darauf ab, dass die Menschen saubere Energie zum Kochen verwenden. Dafür wird auch der Einsatz von Biogasanlagen geprüft. Mit ihnen könnte organischer Müll als Energiequelle dienen.

Verschmutzte Luft hat weitreichende Folgen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jedes Jahr rund sieben Millionen Menschen an den Folgen dieser Belastung sterben. Zudem trifft das Problem Länder mit geringem Einkommen ungleich stärker: Mangels Alternativen nutzen die Menschen hier Kohleöfen zum Kochen oder Kerosin zur Beleuchtung. Das schadet der Gesundheit der Menschen in der unmittelbaren Umgebung. Und es beeinträchtigt Umwelt und Landwirtschaft und beschleunigt den Klimawandel zusätzlich.

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