Sierra Leone

Karte Sierra Leone
Das GIZ-Regionalbüro Sierra Leone – Liberia in Freetown. © GIZ GIZ-Regionalbüro Sierra Leone/ Liberia

Die GIZ ist seit 1963 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Sierra Leone aktiv. 1990 wurde die Zusammenarbeit wegen des zehnjährigen Bürgerkriegs unterbrochen. Seit 2010 ist die GIZ mit einem Regionalbüro für Sierra Leone und Liberia in Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones, vertreten. Die Arbeit der GIZ wird in Sierra Leone mit 7 entsandten Mitarbeitern sowie 36 nationalen Fachkräften durchgeführt.

Trotz politischen und wirtschaftlichen Aufschwungs steht Sierra Leone auch mehr als ein Jahrzehnt nach Beendigung des Bürgerkriegs vor Herausforderungen, die seine Stabilität beeinflussen. Das Land legt großes Gewicht auf die landwirtschaftliche Produktion und trägt beispielsweise vermehrt zum weltweiten Export von Kakaobohnen aus Westafrika bei. Die Regierung bemüht sich, förderliche Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen, insbesondere im Agrar- und Rohstoffsektor, zu schaffen, um das wirtschaftliche Potenzial des Landes zu stärken.

Als Folge des Bürgerkrieges leben insbesondere Kinder und Jugendliche häufig am Rand der Gesellschaft und sind gegenüber sozialen Normen und Werten stark verunsichert. Ihre Perspektivlosigkeit führt häufig zu Kriminalität und Drogenmissbrauch; in der Bevölkerung wächst die Sorge, dass von dieser vernachlässigten Generation mittelfristig eine Gefahr für den mühsam erreichten Frieden ausgehen könnte.

Der 2007 gewählte Präsident Ernest Bai Koroma wurde im November 2012 für eine zweite Amtszeit von fünf Jahren vereidigt.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt die GIZ in Sierra Leone ein Programm zur Beschäftigungsförderung für Jugendliche durch. Es konzentriert sich auf die Verbesserung der Beschäftigungs- und Einkommenssituation von Jugendlichen in ländlichen Gebieten und initiiert Entwicklungspartnerschaften mit etablierten Unternehmen für mehr Arbeitsplätze.

Aufgrund des hohen Rohstoffvorkommens wird unter anderem in Sierra Leone ein vom BMZ beauftragtes Regionalvorhaben zu Rohstoffgovernance in fragilen Staaten Westafrikas durchgeführt. Erlöse aus der Bewirtschaftung einzelner Rohstoffe haben auch zur Finanzierung der Bürgerkriege in Liberia und Sierra Leone beigetragen; die Bewirtschaftung wirkt teilweise bis heute destabilisierend. Das Vorhaben will dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für eine gemeinwohlorientierte Nutzung der Bodenschätze zu verbessern und mehr Transparenz im Rohstoffsektor zu schaffen.

Im Auftrag des Auswärtigen Amtes führt die GIZ ein Vorhaben zur Reform und Stärkung des Justizsektors durch.

Bei ihren Aktivitäten stimmt sich die GIZ mit anderen internationalen Gebern wie Großbritannien, Europäische Union (EU) und Weltbank, eng ab.

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