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Jemen

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit 1969 in Jemen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aktiv. Seit 1983 ist sie mit einem eigenen Büro in Sana’a vertreten. Etwa 140 nationale Mitarbeiter sind an verschiedenen Standorten in Jemen tätig. Um Jemen auch während des Bürgerkriegs und der sich immer wieder ändernden Sicherheitssituation schnell und flexibel unterstützen zu können, arbeitet die GIZ im sogenannten Business-Continuity-Management-Modus.

Jemen ist eines der ärmsten Länder der arabischen Welt. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs hat sich die Lage im Land zunehmend verschlechtert, eine politische Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Jemens ist aktuell weder ausreichend mit Nahrung noch mit Trinkwasser versorgt, nur den wenigsten stehen elementare Gesundheitsdienstleistungen zur Verfügung. Von den knapp 27 Millionen sind mehr als zehn Prozent im eigenen Land vertrieben, acht Millionen Menschen haben keine Lebensgrundlage. Das Bruttoinlandsprodukt sank 2015 um 35 Prozent, und große Teile der Beschäftigten im öffentlichen Sektor erhalten seit 2016 ihre Gehälter nur noch unregelmäßig.

Die Arbeit der GIZ orientiert sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung. Die GIZ und ihre Partner haben ihr Vorgehen und ihre Zusammenarbeitsziele an die schwere humanitäre Krise angepasst. Aktuelle Schwerpunkte sind:

  • Wasser: Trinkwasserversorgung, Sanitärversorgung und Unterstützung von lokalen Wasser- und Abwasserdienstleistern
  • Grundbildung: Qualifizierung von Schulpersonal und –verwaltung, Schulentwicklung und psychosoziale Unterstützung von Schulkindern

Daneben engagiert sich die GIZ im Auftrag des BMZ auch für Ernährungssicherheit, die Unterstützung von Binnenvertriebenen und die aufnehmenden Gemeinden. Gesundheit, Wirtschaft und Beschäftigung, Governance und Friedensförderung sind weitere Arbeitsfelder. Querschnittsthemen sind Armutsreduzierung, Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter.