Klimaschutz (Minderung)

© GIZ/Andreas Nieters

Klimaschutz bedeutet Minderung von Treibhausgasemissionen.

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 wird als der Wendepunkt in der internationalen Klima- und Entwicklungspolitik verstanden. Es ist die erste völkerrechtlich rechtlich bindende Übereinkunft mit klimapolitischen Verpflichtungen für alle Vertragsstaaten und hat zum Ziel, die globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius, möglichst sogar auf 1,5 Grad (bezogen auf das vorindustrielle Niveau) zu begrenzen. Zentrales Element des Abkommens sind die Nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs), um das globale Klimaziel zu erreichen. Jeder Mitgliedsstaat muss seine nationalen Beiträge beim Klimasekretariat der Vereinten Nationen einreichen, und alle 5 Jahre muss das Ambitionsniveau der Beiträge erhöht werden.

Die GIZ berät politische Entscheidungsträger*innen bei der Formulierung und Umsetzung ihrer nationalen Klimabeiträge sowie bei der Entwicklung von langfristigen Niedrigemissionsstrategien (Long Term Strategies – LTS). Bei der Beratung stehen sektorübergreifende und partizipative Ansätze im Vordergrund. Beteiligte der lokalen bis zur internationalen Ebene sollen im nationalen Abstimmungsprozess einbezogen werden.

Um Treibhausgasemissionen substanziell zu senken und gleichzeitig den sozio-ökonomischem Fortschritt sicherzustellen, ist ein tiefgreifender Wandel in Politik und Gesellschaft erforderlich. Der Wandel bietet aber auch Chancen. Deshalb legt die GIZ bei ihrer Beratung großen Wert darauf, dass anhand erfolgreicher Beispiele deutlich gemacht wird, welche konkreten wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Vorteile Klimaschutz mit sich bringt, von denen die gesamte Bevölkerung profitiert. Wichtig dabei ist, dass sich NDC-orientierte Programme und Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 ergänzen. 

Eine der zentralen Herausforderungen des Pariser Abkommens besteht in der Umsetzung ambitionierter NDCs in allen klimarelevanten Sektoren (Mainstreaming). Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ist dafür erforderlich. Neben Energie und Verkehr spielen Sektoren, wie z.B. Industrie, Abfall und Kreislaufwirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Die im Pariser Klimaabkommen vereinbarte Steigerung des Ambitionsniveaus der NDCs setzt eine verbesserte und transparente Wirkungsmessung sowie öffentliche Berichterstattung (Enhanced Transparency Framework – ETF) voraus, um die Vergleichbarkeit der Klimabeiträge sicherzustellen. Aus diesem Grund berät die GIZ bei der Messung, Berichterstattung und Überprüfung von Klimaschutzmaßnahmen (Measuring, Reporting and Verification – MRV).

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratung ist die Unterstützung beim Aufbau regionaler oder nationaler Kohlenstoffmärkte und Emissionshandelssysteme. Darüber hinaus berät sie bei fiskalischen oder finanzpolitischen Reformen, mit dem Ziel, ökologische Fehlanreize abzubauen und zusätzliche öffentliche und private Mittel zu generieren. Das bedeutet auch, dass bei der Konzeption aller NDC-relevanten Vorhaben die Mobilisierung von Kapi­talmarktmitteln und Hebelung privater Klimafinanzie­rung von Anfang an mitgedacht wird.

Eine erfolgreiche NDC-Umsetzung in den Partnerländern wird maßgeblich durch technische Kooperation und Capacity Development unterstützt. Innovationskraft und Klimawissen in den Partnerländern zu stärken, Klima-Finanzierungsmechanismen zu entwickeln und Veränderungsprozesse zu begleiten, zählen deshalb zu den zentralen Aspekten der GIZ-Beratung. Erfahrungen aus Kooperationen mit rund 120 Ländern sind die Grundlage der umfangreichen fachlichen und methodischen Kompetenzen, die die GIZ bei der Beratung im Bereich Klimaschutz in Wert setzen kann.

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