Friedens- und Sicherheitsgebäude der Afrikanischen Union in Äthiopien eröffnet

11.10.2016 – Nach vierjähriger Bauzeit wurde das Gebäude in Addis Abeba durch Bundeskanzlerin Angela Merkel offiziell an die Afrikanische Union übergeben.

Frieden und Sicherheit sind beherrschende Themen weltweit – auch für die Afrikanische Union (AU). Nach vierjähriger Bauzeit wurde im Juli dieses Jahres das Friedens- und Sicherheitsgebäude der AU am Hauptsitz der Organisation im äthiopischen Addis Abeba fertiggestellt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Bau heute offiziell an die AU übergeben. Er ist eine Schenkung der Bundesrepublik Deutschland an die afrikanische Partnerorganisation.

Für die technische und organisatorische Planung war der Geschäftsbereich International Services der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH zuständig. Das Gebäude wurde im Auftrag des Auswärtigen Amts nach internationalen Standards für umweltverträgliches Bauen erdbebensicher errichtet. Rund 360 Mitarbeiter der AU-Abteilung für Frieden und Sicherheit, die in der Vergangenheit zum Teil auf mehrere Standorte innerhalb der Stadt bzw. auf dem AU-Gelände verteilt waren, können nun in einem Gebäude arbeiten. Auf 13.500 Quadratmetern finden sich Büro- und Konferenzräume, eine Bibliothek, Lagezentren zur Früherkennung von Krisen und zur Planung der Friedenseinsätze sowie der Plenarsaal des Friedens- und Sicherheitsrats der AU.


        
    
Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht bei der Eröffnungsfeier. ©GIZ
Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht bei der Eröffnungsfeier.

        
    
Dr. Nkosazana Dlamini-Zuma, Vorsitzende der Kommission der AU, und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der feierlichen Eröffnung des AU-Gebäudes in Addis Abeba. Foto: Bundesregierung/Steins. © GIZ
Dr. Nkosazana Dlamini-Zuma, Vorsitzende der Kommission der AU, und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der feierlichen Eröffnung des AU-Gebäudes in Addis Abeba. Foto: Bundesregierung/Steins.

Am Bau waren überwiegend äthiopische Unternehmen beteiligt, verbaut wurden heimische Baustoffe. Nur für High-Tech-Features wie das ultraleichte Dach, das aus einer Spezialfolie besteht, wurden Materialien und Fachkräfte aus Deutschland hinzugezogen. Davon allerdings haben äthiopische Fachunternehmen und ihre Mitarbeiter profitiert: Die Spezialkräfte aus dem Ausland haben ihre äthiopischen Kollegen im Umgang mit dem Material geschult und ihr Know-how weitergegeben. Durch die Mitarbeit an dem modernen Gebäude, sagt Bauunternehmer Fitsum Abebe, habe seine Firma gezeigt, dass sie nach internationalen Standards arbeiten kann. „Es ist das erste erdbebensichere Gebäude der Stadt. Meine Mitarbeiter und ich haben beim Bau eine Menge gelernt, und wir werden diese Erfahrung bei zukünftigen Aufträgen einsetzen.“