Verbesserte Gesundheitsversorgung

Ein Stethoskop © GIZ

05.04.2017 – In Nepal profitieren die Bürger von einer neu eingeführten Krankenversicherung. Mit deutscher Unterstützung schließt sich damit eine Gesundheits-Versorgungslücke.

Hom Nath Dhakal hält strahlend ein Plastikkärtchen in die Höhe: Es ist eine Krankenversicherungskarte. Bisher musste er Arztbesuche, die über eine einfache Grundversorgung hinausgingen, aus eigener Tasche bezahlen oder – wenn es zu teuer wurde – ohne medizinische Hilfe zurechtkommen. Jetzt nicht mehr. Hom Nath Dhakal ist der erste Bürger Nepals, der die soziale Krankenversicherung nutzen kann, die seine Regierung seit April 2016 aufbaut.

Bis das Land diesen Schritt machen konnte, war einiges an Vorarbeit nötig – politische Überzeugungsarbeit genauso wie verschiedene technische Vorbereitungen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat sich daran im Auftrag der Bundesregierung aktiv beteiligt. Sie hat die Regierung Nepals über Jahre beim Aufbau der Krankenversicherung begleitet und beraten. Und Nepal ist nicht das erste Land, in dem sich mit deutscher Unterstützung für viele Menschen eine Absicherungslücke schließt. Auch in Indien, Indonesien, Ruanda und Kenia hat die GIZ dazu beigetragen, solche Versicherungssysteme zu etablieren.

Dabei kann die GIZ auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen. Derzeit ist sie in mehr als 80 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und zunehmend auch in Europa in Sachen Gesundheit tätig.