Nigeria: Bessere Reisernten für mehr Nahrung und mehr Einkommen

CARI-Reisbauern bei der Arbeit © GIZ

19.04.2017 – Kleinbauern in Nigeria steigern ihr Einkommen mit Hilfe einer internationalen Reisinitiative. Höhere Ernten und bessere Qualität machen das Land weniger abhängig von teuren Reisimporten.

Nigeria ist das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Afrikas, doch für die stark wachsende Einwohnerzahl wird bisher nicht ausreichend Reis angebaut. Daher importiert das Land viel Reis, wodurch das Getreide allerdings für viele Nigerianer zu teuer geworden ist.

Die Initiative zur Förderung der afrikanischen Reis-Wertschöpfungskette – Competitive African Rice Initiative (CARI) – will die Reisproduktion in Nigeria steigern und gleichzeitig einkommensschwache Kleinbauern fördern. Zusammengeschlossen haben sich dafür das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Bill and Melinda Gates-Stiftung, die Walmart-Stiftung und nichtstaatliche lokale Organisationen und Firmen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH setzt das Projekt zusammen mit Partnern vor Ort um.

In Nigeria arbeitet die Initiative bereits erfolgreich mit rund 76.000 Bauern und Reisverarbeitern zusammen. Seit Projektbeginn im Jahr 2013 konnten die CARI-Reisbauern ihre Ernte verdoppeln und die Reisqualität deutlich steigern. Für sie zahlt es sich aus: Das Einkommen der Kleinbauern hat sich zwischen 2013 und 2016 durchschnittlich nahezu verdreifacht.

Die CARI-Initiative ist neben Nigeria auch in Burkina Faso, Ghana und Tansania aktiv. Bis Mitte 2018 will die Reis-Initiative in allen vier Ländern mit 150.000 Bauern und Reisverarbeitern zusammenarbeiten.

Wie genau die Reisinitiative die Kleinbauern in Nigeria unterstützt, erklärt die neue Referenz „Mehr Einkommen für Reisbauern in Nigeria“.

Kontakt

Stefan Kachelriess-Matthess
stefan.kachelriess@giz.de