Lesotho

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Seit der Unabhängigkeit des Landes 1966 ist die deutsche internationale Zusammenarbeit im Königreich Lesotho tätig, seit 2002 mit dem Schwerpunkt Dezentralisierung. Derzeit unterstützen 1 entsandte und 12 nationale Mitarbeiter, 3 Entwicklungshelfer sowie eine CIM-Fachkraft die Entwicklung Lesothos.

Über die Hälfte der Bevölkerung Lesothos lebt unterhalb der Armutsgrenze. Fast jeder vierte Einwohner ist HIV-infiziert. Die Pandemie belastet das Land sozial und gesellschaftlich. Die Zahl der AIDS-Waisen steigt und der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ist signifikant. Vor allem in den Städten und in ihrem Umland herrscht hohe Arbeitslosigkeit.

Über 90 Prozent der knapp zwei Millionen Einwohner leben von der Landwirtschaft, aber nur zehn Prozent der Fläche Lesothos ist landwirtschaftlich nutzbar, weiter reduziert durch starke Bodenerosion und ungeplante Siedlungen. Das hat dazu geführt, dass Lesotho heute rund 70 Prozent seiner Nahrungsmittel importiert, größtenteils aus dem Nachbarland Südafrika.

Grundlegende öffentliche Dienstleistungen stehen außerhalb der Hauptstadt Maseru nur eingeschränkt zur Verfügung, bedingt durch die starke Zentralisierung des Staates. Der von Region zu Region unterschiedliche lokale Bedarf lässt sich zentral nur schwer steuern: In der Hauptstadt Maseru sind die lokalen Gegebenheiten zu wenig bekannt, gleichzeitig fehlen auf der lokalen Verwaltungsebene oft Kompetenzen und Ressourcen. Das hat zum Beispiel die Trinkwasserversorgung und die bedarfsgerechte Versorgung mit Medikamenten negativ beeinflusst.

Diesen Problemen will die Regierung Lesothos mit ihrer nationalen Entwicklungsstrategie begegnen. Sie setzt auf schnelleres wirtschaftliches Wachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen und verbesserten Zugang zu qualitativ guten öffentlichen Dienstleistungen. Dezentralisierung und die Bekämpfung von HIV und AIDS sind zentrale Elemente des nationalen Entwicklungsplans. Dezentralisierung soll Bürgern den Zugang zu staatlichen Dienstleistungen erleichtern und ihre politische Teilhabe stärken. Distrikt- und Gemeinderäte helfen, HIV/AIDS auch in entlegenen Gebieten des Landes zu thematisieren.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt die Regierung Lesothos im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der Umsetzung dieses Reformprozesses.

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