Aserbaidschan

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Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ Aserbaidschan seit 1995 beim Transformationsprozess hin zu mehr Marktwirtschaft und Demokratie. Seit Juli 2007 ist sie mit einem Landesbüro in Baku vertreten. Heute beschäftigt die GIZ in Aserbaidschan bis zu 40 nationale und sechs entsandte Fachkräfte sowie fünf CIM-Fachkräfte.

Der wirtschaftliche Aufschwung Aserbaidschans ist in der Region einzigartig. Große Erdöl- und Gasvorkommen haben dem Land in den letzten Jahren einerseits zu hohen Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes (BIP) verholfen, andererseits aber eine erfolgreiche Diversifizierung des Privatsektors behindert.

Um den Wohlstand des Landes auch nach der Erschöpfung der Ölvorräte zu sichern, ist der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Industrie und eines entwickelten Dienstleistungssektors außerhalb der Öl- und Gaswirtschaft nötig. Die Diversifizierung des Nicht-Erdölsektors ist deshalb ein Ziel der aserbaidschanischen Regierung. Parallel dazu müssen Kompetenzen und Leistungsfähigkeit im Justizwesen und im öffentlichen Sektor aufgebaut werden.

Im Zuge der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) steht Aserbaidschan vor neuen Herausforderungen. Einerseits strebt das Land die Annäherung an die europäischen Strukturen an, etwa durch Anpassung an EU-Normen und Standards. Andererseits müssen lokale und regionale Infrastruktur modernisiert werden, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.

Die GIZ unterstützt die aserbaidschanische Regierung beim Aufbau wirtschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen zur Förderung der Privatwirtschaft (Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung). Vorrangiges Ziel ist die Minderung der Armut durch Schaffung nachhaltiger und breitenwirksamer Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten.

Einen Beitrag zur Krisenprävention in der Region Südkaukasus leistet die GIZ innerhalb der Kaukasus-Initiative (KI) der deutschen Bundesregierung. Die meisten Programme und Projekte zu den Schwerpunktthemen werden daher länderübergreifend in den drei südkaukasischen Ländern durchgeführt.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind:

  • Nachhaltige Wirtschaftsförderung
  • Demokratie, Kommunalentwicklung und Rechtsstaat
  • Umwelt und natürliche Ressourcen

Im Rahmen der Kaukasus-Initiative des BMZ führt die GIZ folgende Programme und Projekte durch: Wirtschaftsförderung, Rechts- und-Justizreformberatung, Förderung der Kommunalentwicklung und nachhaltige Bewirtschaftung der Biodiversität im Südkaukasus. Daneben werden Vorhaben zur Reform des öffentlichen Dienstes und zum Aufbau von Strukturen für die Entwicklungszusammenarbeit Aserbaidschans unterstützt.

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