Tschad

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Die deutsche internationale Zusammenarbeit hat im Tschad eine lange Tradition. Seit 1970 arbeiten hier Entwicklungshelfer der GIZ. Zwischenstaatliche bilaterale Kooperationsprojekte führte die GIZ zwischen 1986 und 2012 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch. Im Rahmen der geforderten Länderkonzentration durch den Entwicklungsausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECED/DAC) hat Deutschland die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit dem Tschad 2011/2012 offiziell beendet. Die GIZ ist aber weiterhin über die regionale Entwicklungszusammenarbeit und die Übergangshilfe nach Krisenlagen im Tschad aktiv. Die wichtigsten Auftraggeber der GIZ im Tschad sind das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Auswärtige Amt (AA), die Europäische Union (EU) und die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Kooperationspartner der GIZ im Tschad ist neben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Zahlreiche Probleme hemmen die Entwicklung des Tschads, unter anderem in der Sahelzone - hier führt der Klimawandel zu Ernährungsunsicherheit, sozialen Spannungen und steigender Armut. Für die Sicherung der Ernährung ist das Tschadseebecken von besonderer Bedeutung. Im Auftrag des BMZ unterstützt die GIZ die internationale Tschadseebeckenkommission. Gegenwärtig werden zwei Programme zur Anpassung an den Klimawandel sowie zur Organisationsentwicklung umgesetzt.

Im Tschad leidet nicht nur die ländliche Wirtschaft, sondern insbesondere die Bevölkerung unter den extremen Klimaverhältnissen. Die GIZ führt im Auftrag des BMZ und in Zusammenarbeit mit der DEZA, Maßnahmen zur Wiederherstellung von Flusstälern durch. Ziel ist es, durch die Steigerung und Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion die Lebensbedingungen der tschadischen Bevölkerung zu verbessern. Darüber hinaus fördert das BMZ Maßnahmen zur Friedenssicherung und Konfliktprävention, die mit weiteren Mitteln von der EU unterstützt werden.

Die Umsetzung der nationalen Politik für Wachstum und Armutsminderung ist für den tschadischen Staat noch eine Herausforderung. Dies gilt insbesondere für die Kernelemente gute Regierungsführung und ländliche Entwicklung. Aus diesem Grund werden durch ein BMZ-finanziertes Projekt lokale Organisationen dazu befähigt, Finanzierungen von Dritten zu akquirieren und vertragsgemäß umzusetzen. Diese Finanzierungen werden hauptsächlich für die Umsetzung lokaler Entwicklungspläne und für das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen verwendet.

Auch im Sicherheitsbereich steht der Tschad vor großen Herausforderungen. Die Polizei ist mit ihren regulären Aufgaben und dem gesteigerten Bedrohungspotential durch terroristische Vereinigungen stark gefordert. Die GIZ führt im Auftrag des AA ein Programm zur Stärkung der Funktionsfähigkeit von Polizeistrukturen in Afrika durch, das seit Anfang 2013 auch im Tschad tätig ist. Das Programm soll die nationale Polizei im Tschad besser auf die an sie gestellten Anforderungen vorbereiten und so langfristig eine verbesserte Sicherheitslage für die Bürger zu gewährleisten. Schwerpunkte sind hier die Demilitarisierung innerhalb des Landes sowie die Verbesserung der Grenzsicherheit.

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