Partnerschaften

Die Zusammenarbeit mit Partnern prägt die Arbeit der GIZ. Gemeinsam mit vielen Akteuren weltweit unterstützt sie die Ziele der Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung.

Globale Herausforderungen wie Armut, Klimawandel und ökonomische Ungleichheit erfordern gemeinsame Lösungen. Kein einzelner Akteur kann diesen Herausforderungen alleine bewältigen. Die globale Agenda für nachhaltige Entwicklung, die Agenda 2030, ist ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Verantwortung. Für ihre Umsetzung ist eine globale Partnerschaft nötig, in der alle gesellschaftlichen Gruppen ihren Beitrag leisten.

Gemeinsam mit ihren Partnern in staatlichen Institutionen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft baut die GIZ die globale Zusammenarbeit weiter aus. Dabei geht es zunehmend um gemeinsames Lernen und die Entwicklung von Lösungen und einheitlichen Standards. Die Folge sind komplexe Prozesse mit vielen Akteuren. Diese sogenannten Multi-Akteurspartnerschaften sind ein wesentliches Element der neuen globalen Partnerschaften für die Agenda 2030. Die GIZ setzt bereits eine Reihe solcher Partnerschaften erfolgreich um. Sie ermöglichen es der GIZ auch, ihr fachliches Leistungsangebot ständig weiterzuentwickeln und den sich wandelnden Bedürfnissen anzupassen. Durch Partnerschaften mit deutschen Institutionen und Unternehmen kann die GIZ auch dazu beitragen, deutsches Know-how zu mobilisieren und in der internationalen Zusammenarbeit einzubringen

 

Deutsche und bilaterale Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit wird arbeitsteilig von mehreren Organisationen umgesetzt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Engagement Global (EG), die Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und andere arbeiten im Auftrag der Bundesregierung. Zwischen den Organisationen besteht ein enges Kooperationsverhältnis.

Daneben setzt die GIZ Programme gemeinsam mit anderen bilateralen Organisationen um, zum Beispiel im Auftrag der Europäischen Union (EU). Der Fachaustausch zur Entwicklung der EU-Entwicklungspolitik findet im einem Netzwerk mit anderen europäischen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, dem Practitioners‘ Network statt.

Zivilgesellschaft

In Deutschland und vielen Partnerländern sind häufig zivilgesellschaftliche Organisationen Treiber von Veränderungsprozessen – ohne sie wären nachhaltige Lösungen kaum möglich. Vor allem lokale und regionale zivilgesellschaftliche Organisationen spielen für erfolgreiches entwicklungspolitisches Engagement eine wichtige Rolle. Die GIZ arbeitet deshalb eng mit ihnen zusammen.

Privatwirtschaft

Die Privatwirtschaft ist von großer Bedeutung für das Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele. Auch die Aktionsagenda von Addis Abeba zur Finanzierung der internationalen Zusammenarbeit macht deutlich, dass die neuen Ziele ohne private Investitionen nicht erreichbar sind. Die GIZ kooperiert auf vielfältige Weise mit der Privatwirtschaft. Im Auftrag der Bundesregierung fördert sie nachhaltiges wirtschaftliches Engagement in Schwellen- und Entwicklungsländern. Gemeinsam werden jährlich rund 50 Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft umgesetzt.

Hochschulen und Wissenschaft

Hochschulen sowie andere Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen begleiten die internationale Zusammenarbeit mit kritischer Analyse und innovativen Ideen. Sie identifizieren Herausforderungen und zeigen Wege auf, die Arbeit der GIZ noch wirkungsvoller zu machen.

Bundes- und Ländereinrichtungen, Kommunen

Expertise aus deutschen Kommunen und Fachinstitutionen wie zum Beispiel dem Robert Koch Institut ist international gefragt. Sie bringen zum Bespiel Wissen zu kommunalen Dienstleistungen oder Pandemievorsorge in den internationalen Fachaustausch ein. Dieser Austausch, in dem gemeinsam an Lösungen für globale Herausforderungen gearbeitet wird, spielt eine immer wichtigere Rolle.

Multilaterale Organisationen und regionale Entwicklungsbanken

Multilaterale Organisationen, vor allem die Vereinten Nationen prägen die sogenannte Global Governance. Dies bezeichnet den internationalen Rahmen von Grundsätzen und Herangehensweisen, mit denen weltweite Herausforderungen bewältigt werden sollen. Multilaterale Organisationen haben eine hohe Legitimation und entscheidenden Einfluss bei der Finanzierung und Umsetzung von Programmen in Partnerländern.

Die GIZ kooperiert häufig mit multilateralen Organisationen, wie zum Beispiel dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), der Weltbank oder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Dabei ergänzen sich die Arbeitsweisen und Kompetenzen – die spezifische Expertise von multilateralen Organisationen passt beispielsweise gut zur tiefen Kenntnis der GIZ vieler Partnerländer und zu ihrer langen Erfahrung mit der Umsetzung vor Ort.

Politische Stiftungen

Die deutschen politischen Stiftungen fördern den Aufbau demokratischer und zivilgesellschaftlicher Strukturen in Partnerländern. Die GIZ tauscht sich ständig mit ihnen aus, in Deutschland wie auch im Ausland.