Botsuana Flagge
Botsuana karte
  • NACHHALTIGE INFRASTRUKTUR
  • STAAT UND DEMOKRATIE
  • UMWELT UND KLIMA
  • WIRTSCHAFT UND BESCHÄFTIGUNG

Botsuana

Botsuana und Southern African Development Community (SADC)

Das GIZ-Büro Gaborone ist seit 2012 für die Zusammenarbeit mit Botsuana und der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (Southern African Development Community, SADC) zuständig. Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt die Umsetzung der SADC-Integrationsagenda seit 1985. Aktuell arbeiten 48 nationale und 19 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2018).

Zusammenarbeit mit der Republik Botsuana

In nur drei Jahrzehnten hat sich Botsuana von einem der ärmsten Länder der Welt zu einer Volkswirtschaft mit mittlerem Einkommen (im oberen Bereich) entwickelt und nimmt bei den Indikatoren für gute Regierungsführung und soziale Entwicklung in Afrika eine Spitzenstellung ein. Einige typische Entwicklungsherausforde-rungen gibt es jedoch nach wie vor, allen voran der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Diese gilt es zu bewältigen, um die Wirtschaft Botsuanas zu diversifizieren und die Arbeitslosigkeit, insbesondere die Ju-gendarbeitslosigkeit, und die Einkommensungleichheit zu verringern.

Zusammenarbeit mit der SADC

Die 1992 gegründete SADC ist eine Gemeinschaft von 16 Ländern mit Sitz in der botsuanischen Hauptstadt Gaborone. Mit einer Gesamtbevölkerung von 300 Millionen Menschen ist die SADC die wichtigste subregio-nale Wirtschaftsorganisation in Afrika.

Ziel der SADC ist es, durch regionale Integration wirtschaftliche Entwicklung, Frieden, Sicherheit und Wachstum für die Menschen im südlichen Afrika herbeizuführen und die sozial Benachteiligten zu unterstützen.

Der Handel der Region mit dem Rest der Welt speist sich überwiegend aus dem Abbau natürlicher Ressour-cen. In anderen Sektoren ist die globale Wettbewerbsfähigkeit nach wie vor gering, und es gibt viele Hinder-nisse für die Entwicklung von Unternehmen. Die Regierungen der SADC-Länder arbeiten gemeinsam an der Verbesserung der industriellen Entwicklung in den Ländern.

Eines der größten Probleme ist die Wasserknappheit im südlichen Afrika. Nur 62 Prozent der Bevölkerung der SADC-Länder haben Zugang zu sauberem Trinkwasser und nur 39 Prozent zu angemessenen sanitären Einrichtungen. Wirtschaftliche Entwicklung, Bevölkerungswachstum und die Auswirkungen des Klimawandels führen zu Wasserverknappung und Verschmutzung. Hinzu kommt, dass die Wasserressourcen saisonal und geografisch ungleich verteilt sind, was zu den enormen Unterschieden in der sozioökonomischen Entwicklung der SADC-Mitgliedsstaaten beiträgt.

Neben dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der GIZ leisten auch die Europäische Union und DFID/UKAID Beiträge zu den Programmen.

Die GIZ unterstützt ihre Partnerinstitutionen derzeit im Bereich der beruflichen Bildung. Ziel des Vorhabens ist es, die Qualität der Berufsbildung zu verbessern. Das Vorhaben wird gemeinsam von der Regierung Botsuanas und dem BMZ finanziert.

In Bezug auf die SADC hat die Zusammenarbeit folgende Schwerpunkte:

  • Regionale wirtschaftliche Integration
  • Grenzüberschreitendes Wassermanagement
  • Schutz und Nutzung natürlicher Ressourcen, einschließlich Anpassung an den Klimawandel, über Grenzen hinweg

Die GIZ unterstützt die SADC-Mitgliedstaaten bei der Überwachung der Umsetzung der SADC-Protokolle zur Verbesserung des Handels und der Berichterstattung darüber. Netzwerke wichtiger Akteure werden bei der Aushandlung und Umsetzung regional abgestimmter Lösungen zur Beseitigung von Handelshemmnissen unterstützt. Bei den Maßnahmen geht es um Produktions- und Handelsfragen wie Zollverfahren und die Infrastruktur in der Region. Außerdem erhalten die Akteure Unterstützung beim Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette.

Im Hinblick auf die Wasserbewirtschaftung unterstützt die GIZ die SADC bei der Umsetzung abgestimmter Politikkonzepte, Strategien, Leitlinien und Instrumente für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Wassersektor. Ziel ist, Organisationen beim Management von Flüssen und Seen, die zu verschiedenen Ländern gehören, zu stärken.

Mit einem grenzüberschreitenden Ansatz zum Schutz der natürlichen Ressourcen unterstützt die GIZ den Austausch zwischen den Akteuren der Region und berät die Regierungen der SADC-Länder. Zu den Themen zählen grenzüberschreitender Brandschutz, Entwaldung und Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel.

Weitere Bereiche der Zusammenarbeit sind die Stärkung der Umsetzung der SADC-Protokolle und -Übereinkünfte in den Mitgliedstaaten sowie die Förderung von Frieden, Sicherheit und guter Regierungsführung in der Region.

Southern African Development Community (SADC)

German Development Cooperation with SADC

Film der SADC mit Highlights aus der Zusammenarbeit und Beispielen für Wirkungen und Erfolge (Video 10:08 min, englisch)

www.youtube.com/...

Republik Botsuana

Projekte und Programme

Downloads

Projektevaluierungen