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Nepal

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit 1974 in Nepal tätig. Aktuell arbeiten 215 nationale und 23 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine integrierte Fachkraft und 20 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017). Die GIZ ist an mehr als 60 Standorten in Nepal aktiv. Seit 1974 koordiniert das GIZ-Büro in Kathmandu die Arbeit der Organisation.

Nach Ende des Bürgerkriegs in Nepal im Jahr 2006 wurde eine neue Verfassung verabschiedet. Diese und demokratische Wahlen haben zur politischen Stabilisierung des Landes beigetragen.

Nepal steht weiterhin vor offenen Fragen im Zusammenhang mit dem Versöhnungsprozess und der Übergangsjustiz, die die Zeit seit dem Konflikt prägen. Viele Menschen haben Familienangehörige oder ihre materielle Existenz verloren. Dies hat in vielen Fällen dazu geführt, dass Lebensgrundlagen zerstört und die Betroffenen vertrieben wurden.

2015 wurde Nepal durch mehrere schwere Erdbeben verwüstet. Fast 10.000 Menschen kamen dabei ums Leben und die Infrastruktur des Landes wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Wiederaufbau nach den Naturkatastrophen gestaltete sich langwierig und ineffektiv. Die Folgen für die ohnehin schwach entwickelte nepalesische Wirtschaft des Landes waren und sind gravierend.

So wächst die nepalesische Wirtschaft deutlich langsamer als die der boomenden Nachbarländer. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, und die Lebenserwartung liegt im unteren Drittel der Lebenserwartungen in asiatischen Ländern. Fast die Hälfte aller Kinder in Nepal ist chronisch unterernährt. Seit Beginn der 1990er-Jahre konnten die Kinder- und Müttersterblichkeit zwar erheblich gesenkt werden, doch bis heute werden nur 55 Prozent aller Geburten von einem Arzt oder einer Hebamme betreut.

In den vergangenen Jahren hat Nepal bedeutende Fortschritte bei Armutsbekämpfung, inschulungsquoten, Gesundheitsversorgung und Abwasserentsorgung erzielt. Darüber hinaus hat das Land Maßnahmen zur Prävention von HIV und Tuberkulose auf den Weg gebracht und die meisten Milleniumsentwicklungsziele MDGs) erreicht.

Die deutsch-nepalesische Entwicklungszusammenarbeit hat folgende Schwerpunktthemen:

  • nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • erneuerbare Energien und Energieeffizienz
  • Gesundheit

Im Auftrag der Bundesregierung unterstützt die GIZ die grenzüberschreitenden Programme Schutz natürlicher Ressourcen durch politische Dialoge und grenzüberschreitende Abkommen in der Hindukusch-Himalaya-Region und Aufbau und Nutzung von Erfahrungen in der Anwendung von REDD+ im Himalaya. Außerdem werden die Lokalregierungen durch das Programm Capacity Development für neue Kommunalverwaltungen (CD-Mun) bei der Umsetzung von Reformen unterstützt, und der Zivile Friedensdienst fördert Initiativen zur Friedenssicherung. Das Wiederaufbauprogramm (RPN) schließlich unterstützt Maßnahmen, die dem Wiederau nach dem Erdbeben dienen.

akzente-Interview

Paul Rückert (GIZ) über die Digitalisierung des Gesundheitssystems in Nepal