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Peru

Die GIZ ist seit 1975 in Peru tätig. 20 entsandte und über 250 nationale Mitarbeiter, 30 Entwicklungshelfer, davon 8 aus dem zivilen Friedensdienst, 12 CIM-Fachkräfte und 15 rückkehrende Fachkräfte sind in Peru aktiv.

Peru hat eine lange Phase beispielhaften wirtschaftlichen Wachstums erlebt und konnte das Bruttosozialprodukt pro Kopf verdoppeln. Die Zahl der Armen verminderte sich von 42,4 Prozent (2007) auf 25,8 Prozent (2012). Der Anteil der in absoluter Armut lebenden Menschen sank fast um die Hälfte von 11,2 Prozent (2007) auf 6 Prozent (2012) (Statistisches Bundesamt Peru). Trotz dieser Erfolge prägen noch immer große Einkommensunterschiede und eine hohe Armutskonzentration in ländlichen Regionen das Land. Strukturelle Probleme, etwa die nach wie vor starke Zentralisierung, behindern effizienteres und transparenteres Handeln der Verwaltung und die Versorgung der Bevölkerung mit Basisdienstleistungen.

Peru ist in hohem Maße vom Klimawandel betroffen. Über 50 Prozent der Bevölkerung wohnen im schmalen Wüstengürtel der pazifischen Küste, dessen Wasserversorgung zunehmend schwieriger wird. Die riesigen Waldreserven – Peru ist nach Brasilien, Kongo und Indonesien das Land mit der größten Tropenwaldfläche – werden zunehmend durch Übernutzung und den Abbau von Rohstoffen zerstört. Dies bedroht auch die Biodiversität Perus, die weltweit als eine der reichhaltigsten gilt.

Die bilaterale Tätigkeit der GIZ, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), konzentriert sich auf die Schwerpunkte:

  • Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung
  • Trinkwasser und Abwasser
  • Nachhaltige ländliche Entwicklung, Management natürlicher Ressourcen und Klimawandel

Darüber hinaus arbeitet die GIZ im Auftrag des BMZ in den Bereichen Energiezugang, Verringerung der Vulnerabilität gegenüber dem Klimawandel und Aufarbeitung des bewaffneten Konflikts.

In den letzten Jahren ist die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Gebern verstärkt worden. Einige Projekte werden von der US-amerikanischen, der niederländischen und der Schweizer Regierung kofinanziert. Zum Portfolio der GIZ gehören außerdem zahlreiche Entwicklungspartnerschaften mit der Privatwirtschaft, vor allem in der Trink- und Abwasserversorgung, der Haushaltsenergie und der Landwirtschaft.

Peru ist Standort mehrerer Regionalvorhaben zu den Themen Gewalt gegen Frauen, überregionales Schutzgebietsmanagement, Aufbau von Kompetenzen, Ressourcen und Leistungsfähigkeit (Capacity Development) zur Dezentralisierung, berufliche Bildung, Zugang zu Versicherungen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) führt die GIZ in Peru vier Vorhaben durch, die aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative finanziert werden:

  1. Ko-Management Amazonas Peru
  2. Integriertes Finanzmanagement von Klimarisiken im Agrarsektor
  3. Anpassung von öffentlichen Investitionen an den Klimawandel
  4. Förderung des peruanischen Tropenwaldschutzprogramms II

Im Auftrag des Auswärtigen Amtes führt die GIZ ein Projekt zur Umsetzung des Gesetzes zum Informations- und Konsultationsrecht indigener Bevölkerung durch.

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