Perspektiven schaffen
Aufnahmeregionen stärken
Flüchtlinge unterstützen
Migration gestalten

Förderung von Unternehmern in Tunesien

Unternehmensgründer wie Aicha Touijer erhalten Hilfe bei der Verwirklichung ihrer Pläne.

Wirtschaftsförderung in Afghanistan

In Afghanistan unterstützt die GIZ Maßnahmen, die Beschäftigung und Einkommen steigern.

Erfolgreiche Rückkehr

Nach seiner Ausbildung zum Facharzt in Deutschland arbeitet Prince Kwakye Afriyie nun in einem Krankenhaus in seiner Heimat Ghana.


2016 lebten rund 250 Millionen Menschen außerhalb ihres Heimatlandes und galten somit als internationale Migranten – das entspricht etwa drei Prozent der Weltbevölkerung. Die Gründe, warum Menschen ihr Zuhause verlassen, sind vielfältig: Ein großer Teil sind zum Beispiel Arbeitsmigranten, die im Ausland nach Arbeits- oder Weiterbildungsmöglichkeiten suchen.
Viele Menschen mussten ihre Heimat allerdings auch aufgrund von Krieg oder Gewalt verlassen, weil sie aus religiösen oder politischen Gründen oder wegen ihrer sexuellen Identität verfolgt wurden: Insgesamt waren Ende 2016 über 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Mehr als 21 Millionen davon suchten als Flüchtlinge Zuflucht in anderen Ländern. Weitaus mehr jedoch, nämlich rund 41 Millionen Menschen, waren Binnenvertriebene, die in ihrem eigenen Heimatland auf der Suche nach Schutz waren.
Menschen auf der Flucht müssen geschützt werden und benötigen Perspektiven. Die überwiegende Mehrheit der Migranten und Flüchtlinge befindet sich in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Piktogramm Perspektiven schaffen © GIZ

PERSPEKTIVEN SCHAFFEN

Die Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen, sind vielschichtig und überlagern sich oft. Viele sehen dort schlicht keine Perspektive mehr für sich und ihre Kinder. Zukunftsperspektiven vor Ort zu schaffen ist daher ein Schwerpunkt der Arbeit der GIZ, damit Menschen sich nicht auf den Weg machen müssen, sondern frei entscheiden können, ob sie migrieren wollen oder nicht. Dazu tragen wir zum Beispiel bei, indem wir die Versorgung mit Nahrungsmitteln verbessern, Ausbildung und Berufsperspektiven ermöglichen und die wirtschaftliche Entwicklung unterstützen.

Piktogramm Aufnahmeregionen stärken © GIZ

AUFNAHMEREGIONEN STÄRKEN

Global betrachtet flieht die Mehrzahl der Menschen in die Nachbarländer, die meist selbst zu den ärmsten Ländern der Welt gehören. So werden rund 86 Prozent der Flüchtlinge weltweit von Entwicklungsländern aufgenommen. Ressourcen oder Infrastruktur in diesen Ländern reichen in der Regel kaum für die Versorgung der eigenen Bevölkerung aus. Die GIZ unterstützt die aufnehmenden Regionen in Entwicklungs- und Schwellenländern mit Projekten, die Flüchtlingen und der ansässigen Bevölkerung gleichermaßen zugutekommen. So werden nicht nur mögliche Konflikte entschärft, sondern langfristige Perspektiven für alle geschaffen.

Piktogramm Flüchtlinge unterstüzten © GIZ

FLÜCHTLINGE UNTERSTÜTZEN

Die GIZ unterstützt Binnenvertriebene und Flüchtlinge – und auch jene, die wieder in ihre Heimat zurückkehren wollen. Dort, wo viele Flüchtlinge leben, bietet sie medizinische und psychosoziale Betreuung an und unterstützt bei der Organisation des Zusammenlebens. Mit Beschäftigungsprogrammen hilft die GIZ den Menschen, die ihre Heimat und ihre Arbeit verloren haben, sich selbständig ein Einkommen zu erwirtschaften und beruflich fortbilden zu können. Damit keine verlorene Generation entsteht, ermöglicht sie den Schulbesuch für Kinder. Rückkehrer unterstützt die GIZ dabei, sich wieder in ihrem Herkunftsland zurechtzufinden, und sorgt auch dafür, dass sie ihre Kontakte und ihr Wissen in ihrer Heimat einbringen können.

Piktogramm Migration gestalten © GIZ

MIGRATION GESTALTEN

Eine sichere und geregelte Migration birgt große Chancen und Potentiale, nicht nur für den Einzelnen, sondern für ganze Gemeinden und Regionen. Die Zielländer profitieren von der Arbeitskraft der Migranten, die Herkunftsländer von der Unterstützung - finanziell oder anderweitig - die Migranten für gewöhnlich für Verwandte und Freunde in der Heimat leisten. Migranten sind Träger von Innovation und Wissen und bauen gleichzeitig Brücken zwischen ihren Herkunfts- und den Aufnahmeländern. Die GIZ unterstützt Migranten auf ihrem Weg in eine neue Zukunft. Hierfür bietet sie individuelle Beratung zu Migrationsmöglichkeiten einerseits und zu Aus- und Weiterbildungsangeboten vor Ort andererseits. Zudem fördert sie Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Bereitstellung sicherer Möglichkeiten für Geldtransfers. Migranten, die mit neu erworbenem Know-how in ihre Herkunftsländer zurückkehren, unterstützt die GIZ dabei, ihr Wissen weiterzugeben und so an den Fortschritten vor Ort mitzuwirken.