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Sudan

Seit 2014 führt die GIZ im Sudan die Arbeit ihrer Vorgängerorganisationen fort, die seit 1955 dort aktiv waren. Aktuell arbeiten 42 nationale und 11 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 2 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017).

Der Sudan ist eines der ärmsten Länder Afrikas. Das Land ist gekennzeichnet durch ein schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt, hohe Staatsverschuldung und steigende Inflationsraten. Sowohl innere als auch grenzüberschreitende Konflikte führen zu sozialen Spannungen und politischer Instabilität. Dem Staat fehlen die Ressourcen, um elementare Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheit, Wasserversorgung sowie Sanitäreinrichtungen ausreichend zur Verfügung zu stellen.

Seit einiger Zeit lässt sich beobachten, dass insbesondere junge Männer aus ländlichen Gebieten in die Städte, vor allem nach Khartum, abwandern. Gegenwärtig lebt schätzungsweise etwa ein Drittel der sudanesischen Bevölkerung in der Hauptstadt. Im Westen des Landes verlor ein Großteil der Bevölkerung durch den Konflikt in Darfur die Lebensgrundlage, über 3,1 Millionen Menschen wurden aus den Heimatorten vertrieben. Im Osten erschweren Dürre, Nahrungsmittel- und Wasserknappheit das Leben der ansässigen Bevölkerung. Auch Flüchtlinge und Migranten aus umliegenden Ländern wie Eritrea sind davon betroffen. Sie haben aufgrund sozialer Ausgrenzung und der schwachen Wirtschaftsentwicklung geringe Chancen auf eine Existenzgründung in der Region. Die GIZ arbeitet im Sudan, um diesen Menschen Perspektiven zu geben. Die GIZ setzt Vorhaben im Sudan in multilateraler Kooperation unter der Schirmherrschaft der Zwischenstaatlichen Behörde für Entwicklung (Intergovernmental-Authority on Development, IGAD) um. Im Fokus stehen dabei die Schaffung von Arbeitsplätzen und die berufliche Qualifizierung, die Ernährungssicherung sowie die Gesundheitsvorsorge und das Migrationsmanagement.