Deutsch-Brasilianische Energiepartnerschaft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Deutsch-Brasilianische Energiepartnerschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: Brasilien
Politischer Träger: Ministerium für Bergbau und Energie; Außenministerium
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2018

Ausgangssituation

Die Deutsch-Brasilianische Energiepartnerschaft wurde im Jahr 2008 ins Leben gerufen. Aufgrund des Reichtums an erneuerbaren Ressourcen ist Brasilien zu einer der kohlenstoffärmsten Energiesektoren der Welt geworden. Mehr als 60 Prozent des Stroms werden mit Wasserkraft erzeugt, was den Energiesektor besonders flexibel macht. CSP (Solarthermie), Solar, Wind und Biomasse.

Die Deutsch-Brasilianische Energiepartnerschaft bildet eine Plattform für hochrangige politische Entscheidungsträger und Vertreter von Industrieunternehmen, Verbänden sowie Finanz- und Forschungsinstitutionen

Ziel

Das Projekt bietet hochrangigen politischen Entscheidungsträgern und Vertretern von Industrieunternehmen, Verbänden sowie Finanz- und Forschungseinrichtungen eine Plattform, die Brasilien bei der Entwicklung und Umsetzung seiner nationalen Energiepolitik zugunsten einer nachhaltigen, sicheren und erschwinglichen Energieversorgung unterstützt.

Sitzung des Steuerungskomitee der Deutsch-Brasilianischen Energiepartnerschaft in Berlin, 2017

Vorgehensweise

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist auf deutscher Seite für die Umsetzung der Energiepartnerschaft verantwortlich. Der Kooperations- und Verhandlungspartner auf brasilianischer Seite ist das Ministerium für Bergbau und Energie (Ministério de Minas e Energia - MME).

Weitere zentrale Akteure auf deutscher Seite sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), sowie die Deutsche Botschaft in Brasília. Auf der brasilianischen Seite sind das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten (Ministério das Relaçoes Exteriores - MRE), die Energieforschungsagentur (Empresa de Pesquisa Energética EPE) und die Nationale Agentur für Elektrische Energie (Agência Nacional de Energia Elétrica - ANEEL) beteiligt. Vertreter von Industrieverbänden, Unternehmen, Finanz- und Forschungsinstituten beider Länder sind eingeladen sich aktiv an der Energiepartnerschaft zu beteiligen.

Neben den hochrangigen Steuerungsgremien auf Vizeminister- bzw. Staatssekretärsebene wurden zwei thematische Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die sich zu erneuerbaren Energien inklusive Bioenergie und Energieeffizienz regelmäßig austauschen. Diese Arbeitsgruppen sind offene Gremien, an denen neben Regierungsvertretern auch Interessenvertreter aus Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft teilnehmen können. Darüber hinaus werden im Rahmen der Partnerschaft Fachworkshops, Konferenzen zur Energiepolitik und Studienreisen durchgeführt.

Die GIZ wurde mit der Unterstützung bei der Implementierung der Energiepartnerschaft beauftragt. Ein Sekretariat wurde in Brasília und Berlin aufgebaut, unterstützt inhaltlich und organisatorisch bei den Aktivitäten der Energiepartnerschaft und dient allen Beteiligten und interessierten Akteuren als kompetenter Ansprechpartner.

Wirkungen

Im Rahmen der Deutsch-Brasilianischen Energiepartnerschaft fanden die unten aufgeführten Veranstaltungen statt, auf denen sich hochrangige politische Entscheidungsträger und Vertreter von Industrieunternehmen, Verbänden sowie Finanz- und Forschungseinrichtungen über die Entwicklung und Umsetzung der nationalen Energiepolitik des Landes ausgetauscht haben:

  • 26.04.17 Sitzung der Steuerungsgruppe in Berlin zur Festlegung der Themenschwerpunkte der deutsch-brasilianischen Energiepartnerschaft
  • 6.10.17 Workshop der AG 1 „Erneuerbare Energien“ in Rio de Janeiro zum Thema „Marktgestaltung und Flexibilisierung im Stromsektor“.
  • 18.10.17 Studienreise und Workshop der AG 2 „Energieeffizienz“ in Deutschland; Themen: Energieeffizienzanreize; Ausschreibungsmodelle für die Energieeffizienz im Strombereich (am Beispiel des „Step-up-Programms“ und des Energiemanagementsystems ISO 50.0001).
  • 16.04.18 Workshop der AG 1 „Erneuerbare Energien“ in Berlin vor den Berliner Energiewendetagen (BETD 2018) zur Bedeutung von Auktionen für den Ausbau der erneuerbaren Energien.
  • 09.05.18 Erster Deutsch-Brasilianischer Energietag in São Paulo; auf dem Programm standen ein Besuch des Energieeffizienzhauses E von BASF, ein Workshop zum Thema „Energieeffizienz im Gebäudebereich“ und ein Empfang anlässlich der Wanderausstellung „Energiewende“ (AA).

Im Rahmen der folgenden Veranstaltungen hat die Privatwirtschaft mit ihrem Know-how und ihren Forderungen zur Energiepartnerschaft beigetragen:

  • 13.11.17 Durchführung eines hochrangigen Workshops zur Energieeffizienz in der Industrie im Rahmen der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Porto Alegre.
  • 10.05.18 Gründung des ersten lokalen Wirtschaftsbeirats in São Paulo mit mehr als 20 Vertretern deutscher Unternehmen in Brasilien sowie unter Beteiligung des BMWi, des Deutschen Konsulats São Paulo und der Deutschen Botschaft in Brasilia.
  • 25.06.18 Podiumsdiskussion zum Thema Energieeffizienz in der Industrie im Rahmen der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Köln (DBWT in BRA).
  • 18.11.18: Workshop der Arbeitsgruppe Energieeffizienz zu „Digitalisierung und Energieeffizienz“ (Rio de Janeiro)

Mithilfe der Wanderausstellung „Energiewende“, die in drei brasilianischen Städten gezeigt wurde, hat die Energiepartnerschaft über die deutsche Energiewende informiert und diese erläutert.