Ecuador

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Die GIZ und ihre Vorgängerorganisationen arbeiten seit 1962 in Ecuador. Seit 1985 führt sie ein Büro in der Hauptstadt Quito. In Ecuador arbeiten 12 entsandte und 82 nationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zudem 21 Entwicklungshelfer, 7 CIM-Fachkräfte und 21 weltwärts-Volontäre.

Ecuador ist von jeher bestimmt durch eine Konzentration wirtschaftlicher und politischer Macht in den beiden Großstädten Quito und Guayaquil. Im Zuge hoher Staatseinnahmen aus dem Erdölexport wurden in den 1970er-Jahren ehemals kommunale Dienstleistungen zentralisiert. Kostenintensive und ineffiziente Doppelstrukturen waren die Folge. Diese wirkten sich negativ auf Umfang und Qualität staatlicher Dienstleistungen aus. Die politische und soziale Fragmentierung des Landes und häufige Regierungswechsel seit dem Ende des letzten Jahrhunderts behinderten eine abgestimmte, kontinuierliche Entwicklungspolitik, vor allem in den sozialen Grunddiensten, im Umwelt- und Ressourcenschutz und der Wirtschaftsdiversifizierung. Die Lebensverhältnisse der Armen sind dadurch besonders beeinträchtigt. Im ländlichen Raum sind viele Menschen extrem arm, ebenso mehr als die Hälfte der indigenen Bevölkerung.

Ecuador ist weltweit das Land mit der größten biologischen Vielfalt im Verhältnis zu seiner Fläche. Rund 18 Prozent der Landesfläche stehen unter Naturschutz. Die prekäre wirtschaftliche Situation der armen Bevölkerungsgruppen fördert jedoch eine auf kurzfristige Sicherung der Lebensgrundlagen ausgerichtete, nicht nachhaltige Landnutzung sowie die illegale Nutzung der geschützten Naturressourcen. Ökonomisch rentable Alternativen des Ressourcenmanagements fehlen oder sind zu wenig auf die Beteiligung der lokalen Bevölkerung ausgelegt. Ein Zugang zu Beratungsdienstleistungen und Entscheidungsprozessen ist diesen Bevölkerungsgruppen oft verschlossen. Gesetze und Förderpolitiken im Umweltbereich sind lückenhaft, widersprüchlich oder stehen im Konflikt zu lokalen Entwicklungsinteressen und sind deshalb schwer durchsetzbar. Die Folgen sind fortschreitende Degradierung der natürlichen Ressourcen und stetige Zunahme ländlicher Armut, stetiger Verlust an Artenvielfalt und Abnahme der Bodenproduktivität.

Weitere Herausforderungen für das Land sind eine beträchtliche Ungleichbehandlung der Geschlechter und bedeutender Nachholbedarf bei der Verwirklichung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte. Benachteiligte Bevölkerungsgruppen leiden besonders unter unzureichenden Basisdienstleistungen wie Trinkwasserversorgung sowie Abwasser- und Abfallbeseitigung.

Zur Überwindung dieser Entwicklungsengpässe betreibt Ecuador seit Jahren Staatsmodernisierung und -dezentralisierung. Im Mittelpunkt der Reformen steht die Verlagerung öffentlicher Aufgaben und Ressourcen auf nachgeordnete Gebietskörperschaften in Provinzen, Gemeinden und Ortsteilen.

Die GIZ arbeitet, vor allem in der Amazonasregion und im Hochland, in folgenden Schwerpunkten:

  • Nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen
  • Staatsmodernisierung und -dezentralisierung

Weitere Themen der deutschen internationalen Zusammenarbeit in Ecuador sind der Dialog zwischen indigenen und staatlichen Organisationen, die Prävention von Gewalt gegen Frauen und Sicherheit und Menschenrechte.

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