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Moldau

Seit 1994 unterstützt die GIZ, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und weiterer Bundesressorts, die Republik Moldau bei ihrem schwierigen sozioökonomischen Transformationsprozess. Die GIZ arbeitet außerdem im Auftrag internationaler Organisationen. Zur Umsetzung der Maßnahmen unterhält sie ein Büro in Chisinau.

Die Landwirtschaft und ihre nachgelagerte Verarbeitungsindustrie sind dominierende Wirtschaftssektoren der Republik Moldau. Die sich entwickelnde Privatwirtschaft trägt mit etwa 80 Prozent zur volkswirtschaftlichen Wertschöpfung bei, dennoch gehört Moldau zu den ärmsten Ländern Europas. 4,4 Millionen Menschen leben in Moldau, rund 700.000 Menschen (16 Prozent) haben das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen bereits verlassen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass die Rücküberweisungen der im Ausland arbeitenden Moldauer rund 30 Prozent des Bruttosozialproduktes ausmachen.

Strukturell schwächt auch der jahrelange ungelöste Konflikt um die abtrünnige Teilrepublik Transnistrien die Wirtschaftskraft des Landes, da sich dort wichtige Teile der industriellen Produktion konzentrieren.

Durch den EU-Beitritt Rumäniens wurde Moldau zum EU-Nachbarland. Damit ist das Land integraler Bestandteil der EU-Nachbarschaftspolitik (ENP), deren Ziel eine Annährung der neuen Nachbarstaaten an die EU ist. Die politische, soziale, wirtschaftliche und ökologische Situation – im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung – soll dadurch spürbar verbessert werden.

In der deutschen internationalen Zusammenarbeit ist die Republik Moldau kein reguläres Partnerland. Projekte der GIZ in Moldau werden in der Regel aus überregionalen Fonds des BMZ, von weiteren Bundesressorts oder von internationalen Organisationen finanziert.

Die deutsche internationale Zusammenarbeit fördert die Modernisierung in der Landwirtschaft und im Nahrungsmittel verarbeitenden Gewerbe; sie konzentriert sich ferner auf berufliche Bildung sowie die Verbesserung kommunaler Dienstleistungen.

Ausgewählte Gemeinden und Kreise werden bei partizipativer Haushaltsführung, öffentlichen Ausschreibungen und Projektmanagement im Sinne integrierter Regionalentwicklung unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der deutsch-moldauischen Wirtschaftsbeziehungen durch Trainings von moldauischen Führungskräften zur Anbahnung von Geschäftskontakten.