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Moldau

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit 1994 im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und weiterer Bundesressorts in der Republik Moldau tätig. 

Seit 2014 befindet sich das GIZ-Landesbüro in der Hauptstadt Chisinau. Aktuell arbeitet das Bundesunternehmen GIZ vor Ort mit rund 65 nationalen und mehr als zehn internationalen 

Moldau gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Rund 3,5 Millionen Menschen leben in dem südosteuropäischen Binnenstaat, mehr als die Hälfte davon in ländlichen Regionen. Die Lebensbedingungen zwischen der Stadt- und der Landbevölkerung unterscheiden sich stark. Während in der Hauptstadt Chisinau alle Einrichtungen einer europäischen Großstadt vorhanden sind, fehlt es in einigen Dörfern weiterhin an einer Wasser- und Energieversorgung.

Fast eine Million Moldauer haben das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen verlassen. Die Rücküberweisungen der im Ausland arbeitenden Moldauer machen rund ein Fünftel des Bruttosozialprodukts aus. 

Die politische Situation in der Republik Moldau ist nach wie vor angespannt. Die Abspaltung der Region Transnistrien im Osten des Landes trägt zur Instabilität bei. Hinzu kommt ein hohes Ausmaß an Korruption im öffentlichen und privatwirtschaftlichen Sektor.

Im Juli 2017 trat das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Republik Moldau in Kraft. Damit einhergehend wurde ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Mittlerweile ist die EU der größte Handelspartner des Landes. Die moldauische Regierung hat auch ein Reformprogramm verabschiedet, welches Moldaus nationale Gesetzgebung an EU-Normen annähern soll. Einige Reformen wurden bereits auf den Weg gebracht. 

Die GIZ unterstützt die Republik Moldau in ihrer wirtschaftspolitischen und demokratischen Entwicklung. Schwerpunkte sind: 

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • Gute Regierungsführung

Um die Wirtschaftsleistung des Landes voranzutreiben, unterstützt das Bundesunternehmen die Republik Moldau unter anderem dabei, das Investitionsklima für lokale und internationale Investoren zu verbessern. Sie berät die Regierung bei Reformen und unterstützt sie dabei, Dienstleistungen zu verbessern um administrative und technische Investitionshemmnisse abzubauen.

Beispielweise wurden Freihandelszonen geschaffen und es wird darauf hingearbeitet, potentielle Firmenstandorte schnell und unkompliziert an das Wasser-, Elektrizitäts- und Straßennetz anschließen zu können. 

Ein weiteres Vorhaben fördert die Einführung eines bedarfsgerechten dualen Berufsausbildungsprogramms, damit den Firmen zukünftig ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. 

Ein zusätzlicher Arbeitsschwerpunkt ist die Verbesserung der Regierungsführung. Dabei unterstützt die GIZ zusammen mit den moldauischen Partnern wie Kommunen und Landkreise dabei, die Menschen in den ländlichen Regionen an die Wasserver- und Abwasserentsorgung anzuschließen, ein Abfallentsorgungssystem einzuführen oder öffentliche Gebäude energieeffizient zu sanieren. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Moldau wird durch Geber wie die EU, die schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (SIDA) sowie die schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und die rumänische Regierung kofinanziert.