Burundi

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Die GIZ arbeitet seit 1975 in Burundi. Zwischen 1993 und 2004 waren die Aktivitäten wegen des Bürgerkrieges auf Nothilfemaßnahmen reduziert. Heute beschäftigt die GIZ in Burundi 154 nationale Angestellte, 27 entsandte Fachkräfte, 18 Entwicklungshelfer, und 3 CIM-Fachkräfte.

Aufgrund der Ereignisse im Sommer 2015 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Zusammenarbeit mit der Burundischen Regierung sowie mit der Polizei Burundis ausgesetzt. Alle Aktivitäten, die direkt der Bevölkerung dienen, laufen weiter.

Mit einer Fläche von 27.834 Quadratkilometern und knapp 11 Millionen Einwohnern ist Burundi eines der kleinsten Länder Afrikas und eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Rund drei Viertel der burundischen Bevölkerung leben in Armut, 90 Prozent von Subsistenzwirtschaft. Die medizinische Versorgung und die Versorgung mit Nahrung sind unzureichend. Ein hohes Bevölkerungswachstum von etwa 3 Prozent pro Jahr verschärft diese Situation.

Eine entscheidende Ursache für diese Mangelsituation sind die langjährigen gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungs- und Interessensgruppen, die Anfang der 1990er-Jahre in einem Bürgerkrieg gipfelten. Im August 2000 wurde der Arusha-Friedensvertrag von 19 politischen Parteien unterzeichnet. Im April 2009 legte die letzte offizielle Rebellenbewegung die Waffen nieder. 2010 fanden in Burundi die zweiten Gemeinde-, Präsidentschafts-, Senats- und Parlamentswahlen statt, die allerdings von der Opposition nicht anerkannt wurden. Rund um die Präsidentenwahlen im Juli 2015 kam es erneut zu gewaltvollen Auseinandersetzungen, die bis zum aktuellen Zeitpunkt andauern.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist die deutsche internationale Zusammenarbeit seit 2005 in der Wasser- und Sanitärversorgung in Burundi tätig. Die GIZ unterstützt das Land außerdem bei der Umsetzung von Dezentralisierung und lokaler Wirtschaftsentwicklung, im Bereich reproduktive Gesundheit und Familienplanung sowie bei der Anpassung an den Klimawandel und im Hinblick auf gute Regierungsführung im Rohstoffsektor. Zudem wird – unter finanzieller Beteiligung der Europäischen Union – die burundische Regierung in Fragen Landrechte/Katastererstellung beraten. In Kooperation mit den Niederlanden leistet die GIZ gemeinsam mit ihren Partnern einen Beitrag zur Nutzung erneuerbarer Energien in Kommunen und Haushalten.

In der Provinz Bujumbura Rural fördert das BMZ die Ernährungssicherheit und den sozialen Zusammenhalt. Der Zivile Friedensdienst arbeitet mit UNICEF an einem ganzheitlichen psychosozialen Versorgungssystem für traumatisierte Frauen und Kinder sowie zum Thema Friedenserziehung. Darüber hinaus berät der ZFD Organisationen der burundischen Zivilgesellschaft zum Thema Übergangsjustiz.

Das regionale Vorhaben „Unterstützung der internationalen Konferenz Große Seen“ (ICGLR) berät das in Burundi ansässige Sekretariat der Konferenz bei der Bekämpfung des illegalen Handels mit Konfliktrohstoffen in der Region.

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