Burkina Faso

Karte Burkina Faso

Die deutsche internationale Zusammenarbeit ist seit 1973 in Burkina Faso tätig. Deutschland ist fünftgrößter bilateraler Geber und damit ein wichtiger Partner. Die aus der internationalen Zusammenarbeit stammenden Gelder sind für Burkina Faso bedeutend: Zuschüsse und Auslandskredite machen rund 70 Prozent des Staatshaushaltes aus.

Die GIZ arbeitet in Burkina Faso hauptsächlich im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Daneben ist die GIZ für das Auswärtige Amt und andere internationale Auftraggeber tätig. Seit 1987 ist die GIZ mit einem Büro in der Hauptstadt Ouagadougou vertreten. Derzeit sind für die GIZ in Burkina Faso 15 Auslandsmitarbeiter, 14 Entwicklungshelfer und 218 nationale Fachkräfte tätig.

Das Binnenland Burkina Faso nimmt laut Human Development Index (HDI) 2014 Rang 183 von 188 aufgeführten Ländern ein. Mit einem mittleren Bruttoinlandsprodukt von  717 US-Dollar (2014) pro Kopf und Jahr gehört es zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Bevölkerung in Burkina Faso wird auf 17 Millionen Menschen geschätzt. Das Bevölkerungswachstum liegt bei jährlich knapp über 3 Prozent; Prognosen zufolge wird sich die Bevölkerung in 25 Jahren verdoppelt haben. Diese Aussichten stellen das Land vor erhebliche Probleme bei Ernährungssicherung, nachhaltigem Ressourcenschutz und der Versorgung der Bevölkerung mit sozialen Diensten, Wasser und Energie.

Das Land besitzt außer Gold kaum Bodenschätze, seine wirtschaftliche Entwicklung hängt im Wesentlichen von der Landwirtschaft ab. Baumwolle ist das Hauptexportprodukt. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung betreiben Subsistenzwirtschaft. Insgesamt lebt fast die Hälfte der Bevölkerung Burkina Fasos unter der absoluten Armutsschwelle. Die Analphabetenrate der Erwachsenen lag zwischen 2008 und 2012 bei 28 Prozent, wobei der Anteil bei den Frauen deutlich höher ist.

Die Aktivitäten der GIZ konzentrieren sich auf den Südwesten und den Osten des Landes sowie auf die Hauptstadt Ouagadougou. Die deutsch-burkinische Zusammenarbeit im Auftrag des BMZ hat gegenwärtig die Schwerpunkte nachhaltige Agrarwirtschaftsförderung, Dezentralisierung und Wasser. Die Beratung des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen konzentriert sich auf die systematische Einführung der Haushaltsreform in Burkina Faso. Der Staatshaushalt soll sich stärker an internationalen Standards zu Effizienz, Transparenz und Rechenschaftspflicht orientieren.

Im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ werden Projekte zu Ernährungssicherung und Bodenschutz durchgeführt. Dazu gehören Maßnahmen zur besseren Widerstandsfähigkeit beim Anbau des Bodens sowie Grüne Innovationszentren der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Das regionale Programm des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) in Burkina Faso, Niger und Benin leistet einen Beitrag zur friedlichen und gerechten Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie zur Förderung der friedlichen und grenzüberschreitenden Weidewirtschaft.

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