Burkina Faso

Karte Burkina Faso

Die deutsche internationale Zusammenarbeit ist seit 1973 in Burkina Faso tätig. Deutschland ist fünftgrößter bilateraler Geber und damit ein wichtiger Partner. Die aus der internationalen Zusammenarbeit stammenden Gelder sind für Burkina Faso lebensnotwendig. Zuschüsse und Auslandskredite machen rund 70 Prozent des Staatshaushaltes aus.

Die GIZ arbeitet in Burkina Faso hauptsächlich im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Daneben ist die GIZ für das Auswärtige Amt und andere internationale Auftraggeber tätig. Seit 1987 ist die GIZ mit einem Büro in der Hauptstadt Ouagadougou vertreten.

Derzeit sind für die GIZ in Burkina Faso 13 Auslandmitarbeiter, 19 Entwicklungshelfer, und 199 nationale Fachkräfte tätig.

Das Binnenland Burkina Faso nimmt laut Human Development Index (HDI) 2012 Rang 183 von 187 aufgeführten Ländern ein. Mit einem mittleren Bruttoinlandsprodukt von 511 Euro pro Kopf und Jahr gehört es zu den ärmsten Ländern der Welt. 2012 lebten in Burkina Faso rund 16 Millionen Menschen, das Bevölkerungswachstum liegt bei jährlich knapp über 3 Prozent. Es wird eine Verdopplung der Bevölkerung in 25 Jahren prognostiziert. Diese Aussichten stellen das Land vor erhebliche Probleme bei Ernährungssicherung, nachhaltigem Ressourcenschutz und der Versorgung der Bevölkerung mit sozialen Diensten, Wasser, Energie und anderem.

Das Land besitzt außer Gold kaum Bodenschätze, seine wirtschaftliche Entwicklung hängt im Wesentlichen von der Landwirtschaft ab, mit Baumwolle als Hauptexportprodukt. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung betreiben Subsistenzwirtschaft. Insgesamt lebt fast die Hälfte der Bevölkerung Burkina Fasos unter der absoluten Armutsschwelle.

Die Analphabetenrate der Erwachsenen lag zwischen 2008 und 2012 bei 28 Prozent, wobei der Anteil bei den Frauen deutlich höher ist. Da die burkinischen Frauen kaum Zugang zu Bildung und Ausbildung, zu Betriebsmitteln und zu bezahlter Arbeit haben, sind sie die Hauptleidtragenden der herrschenden Armut.

Die Aktivitäten der GIZ konzentrieren sich schwerpunktmäßig auf den Südwesten und den Osten des Landes sowie auf die Hauptstadt Ouagadougou. Die deutsch-burkinische Zusammenarbeit im Auftrag des BMZ hat gegenwärtig die Schwerpunkte Landwirtschaft, Dezentralisierung und Wasser.

Außerhalb dieser Schwerpunkte wird ein „Programm Menschrechte/Bekämpfung von Kinderarbeit und Kinderhandel/Sexuelle Gesundheit“ durchgeführt sowie eine Entwicklungspartnerschaft mit der Wirtschaft im Bereich Trinkwasser und Sanitär in kleineren und mittleren Städten.

Die Beratung des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen konzentriert sich auf die Unterstützung beim Monitoring der Umsetzung der Armutsminderungsstrategie und des Aufbaus von Ressourcen, Kompetenzen und Leistungsfähigkeit (Capacity Building) im Rahmen wirtschaftspolitischer Analysen und im Bereich öffentlicher Finanzen.

Das regionale Programm des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) in Burkina Faso, Niger und Benin leistet einen Beitrag zur friedlichen und gerechten Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie zur Förderung der friedlichen grenzüberschreitenden Transhumanz (Wanderweidewirtschaft).

Die Querschnittsthemen Armutsminderung, Partizipation und Gender sind Bestandteil der verschiedenen Programme und Projekte.

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