Thailand

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Deutschland und Thailand arbeiten seit fast 60 Jahren gemeinsam für nachhaltige Entwicklung. Derzeit be-schäftigt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH 25 internationale und 100 nationale Mitarbeiter in Thailand. Die der GIZ zugehörige Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) ist in Bangkok mit einem Trainingsstandort vertreten.

Thailand hat erfolgreich den Wandel vom Schwellen- zum Industrieland vollzogen; die Wirtschaft des Landes wächst schnell. Der Ausstoß von Treibhausgasen ist dabei aber überdurchschnittlich hoch. Erneuerbare Energien und Techniken, die die Energieeffizienz steigern, werden daher stark nachgefragt. Wie viele süd-ostasiatische Länder leidet Thailand unter den Folgen des Klimawandels, Überflutungen und Dürreperioden sind an der Tagesordnung. Der Verkehr bleibt ebenfalls noch weit hinter den Anforderungen einer nachhaltigen Wirtschaft zurück.
Die thailändische Regierung hat ein Konzept der „genügsamen Wirtschaft“ entwickelt. Zwar soll die Wirtschaft wachsen, die Bevölkerung – vor allem die Landbevölkerung – aber so leben, dass sie sich selbst versorgen kann und unabhängiger vom internationalen Handel ist. Thailand hat sich außerdem den von der Weltgemeinschaft verabschiedeten nachhaltigen Entwicklungszielen und dem Klimaabkommen von Paris verpflichtet.

Der südostasiatische Staat hat sich in der internationalen Zusammenarbeit vom Empfänger zum Geber entwickelt. Aktuell hat die Arbeit der GIZ in Thailand drei Schwerpunkte:

  • Klima: Thailand möchte seine Treibhausgasemissionen reduzieren und sich besser an den Klimawandel anpassen. Themenfelder sind Klimapolitik, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Kühltechnik und ökologisches Wassermanagement
  • Dreieckskooperationen: Gemeinsam mit Deutschland unterstützt Thailand Vorhaben in anderen Ländern, z.B. in der Förderung von kleinen Unternehmen oder der beruflichen Bildung.
  • Thailand dient als Drehscheibe für den ASEAN-Raum und die Zusammenarbeit mit der Sozial- und Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen. Themenfelder sind Verkehr, Landwirtschaft, Risikomanagement sowie die Optimierung städtischer Ressourcen.

Auftraggeber für die von der GIZ umgesetzten Aktivitäten sind das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die Europäische Union. Dazu kommen neue Finanzierungspartner wie Toyota Motors oder die Rockefeller-Stiftung sowie der thailändische Staat.

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