Uganda

Karte Uganda

Die deutsch-ugandische Entwicklungszusammenarbeit begann 1964, zwei Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung des ostafrikanischen Staates. Heute unterstützt die GIZ ihr Partnerland mit 25 Auslandsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, 20 Entwicklungshelfern, 8 CIM-Experten und 102 nationalen Mitarbeitern.

Uganda erklärte seine Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1962. Es folgten mehr als zwei Jahrzehnte voller Unruhen und Machtkämpfe, bis 1986 Yoweri Museveni die Präsidentschaft übernahm und in weiten Teilen des Landes eine Ära des Friedens und der Versöhnung einläutete. Seit 2009 wird vor allem der verarmte Norden, Schauplatz schwerer ethnischer Konflikte, wiederaufgebaut, wo bis 2008 die Lord’s Resistance Army, die Befreiungsarmee unter dem Rebellenführer Joseph Kony, gewütet hatte.

Das Land ist reich an Naturressourcen, darunter gute Bedingungen für die Landwirtschaft, beträchtliche Kupfer- und Kobalt-Lagerstätten und noch unerschlossene Erdöl- und Erdgasreserven. Sein größtes Potenzial sind seine fruchtbaren Böden und das tropische Klima mit zwei Regenzeiten im Jahr. Die Landwirtschaft, in der mehr als 80 Prozent der Beschäftigten arbeiten, ist die wichtigste Einkommensquelle. Sie krankt jedoch an veralteten Produktionsverfahren und wird durch fortschreitende Abholzung und den Klimawandel bedroht.

Trotz seiner Naturreichtümer zählt Uganda weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt: Im Human Development Index (HDI) des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) belegte Uganda 2012 Platz 161 von 186 und gehört damit in die Kategorie „Länder mit niedrigem Entwicklungsstand“. Eine jährliche Wirtschaftswachstumsrate von nur 3,6 Prozent, ein hohes Bevölkerungswachstum und eine steigende Inflation verschärfen die Situation für die fast 37 Millionen Ugander noch zusätzlich.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erklärte Uganda 2007 zum Schwerpunktland. In den bilateralen Verhandlungen zwischen der ugandischen und der deutschen Regierung, die im Mai 2013 in Kampala stattfanden, wurden drei zentrale Schwerpunktbereiche der Zusammenarbeit vereinbart:

  • Regenerative Energien und Energieeffizienz
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, ländliche und Agrarfinanzierung
  • Wasser- und Sanitärversorgung

Auch Good Governance und die Achtung der Menschenrechte, einschließlich der Rechte schutzbedürftiger Gruppen und sexueller Minderheiten, wurden zu Grundprinzipien der ugandisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit erklärt.

Gegenstand weiterer Projekte sind Transparenz und Rechenschaftspflicht, die Eindämmung des Klimawandels, die Bewahrung des Friedens in den nördlichen Regionen Ugandas und die Stärkung der Evaluierungskapazitäten und Governance-Statistik. Darüber hinaus ist die GIZ an fünf Entwicklungspartnerschaften mit der Privatwirtschaft in Uganda beteiligt. Die Bekämpfung von HIV/Aids ist fester Bestandteil aller Programme.

Auf nationaler wie internationaler Ebene unterstützt die GIZ die Nilbecken-Initiative (Nile Basin Initiative – NBI) bei der Planung und Koordinierung der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen im Nilbecken. Die NBI reguliert die gleichberechtigte Nutzung des Wassers von Victoriasee und Nil durch die zehn Anrainerstaaten. Auf diese Weise werden Wasserkonflikte vermieden und die sozioökonomische Entwicklung dieser Länder gefördert.

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