Niger

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Die internationale Zusammenarbeit zwischen Niger und Deutschland begann in den 1960er-Jahren; bereits seit 1968 ist die GIZ und ihre Vorgängerorganisationen mit einem Büro in der Hauptstadt Niamey vertreten. 2008 wurden das EZ-Landesbüro, als Sitz für das GIZ-Büro Niamey, und die Außenstelle der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) eröffnet. Derzeit sind 13 entsandte Fachkräfte, eine integrierte Fachkraft, 12 Entwicklungshelfer und 106 nationale Mitarbeiter für die GIZ in Niger tätig.

 Die Republik Niger zählt 17,2 Millionen Einwohner. Das Land gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt (HDI 2012 auf Platz 186/187) mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 517 Euro im Jahr (2013). Unsichere klimatische Bedingungen, Übernutzung von Böden und Erosion gefährden beständig die landwirtschaftliche Produktion. Wiederkehrende Naturkatastrophen und hohes Bevölkerungswachstum führen regelmäßig zu Ernährungskrisen.

Niger ist ein Rohstoffexporteur mit dem Hauptexportprodukt Uran und Erdöl. Weitere Devisenbringer sind Gold und landwirtschaftliche Produkte wie Lebendvieh. Nur 15 Prozent des Landes, das dreieinhalb Mal so groß ist wie Deutschland, sind landwirtschaftlich nutzbar. Im ländlichen Raum, wo 80 Prozent der Bevölkerung leben, ist die Armut am ausgeprägtesten. Vom bescheidenen Wirtschaftswachstum profitiert vor allem die urbane Elite. Die Entwicklungschancen werden wesentlich durch die Binnenlage und die schlechte Infrastruktur des Landes, die geringe Effizienz staatlicher Institutionen, dem ungenügenden Zugang zu Bildung, die mangelhafte Gesundheitsversorgung, das hohe Bevölkerungswachstum von 3,8 Prozent (Weltbank 2012) und die problematische Sicherheitslage beeinträchtigt.

Nach einer Phase politischer Instabilität, mit einem Militärputsch 2010, wird die Republik Niger seit April 2011 wieder von einer demokratisch gewählten Regierung geführt. Seitdem herrscht eine relative politische Stabilität, die die Belastungen durch Kriege in Libyen und Mali und nachfolgende terroristische Aktivitäten islamistischer Gruppen in der Region, sowie Konflikte zwischen den politischen Parteien, bisher getragen hat. Dennoch bleibt die Sicherheitssituation fragil.

Im Oktober 2012 stellte die nigrische Regierung eine rahmengebende Entwicklungsstrategie, das Programme de Développement Social et Economique, PDES (2012-2015) vor, die auch der Gebergemeinschaft als Richtschnur für politische, soziale und kulturelle Entwicklung gilt. Gleichzeitig wurde die Präsidenteninitiative 3N „Les Nigériens Nourissent les Nigériens“ für eine bessere Ernährungssicherung ins Leben gerufen. Hinzu kommen verschiedene Strategien der Sektorministerien, zum Beispiel eine neue Entwicklungsstrategie als Zehnjahres-Programm für den gesamten Bildungssektor ab 2014 und eine Kleinbewässerungsstrategie in der Landwirtschaft.

Die deutsche internationale Zusammenarbeit richtet sich an den Prioritäten des PDES und der internationalen Gebergemeinschaft aus und setzt die bilateral zwischen Deutschland und Niger vereinbarten Vorhaben um. In drei Sektoren wurden gemeinsame Programme mit der KFW Entwicklungsbank aufgelegt: ländliche Entwicklung, produktive Landwirtschaft und Ernährungssicherung; Dezentralisierung und gute Regierungsführung sowie Grundbildung. Darüber hinaus unterstützt die GIZ die Nigerbeckenkommission (Autorité du Bassin du Niger – ABN), das Planungsministerium und die nationale Einrichtung zur Ernährungssicherung durch entsandte Berater. Im Programm „Ziviler Friedensdienst“ der GIZ werden die Praktiken friedlicher Ressourcennutzung in der grenzüberschreitenden nomadischen Viehhaltung gefördert. Die Förderung der Polizeistrukturen in Niger für eine bessere Sicherung der Außengrenzen unterstützt die nationale Sicherheitsstrategie.

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