Mauretanien Karte
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Mauretanien

Die Zusammenarbeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit Mauretanien begann kurz nach der Unabhängigkeit des Landes 1960.

Seit 1991 ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit einem eigenen Büro in der Hauptstadt Nouakchott vertreten.Aktuell arbeiten 52 nationale und 16 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 3 integrierte Fachkräfte und 3 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017).

Die Dürrekatastrophe im Sahel in den 1970er-Jahren hat in Mauretanien zu einem tiefgreifenden Strukturwandel geführt. Die früher zu 70 Prozent nomadisierende Bevölkerung ist weitgehend sesshaft geworden, so dass heute nur noch etwa sieben Prozent als Nomaden leben. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf das Leben in den städtischen und ländlichen Gebieten.

Die nach dem Staatsstreich 2008 demokratisch gewählte und 2014 im Amt bestätigte Regierung hat der Demokratisierung und Entwicklung des Landes neue Impulse gegeben. Oberstes Ziel für die kommenden Jahre ist, die Armut zu verringern. Darüber hinaus will Mauretanien ein starkes, nachhaltiges und sozial gerechtes Wachstum sichern, in Aus- und Weiterbildungen investieren und grundlegende Dienstleistungen des Staates fördern. Auch eine gute Regierungsführung ist ein erklärtes Ziel.

Die deutsch-mauretanische Zusammenarbeit im Auftrag des BMZ und unter finanzieller Beteiligung der Europäischen Union (EU) konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte:

  1. Demokratisierung, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung
  2. Umweltpolitik, Schutz und nachhaltiges Management der natürlichen Ressourcen

Die GIZ unterstützt Reformprozesse in der Politik Mauretaniens. Ziel ist, Prinzipien transparenter und guter Regierungsführung einzuführen und zu etablieren. Dies gilt vor allem für die Verwaltung der öffentlichen Finanzen, die Stärkung von Gemeinden sowie die Förderung mineralischer und fossiler Rohstoffe. Darüber hinaus wird der Dialog über Menschenrechte sowie deren Achtung gefördert. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes unterstützt die GIZ die Regierung dabei, die Leistungsfähigkeit der Polizei zu verbessern und die polizeiliche Zusammenarbeit mit Burkina Faso, Tschad, Mali und Niger voranzubringen.

Die mauretanische Regierung will ihre Politik stärker am Bedarf der mehrheitlich armen Bevölkerung ausrichten. Dies soll durch die nachhaltige Nutzung der Ökosysteme und ihrer natürlichen Ressourcen erreicht werden. Die GIZ unterstützt beispielsweise den Erhalt der Artenvielfalt im Meer und an der Küste, ebenso wie das dezentrale, schonende Bewirtschaften der Agrar-, Wald- und Weidegebiete. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Anpassung an den Klimawandel. Von den Aktivitäten profitieren vor allem Bauern und Fischer.

Ergänzend dazu wird im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika, Nahost ein Beitrag zur Beschäftigungsförderung im ländlichen Raum geleistet. Unter anderem unterstützt die GIZ Jugendliche durch Aus- und Weiterbildungen dabei, im ländlichen Raum einen Job zu finden. Ein weiteres Vorhaben hat unter anderem zum Ziel, die handwerkliche Fischerei produktiver zu machen.

Die Arbeit der GIZ in Mauretanien ist eng verzahnt mit Maßnahmen der KfW Entwicklungsbank und berücksichtigt Vorhaben der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten.