Mauretanien Karte
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Mauretanien

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 54
Internationale Mitarbeiter*innen: 25 
Entwicklungshelfer*innen: 3
Integrierte Fachkräfte: 2

(Stand: 31.12.2020)

Bereits kurz nach der Unabhängigkeit Mauretaniens 1960 begann die Zusammenarbeit zwischen Mauretanien und Deutschland. 1991 eröffnete die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in der Hauptstadt Nouakchott ein eigenes Büro.

Am Westrand der Sahara gelegen, ist Mauretanien ein wichtiges Bindeglied zwischen den nordafrikanischen Maghreb-Staaten und den Ländern Subsahara-Afrikas. Das Land gilt als zuverlässiger Stabilitätsanker in der Region, dennoch ist die Sicherheitslage eines der zentralen Themen. Denn der Polizei fehlen strukturelle Kompetenzen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Ein wichtiger Schritt für die Demokratisierung des Landes sind die seit 2008 demokratisch gewählten Regierungen. Der soziale Zusammenhalt bleibt aber eine komplexe Herausforderung. Noch mangelt es dem Regierungs- und Verwaltungssystem an etablierten Prozessen für eine bürgerorientierte und transparente Politik.

Wirtschaftlich gilt Mauretanien in der Region als Vorzeigebeispiel: Bis 2019 hatte das Land die höchste Wachstumsrate innerhalb des Sahel und das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Gleichzeitig lebt die Hälfte der Bevölkerung in Armut, vor allem im ländlichen Raum. Dort sind Jugendliche besonders von Arbeitslosigkeit betroffen. Zudem ist das Land stark abhängig von der Rohstoffindustrie und Fischerei.

Eine weitere Herausforderung sind die Folgen des Klimawandels, welche Agrar-, Wald- und Weideökosysteme schädigen. Dies bedroht besonders die Landwirtschaft und Ernährungssicherheit der ländlichen Bevölkerung.

Zu den wichtigsten Auftraggebern gehören das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Auswärtige Amt (AA) und die Europäische Union (EU).

Die GIZ arbeitet in Mauretanien zu den folgenden Schwerpunktthemen:

  • Frieden und sozialer Zusammenhalt
  • Ausbildung und nachhaltiges Wachstum für gute Jobs
  • Umwelt und natürliche Ressourcen

Um den regionalen Sicherheitsbedrohungen besser begegnen zu können, die Region langfristig zu stabilisieren und die Bevölkerung zu schützen, unterstützt die GIZ die nationalen Polizeibehörden. Dafür fördert sie rechtsstaatliche und transparente Ermittlungs- und Strafverfahren sowie die grenzübergreifende Polizeizusammenarbeit. Gleichzeitig soll der soziale Zusammenhalt in den verschiedenen Landesteilen gestärkt werden. Hierfür dezentralisiert die mauretanische Regierung zunehmend staatliche Aufgaben. Die GIZ unterstützt Regionalverwaltungen und Kommunen dabei, bürgerorientiert und rechenschaftspflichtig zu handeln.

Um Arbeitsplätze zu schaffen, unterstützt die GIZ die Beschäftigungsförderung im ländlichen Raum. So hilft sie Jugendlichen durch Aus- und Weiterbildungen dabei, auch außerhalb der urbanen Zentren Jobs zu finden. Den wichtigen Rohstoffbereich will die Regierung diversifizieren und nachhaltig gestalten – für einen langfristigen wirtschaftlichen Wandel. Hierfür berät die GIZ verschiedene Ministerien dabei, eine nationale Bergbaustrategie zu entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Anpassung an den Klimawandel. Agrar-, Wald- und Weidegebiete sollen klimasensibel bewirtschaftet werden und so die Ernährung der Bevölkerung dauerhaft sichern. Dabei berät die GIZ die mauretanische Regierung auch zum Thema nachhaltige und ressourcenschonenden Fischerei und Aquakultur.

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