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Tadschikistan

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 75
Internationale Mitarbeiter*innen: 11 
Entwicklungshelfer*innen: 2
Integrierte Fachkräfte: 3

(Stand: 31.12.2019)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit 1995 in Tadschikistan aktiv. In der Hauptstadt Duschanbe und an zwei weiteren Standorten ist das Bundesunternehmen mit eigenen Büros vertreten. .

Tadschikistan hatte während der Sowjetära das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen der Sowjetunion und erhielt deshalb aus Moskau hohe finanzielle Transferleistungen. Deren Wegfall und der fünfjährige Bürgerkrieg unmittelbar nach der Unabhängigkeit 1991 wirkten sich verheerend auf die Wirtschaft des Landes aus. Diese ist bis heute die am wenigsten entwickelte aller ehemaligen sowjetischen Staaten. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, vor allem in ländlichen Regionen. 

Für die Entwicklung des Landes fehlt es an Finanzierungsmechanismen, Fachkräften sowie einer klaren Politik für den Ausbau der Privatwirtschaft. Vor allem das staatliche Gesundheits- und Bildungswesen ist unterfinanziert. Geldtransfers der tadschikischen Arbeitsmigrant*innen in Russland und Kasachstan machen rund die Hälfte des Bruttosozialprodukts aus.

Darüber hinaus ist Tadschikistan eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder in Zentralasien. Aufgrund seiner Berge mit extremen Steillagen wirkt sich der Klimawandel mit vielen Dürreperioden negativ auf die von Landwirtschaft geprägte Wirtschaft aus. Niedrige Wasserpegel tragen außerdem dazu bei, das auf Wasserkraft basierende Energiesystem des Landes zu schwächen.

Die GIZ ist im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und weiterer Bundesministerien sowie der Europäischen Union in folgenden Schwerpunkten in Tadschikistan aktiv:

  • Umwelt und Klima
  • Wirtschaft und Beschäftigung
  • Soziale Entwicklung 

Im Auftrag des BMZ arbeitet die GIZ an Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Bekämpfung der Wüstenbildung, zum Beispiel durch geringeren Wasserverbrauch in der Landwirtschaft.

Um die Wirtschaft anzukurbeln und neue Jobs zu schaffen, setzt sich ein weiteres Projekt für die Förderung der Privatwirtschaft und unternehmerfreundlicher Rahmenbedingungen ein. Dazu gehören die Förderung von klimabewussten Produzenten und Wertschöpfungsketten ausgewählter Produkte, wie etwa Bio-Baumwolle. Um Jobperspektiven zu verbessern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken unterstützt die GIZ beispielsweise die Ausbildung von Lebensmittelfachkräften.

Durch die Wiedereingliederung von tadschikischen Arbeitsmigranten trägt die GIZ dazu bei, deren Einkommenssituation und berufliche Perspektiven zu verbessern. Berufliche Fort- und Weiterbildungen erhöhen die Beschäftigungsfähigkeiten und damit die Chancen auf Einkommen. Staatliche Beratungszentren erhalten mehr Personal, sodass die Dienstleistungen zur Beschäftigungsförderung in den Gemeinden gestärkt wird.

Zur Verbesserung des Gesundheitssystems und der sozialen Entwicklung arbeitet die GIZ außerdem zu den Themen Mutter-Kind-Gesundheit und Ernährung. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium trägt sie dazu bei, dass die Neugeborenen- und Müttersterblichkeit im Land sinkt.

Die GIZ fördert die Rechts- und Justizberatung, damit Verwaltung und Gerichtsbarkeit das reformierte Verwaltungsverfahrensgesetz besser umsetzen. So soll die Effizienz der Zwangsvollstreckung in zivilrechtlichen Streitfällen verbessert werden.

Projekte und Programme

Ländliche Entwicklung

Nachhaltige Infrastruktur

Sicherheit, Wiederaufbau, Frieden

Soziale Entwicklung

Staat und Demokratie

Umwelt und Klima

Wirtschaft und Beschäftigung

Projektevaluierungen

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