Tadschikistan

Karte Tadschikistan

Die GIZ unterstützt in Tadschikistan seit 1995 den wirtschaftlichen und sozialen (Wieder-) Aufbau des Landes. In der Hauptstadt Duschanbe ist die GIZ seit 1996 mit einem eigenen Büro vertreten. Programmbüros in Duschanbe, Khudjant, Khorog und Kurgan-Tjube unterstützen die Arbeit der GIZ in den ländlichen Regionen.
Gegenwärtig arbeiten für die GIZ in Tadschikistan 18 entsandte und 125 nationale Mitarbeiter, 6 einheimische Fachkräfte, 3 CIM-Fachkräfte, 12 Entwicklungshelfer und 20 Langzeitfachkräfte der deutschen Consultingwirtschaft. Von den 17 Vorhaben sind 4 bilaterale sowie 13 regionale und globale Vorhaben.

Tadschikistan hatte während der Sowjetära das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen der Sowjetunion und erhielt deshalb aus Moskau hohe finanzielle Transferleistungen. Ihr Wegfall und der fünfjährige Bürgerkrieg unmittelbar nach der Unabhängigkeit 1991 wirkten sich auf die schwache Wirtschaft des Landes verheerend aus. Die Ökonomie Tadschikistan ist auch heute die am wenigsten entwickelte aller ehemaligen sowjetischen Staaten. Das Wirtschaftswachstum ist von Faktoren abhängig, wie Weltmarktpreise für Baumwolle und Aluminium, die das Land nicht beeinflussen kann. Migration und die Rücküberweisungen der bis zu 1 Million tadschikischen Arbeitsmigranten in Russland und Kasachstan sind wesentliche Einkommensquellen für das Land.

Ungünstige Rahmenbedingungen, fehlende Finanzierungsmechanismen und Fachkräfte sowie ungleiche Verteilung finanzieller, institutioneller und personeller Ressourcen führen vor allem im staatlichen Gesundheits- und Bildungswesen zu Unterfinanzierung, schwachem Management und mangelhaften Dienstleistungen. Ein großer Teil der Bevölkerung, vor allem in ländlichen Gebieten, lebt noch heute unterhalb der Armutsgrenze.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ mit bilateralen und regionalen Vorhabenzurzeit vor allem nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und das Gesundheitssystem. Darüber hinaus werden Bildung, nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen, Tourismusentwicklung sowie Rechts- und Justizberatung gefördert.

Im Auftrag des Auswärtigen Amtes (AA) führt die GIZ ein Vorhaben zum grenzüberschreitenden Wassermanagement in Zentralasien durch. Die GIZ setzt das Vorhaben „Nachhaltige Energienutzung in Zentralasien“ im Auftrag der Europäischen Union um.

Im Rahmen einer Kofinanzierung mit dem britischen Department for International Development (DFID) und im Auftrag des BMZ führt die GIZ das Programm „Rahmenbedingungen und Finanzierung für Privatsektorenentwicklung“ durch. Die GIZ fördert darin die Entwicklung der Privatwirtschaft, unterstützt den Abbau von Handelshemmnissen und berät im Mikrofinanz- und Rohstoffsektor.

Neben der Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensbedingungen trägt die GIZ im Auftrag der Bundesregierung und anderer Geber auch zur Stabilisierung der Region bei.


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