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Tadschikistan

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt in Tadschikistan seit 1995 im Auftrag der Bundesregierung den wirtschaftlichen und sozialen Aufbau des Landes und die Stabilisierung der Region. In der Hauptstadt Duschanbe ist das Bundesunternehmen seit 1996 mit einem eigenen Büro vertreten. Zwei weitere Büros unterstützen die Arbeit der GIZ in den ländlichen Regionen. Aktuell arbeiten 93 nationale und 14 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vier integrierte Fachkräfte und drei Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2018).

Tadschikistan hatte während der Sowjetära das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen der Sowjetunion und erhielt deshalb aus Moskau hohe finanzielle Transferleistungen. Deren Wegfall und der fünfjährige Bürgerkrieg unmittelbar nach der Unabhängigkeit 1991 wirkten sich verheerend auf die Wirtschaft des Landes aus. Diese ist bis heute die am wenigsten entwickelte aller ehemaligen sowjetischen Staaten. Das Wirtschaftswachstum ist unter anderem von Faktoren abhängig, die das Land nicht beeinflussen kann – zum Beispiel Weltmarktpreisen für Baumwolle. Geldtransfers der tadschikischen Arbeitsmigranten in Russland und Kasachstan machen rund die Hälfte des Bruttosozialprodukts aus. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, vor allem auf dem Land. Für die Entwicklung des Landes fehlt es an Finanzierungsmechanismen, Fachkräften sowie einer klaren Politik für die Entwicklung der Privatwirtschaft. Vor allem das staatliche Gesundheits- und Bildungswesen ist unterfinanziert.

Die GIZ ist im Auftrag der Bundesregierung und der Europäischen Union in folgenden Schwerpunkten in Tadschikistan aktiv:

  • Wirtschaft und Beschäftigung: Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ die Entwicklung des Privatsektors und ein unternehmerfreundliches Umfeld. Dazu gehören die Förderung von Produzenten und Wertschöpfungsketten ausgewählter Produkte, zum Beispiel von Bio-Baumwolle oder Obst und Gemüse. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, unterstützt die GIZ die Ausbildung von Lebensmittelfachleuten.
  • Umwelt und Klima: Im Auftrag des BMZ arbeitet das Bundesunternehmen an Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel und zu Biodiversität, zum Beispiel durch nachhaltige Forstwirtschaft. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes (AA) führt die GIZ ein Vorhaben zum grenzübergreifenden Wassermanagement in Zentralasien durch.
  • Staat und Demokratie: Die GIZ fördert im Auftrag des BMZ die Rechts- und Justizberatung, damit Verwaltung und Gerichtsbarkeit das reformierte Verwaltungsverfahrensgesetz besser umsetzen. So soll die Effizienz der Zwangsvollstreckung in zivilrechtlichen Streitfällen verbessert werden.
  • Soziale Entwicklung: Zur Stärkung des Gesundheitssystems sind Mutter-Kind-Gesundheit und Ernährung Arbeitsschwerpunkte der GIZ und ihrer Partner.

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