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Mali

Deutschland gehört zu den wichtigsten Entwicklungspartnern Malis. Seit der Unabhängigkeit Malis 1960 unterstützt Deutschland das westafrikanische Land durch technische und finanzielle Zusammenarbeit. Im Auftrag der Bunderegierung unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die Regierung Malis sowie Behörden, Gebietskörperschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und die Privatwirtschaft. Aktuell arbeiten 249 nationale und 34 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 1 integrierte Fachkraft und 6 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017).

Das Binnenland Mali ist mehr als dreimal so groß wie Deutschland. Große Herausforderungen liegen für die Republik Mali darin, die grundlegenden staatlichen Funktionen und Dienstleistungen landesweit zu sichern, die landwirtschaftliche Produktion krisenfest auszubauen und wirtschaftliches Wachstum und staatliche Eigenfinanzierung voranzubringen.

In Folge einer Rebellion, eines Militärputsches in der Hauptstadt Bamako und der anschließenden Besatzung der drei nördlichen Regionen durch separatistische Rebellen im Verbund mit islamistischen Terrorgruppen befindet sich Mali seit 2012 in einer tiefen politischen und Sicherheitskrise. Trotz starken internationalen Engagements und der Unterzeichnung eines „Abkommens für Frieden und Versöhnung in Mali“ im Jahr 2015 ist das Land angesichts schwacher staatlicher Präsenz in den Konfliktregionen und dem Aufbrechen neuer Konfliktherde von Stabilisierung und Frieden noch weit entfernt. Zentrale Herausforderung ist dabei eine an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientierte Umsetzung des Friedensvertrags.

Die GIZ in Mali arbeitet derzeit zu drei Schwerpunkten:

  • Dezentralisierung und gute Regierungsführung
  • Förderung einer produktiven und nachhaltigen Landwirtschaft
  • Wasser- und Sanitärversorgung

Die Krise von 2012 hat unter anderem die existenzielle Bedeutung der Dezentralisierung für die Regierungsführung in Mali, gleichzeitig aber auch Umsetzungsschwächen offenbart: Der Staat konnte seine Rolle nicht mehr voll und ganz erfüllen; darunter litten die Wirtschaftsentwicklung und wegen der schwindenden Beschäftigungsmöglichkeiten insbesondere die malische Bevölkerung. Um die Krise des Landes dauerhaft überwinden zu können, haben die Dezentralisierungsreformen aus Sicht der malischen Regierung deshalb hohe Priorität. Die GIZ unterstützt dabei, die institutionellen Rahmenbedingungen für die (Fiskal)Dezentralisierung zu verbessern und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Regionen sowie die Mechanismen von staatlicher Kontrolle und Bürgerbeteiligung zu fördern.

Außerdem gilt es, mit einer spürbaren Friedensdividende – etwa Sicherheit und soziale Grundversorgung – vor allem für die Bevölkerungen der vom Konflikt besonders betroffenen Regionen Radikalisierungs- und Abspaltungstendenzen entgegenzuwirken.

Im Sektor Landwirtschaft unterstützt die GIZ die stärkere Nutzung der Kleinbewässerung, die gute Ernten auch in schlechten Regenjahren ermöglicht. Außerdem werden Frauen dabei gefördert, ihre Ernte sachgerecht weiterzuverarbeiten und zu vermarkten. Dieser Beitrag zu einer stabilen Lebensgrundlage, besonders auch im an die Nordregion anschließenden Niger-Binnendelta, wirkt sich zugleich positiv auf die gesellschaftliche Stabilität aus: Die Widerstandsfähigkeit der Menschen und des gesellschaftlichen Miteinanders in Krisen wird gestärkt – denn eine sichere wirtschaftliche Basis ist nicht zuletzt ein schlechter Nährboden für radikale Positionen.

Um die Lebensbedingungen der Bevölkerung Malis und den Zugang zu adäquater Trinkwasser- und Sanitärversorgung zu verbessern, berät die GIZ die zuständigen Ministerien zum Beispiel zum Nationalen Programm zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung. Dabei geht es vor allem auch darum, internationale Qualitätsstandards einzuhalten, so dass das Land künftig mehr Wasser in höherer Qualität bereitstellen kann. Betreiber werden professionalisiert, eine geregelte Aufsicht etabliert, die Zivilgesellschaft gefördert sowie die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure gefördert.

Die GIZ unterstützt in einem weiteren Programm den fragilen Friedensprozess, unter anderem durch partizipative Dialogansätze, die die Versöhnung innerhalb des Landes fördern, und kleine Projekte, die die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern. Sie fördert außerdem neu geschaffene Institutionen der malischen Friedensarchitektur wie das Versöhnungsministerium, die Wahrheitskommission und den Hohen Repräsentanten des Präsidenten für die Umsetzung des Friedensabkommens.

Weitere Aktionsfelder der GIZ in Mali umfassen u.a. die Anpassung an den Klimawandel, die kommunale Elektrifizierung und nachhaltige Rohstoffgovernance. Innerhalb einer Regionalkooperation mit der Afrikanischen Union unterstützt sie auch die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Mali und seinen Nachbarstaaten Burkina Faso, Niger, Guinea und Senegal.

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