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Mali

Deutschland gehört zu den wichtigsten Partnern Malis in der internationalen Zusammenarbeit. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1960 wird die Regierung Malis sowie Behörden, Gebietskörperschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und die Privatwirtschaft durch technische und finanzielle Zusammenarbeit unterstützt. Für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH sind derzeit 272 Beschäftigte vor Ort tätig.

Mali ist mehr als dreimal so groß wie Deutschland. Grundlegende staatliche Funktionen und Dienstleistungen landesweit zu sichern, die landwirtschaftliche Produktion krisenfest auszubauen und wirtschaftliches Wachstum voranzubringen sind große Herausforderungen in dem westafrikanischen Binnenland. Anfang 2012 stürzte die Republik in eine schwere politische und Sicherheitskrise; mit der Wahl einer zivilen Regierung im September 2013 verbesserte sich die Situation. Ein Abkommen für Frieden und Versöhnung in Mali zwischen der Regierung und verschiedenen bewaffneten Gruppen wurde im Juni 2015 verabschiedet.

Die GIZ arbeitet in Mali derzeit zu drei Schwerpunkten:

  • Dezentralisierung und gute Regierungsführung
  • Förderung einer produktiven und nachhaltigen Landwirtschaft
  • Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Klein- und Mittelstädten

Im Flächenstaat Mali sind soziale Grundversorgung – dazu gehören Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Energie – sowie die Entwicklung lokaler Demokratie nur im Rahmen einer kompetenten, bürgernahen Selbstverwaltung möglich. Durch den Ausbau dezentralisierter Basisdienstleistungenm haben malische Gemeinden, trotz angespannter Sicherheitslage, ihre Leistungsfähigkeit mit Unterstützung der GIZ stetig verbessert, und konnten so im Krisenjahr 2012 wesentlich zur Stabilisierung des Landes beitragen. In der andauernden Post-Konfliktsituation ist Dezentralisierung deshalb eine Priorität der malischen Regierung. Im Auftrag der Bundesregierung unterstützt die GIZ dabei, institutionelle Rahmenbedingungen dafür zu verbessern, die Fiskaldezentralisierung voranzutreiben, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Regionen zu fördern sowie die Mechanismen von staatlicher Kontrolle und Bürgerbeteiligung auszubauen.

In der Landwirtschaft unterstützt die GIZ die stärkere Nutzung der Kleinbewässerung, die gute Ernten auch in regenarmen Jahren ermöglicht. Außerdem werden Frauen darin aus- bzw. weitergebildet, ihre Ernte sachgerecht weiterzuverarbeiten und zu vermarkten – denn eine sichere wirtschaftliche Basis trägt zur gesellschaftlichen Stabilität auch in Krisenzeiten bei.

Weitere Aktionsfelder umfassen u.a. die Anpassung an den Klimawandel sowie Transparenz und gute Regierungsführung bei den öffentlichen Finanzen und in der Rohstoffbewirtschaftung. Innerhalb einer Regionalkooperation mit der Afrikanischen Union trägt die GIZ auch zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Mali und dem Nachbarstaat Burkina Faso sowie mit Guinea und dem Senegal bei.

Seit 2013 unterstützt die GIZ außerdem die neu geschaffenen Institutionen der malischen Friedensarchitektur. Dazu gehören das Versöhnungsministerium, der Hohe Repräsentant des Präsidenten für die Umsetzung des Friedensabkommens und die Wahrheitskommission. Sie arbeitet mit partizipativen Dialogansätzen an der Versöhnung innerhalb des Landes und schafft durch Mikroprojekte greifbare Friedensdividende für die Bevölkerungen der vom Konflikt besonders betroffenen Nordregionen. So wurden mit Hilfe der GIZ, Getreidespeicher einer Frauenkooperative rehabilitiert und im Raum Gao unterstützt die GIZ den Wiederaufbau von Sportstätten, die von Dschihadisten zerstört wurden.