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Mali

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit 1960 in Mali. Das GIZ-Büro befindet sich in der Hauptstadt Bamako. Aktuell arbeiten 308 nationale und 40 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine integrierte Fachkraft und sieben Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2018).

Große Herausforderungen liegen für die Republik Mali darin, die grundlegenden staatlichen Funktionen und Dienstleistungen landesweit zu sichern. Auch soll die Landwirtschaft resistenter gegen Dürre und extremes Wetter werden und wirtschaftliches Wachstum und staatliche Eigenfinanzierung vorangebracht werden. 

Auch die Sicherheitslage in Mali bleibt eine Herausforderung. 2012 kam es in der Hauptstadt Bamako zu einem Militärputsch, gleichzeitig besetzen separatistische Rebellen und islamistische Terrorgruppen drei nördliche Regionen. Internationale Bemühungen und die Unterzeichnung eines „Abkommens für Frieden und Versöhnung in Mali“ im Jahr 2015 entschärften die akute politische Krise, jedoch ist die Sicherheitslage weiterhin kritisch. In den nördlichen Regionen ist die staatliche Ordnung noch nicht wiederhergestellt, außerdem sind neue Konflikte ausgebrochen. Die Umsetzung des Friedensvertrags beinhaltet ebenfalls Hindernisse.

Die GIZ in Mali arbeitet derzeit zu drei Schwerpunkten:

  • Dezentralisierung und gute Regierungsführung
  • Förderung einer produktiven und nachhaltigen Landwirtschaft
  • Wasser- und Sanitärversorgung

Die Projekte und Programme in Mali werden hauptsächlich durch das das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Auswärtige Amt (AA) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) finanziert.

Um die staatlichen Funktionen nachhaltig zu stabilisieren, haben die Dezentralisierungsreformen hohe Priorität. Die GIZ fördert beispielsweise sie die Verbesserung des Finanzmanagements auf Provinz- und Gemeindeebene, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Regionen sowie staatliche Kontrolle und Bürgerbeteiligung.

In der Landwirtschaft unterstützt die GIZ die stärkere Nutzung der Kleinbewässerung, die gute Ernten auch in schlechten Regenjahren ermöglicht. Außerdem werden Frauen dabei gefördert, ihre Ernte sachgerecht weiterzuverarbeiten und zu vermarkten. Dieser Beitrag zu einer stabilen Lebensgrundlage, besonders auch im an die Nordregion anschließenden Niger-Binnendelta, wirkt sich positiv auf die gesellschaftliche Stabilität aus.

Um den Zugang zu adäquater Trinkwasser- und Sanitärversorgung zu verbessern, berät die GIZ die zuständigen Ministerien. Vor allem geht es darum, internationale Qualitätsstandards einzuhalten, so dass das Land künftig mehr Wasser in höherer Qualität bereitstellen kann. Unternehmen werden professionalisiert, eine geregelte Aufsicht etabliert, die Zivilgesellschaft gefördert sowie die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure gefördert.

Die GIZ unterstützt in einem weiteren Programm den fragilen Friedensprozess, unter anderem durch Dialogformate, die die Versöhnung innerhalb des Landes fördern. Sie fördert außerdem neu geschaffene Institutionen der malischen Friedensarchitektur wie das Versöhnungsministerium, die Wahrheitskommission und den Hohen Repräsentanten des Präsidenten für die Umsetzung des Friedensabkommens. 

Weitere Aktionsfelder der GIZ in Mali umfassen unter anderem. die Anpassung an den Klimawandel und die kommunale Elektrifizierung. Innerhalb einer Regionalkooperation mit der Afrikanischen Union unterstützt sie auch die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Mali und seinen Nachbarstaaten.

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