Nigeria

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Die internationale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Nigeria reicht zurück bis in das Jahr 1974. Die GIZ war bis 2003 zunächst durch ein Büro in Lagos vertreten. Seit 2004 befinden sich das Landesbüro und vier Projektbüros in der neuen Hauptstadt Abuja. Derzeit arbeiten circa 25 Auslandsmitarbeiter, 100 nigerianische und regionale Fachkräfte sowie 4 CIM-Fachkräften im Land.

Nigeria ist die größte Volkswirtschaft Afrikas und mit 175 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land des Kontinents. Mit einer jungen, motivierten und wachsenden Bevölkerung, umfangreichen natürlichen Ressourcen, und einer zunehmenden Diversifikation der Wirtschaft ist Nigeria nicht nur eine Regionalmacht, sondern eine an Bedeutung gewinnende Gestaltungsmacht auf dem afrikanischen Kontinent und in der Welt. Das Land steht allerdings vor großen Herausforderungen: Die beachtlichen Erträge aus der Erdölförderung hatten bisher kaum armutsreduzierende Wirkung. Immer noch leben mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in extremer Armut und es herrscht hohe Arbeitslosigkeit. Die Förderung nachhaltiger wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung wird erschwert durch Korruption sowie die regionalen, ethnischen, religiösen und sozialen Unterschiede und die damit einhergehenden Konflikte, die teilweise in Anschläge und Ausschreitungen münden.

Entsprechend den Vereinbarungen zwischen der nigerianischen und der deutschen Regierung konzentrieren sich die Aktivitäten der GIZ seit 2002 auf den Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Darüber hinaus ist die GIZ in den Bereichen Energie, Landwirtschaft und regionale Integration tätig.

Das Programm „Breitenwirksame Wachstums- und Beschäftigungsförderung in Nigeria“ unterstützt kleinste, kleine und mittlere Unternehmen, um gewinnbringende Beschäftigung und den Zugang zu Finanzdienstleistungen zu verbessern. Zurzeit ist das Vorhaben in Abuja und den Bundesstaaten Niger, Ogun und Plateau aktiv.

Die nigerianische und die deutsche Regierung arbeiten zudem im Energiesektor zusammen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ die nigerianischen Partner insbesondere in den Bereichen ländliche Elektrifizierung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Das Vorhaben trägt auch zum Erfolg der bestehenden deutsch-nigerianischen Energiepartnerschaft bei.

Die in Abuja ansässige ECOWAS-Kommission (Economic Community of West African States) wird durch die GIZ in der Steuerung, Umsetzung und im Monitoring von Beschlüssen der ECOWAS in den Bereichen Wirtschafts- und Handelspolitik sowie Friedens- und Sicherheitspolitik gestärkt.

Darüber hinaus sind zwei regionale Programme mit agrarwirtschaftlicher Ausrichtung in Nigeria aktiv. Das Vorhaben „Förderung der afrikanischen Reiswertschöpfungskette“ sowie das Vorhaben „Förderung der marktorientierten kleinbäuerlichen Landwirtschaft“ haben zum Ziel, die Einkommens- und Ernährungssituation einkommensschwacher Bauern in Nigeria und weiteren Ländern Westafrikas nachhaltig zu verbessern.

Ein besonderes Merkmal der GIZ in Nigeria sind die umfangreichen Kofinanzierungen, vor allem durch die Europäische Union (EU) und die Bill & Melinda Gates Stiftung. Durch diese zusätzlichen Mittel werden die Vorhaben im Auftrag des BMZ ausgeweitet und intensiviert und damit die Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Nigeria verstärkt.

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Landesdirektor
Thomas Kirsch
E-Mail: giz-nigeria@giz.de


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4, Julius Nyerere Crescent, Abuja
Abuja, Nigeria
Telefon: +234 805 529 9996
E-Mail: giz-nigeria@giz.de





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