Nigeria Flagge
Nigeria Karte
  • LÄNDLICHE ENTWICKLUNG
  • NACHHALTIGE INFRASTRUKTUR
  • SICHERHEIT, WIEDERAUFBAU, FRIEDEN
  • SOZIALE ENTWICKLUNG
  • WIRTSCHAFT UND BESCHÄFTIGUNG

Nigeria

Die GIZ ist seit 1974 in Nigeria aktiv. Seit 2004 unterhält die GIZ ein Landesbüro in der Hauptstadt Abuja. Aktuell arbeiten 308 nationale und 56 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 4 integrierte Fachkräfte in dem Land (Stand 31.12.2018).

Mit über 190 Millionen Einwohnern stellt Nigeria nahezu die Hälfte der westafrikanischen Bevölkerung. Die nigerianische Volkswirtschaft ist weitgehend von den Einnahmen aus der Erdölproduktion abhängig. In den vergangenen Jahren haben sinkende Ölpreise, Konflikte innerhalb des Landes und die Abwertung der Landeswährung zu einer Rezession geführt. Obwohl sich Nigeria langsam von dem Konjunkturabschwung erholt, ist das Land von einem inklusiven Wirtschaftswachstum noch weit entfernt. Immer noch leben mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in extremer Armut. Mangelnder Zugang zur sozialen Grundversorgung, zu Schul- und Berufsausbildung sowie eine hohe Arbeitslosigkeit zählen nach wie vor zu den großen Herausforderungen. Gleichzeitig kommt die größte Einzelgruppe der irregulären afrikanischen Migranten in Europa aus Nigeria. Allein in Deutschland bilden Nigerianer die drittgrößte Gruppe der Asylantragsteller. Weitere große Probleme des Landes entstehen durch die zahlreichen Stromausfälle, wodurch über die Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu einer zuverlässigen Stromversorgung hat. 

Die GIZ ist in Nigeria im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Auswärtigen Amt aktiv. Weitere Partner sind die Europäische Union (EU) im Bereich Sicherheit, Wiederaufbau und Frieden sowie die Bill & Melinda Gates Stiftung im Bereich der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten. Schwerpunkte sind:

  • Wirtschaft und Beschäftigung
  • Ländliche Entwicklung und Agrarwirtschaft
  • Sicherheit, Wiederaufbau, Frieden
  • Staat und Demokratie

Im Schwerpunktbereich wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung setzt sich die GIZ für eine höhere Beschäftigungsquote und die Förderung der Erwerbsarbeit ein, und sie möchte kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglichen. Mit Maßnahmen zur nachfrageorientierten Berufsausbildung unterstützt die GIZ ihre Partner dabei, die Ausbildungsprogramme an den Bedarf auf dem Arbeitsmarkt anzupassen. Durch die Förderung der BMZ-Initiative „Digitales Afrika“ werden günstige Rahmenbedingungen für junge Technologie-Unternehmer geschaffen. An sämtlichen Stationen der verschiedenen landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten setzt sich die GIZ weiterhin für die Förderung von Einkommen, Beschäftigung und Ernährungssicherheit der Kleinbauern ein.

Darüber hinaus berät die GIZ sowohl zurückkehrende Migranten als auch die lokale Bevölkerung bei Fragen der Migration und Reintegration. Außerdem führt sie Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitsmarktfähigkeit durch, die auch die Vermittlung gezielter Kompetenzförderung für den Arbeitsmarkt und die Unternehmerausbildung umfassen.

Zur Überwindung des Problems der unzuverlässigen Stromversorgung werden Beratungsleistungen angeboten, um bessere Rahmenbedingungen für den Zugang zu, die Nutzung von und Investitionen in Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und die Elektrifizierung ländlicher Gebiete zu schaffen. Dies umfasst auch das Ziel, 100.000 Bewohnern ländlicher Gebiete den Zugang zu einer stabileren Stromversorgung durch Solarenergie zu ermöglichen.

Nach den verheerenden Auswirkungen des Boko-Haram-Aufstands unterstützt die GIZ weiterhin den Nordosten des Landes durch die Verbesserung der Lebensbedingungen der Binnenflüchtlinge und Aufnahmegemeinschaften. Darüber hinaus ist die GIZ am Kapazitätsaufbau bei den nationalen Polizeikräften und den Einwanderungsbehörden beteiligt, damit diese zu mehr Frieden und Sicherheit beitragen. 
Im Bereich Governance fördert die GIZ den Kapazitätsaufbau in der Obersten Rechnungskontrollbehörde Nigerias in Bezug auf die Entwicklung und Umsetzung einer IT-Audit-Strategie. Das Civil Society Legislative Advocacy Centre (CISLAC) wird unterstützt und wurde mittlerweile als nigerianische Gruppe von Transparency International anerkannt. 

Auf regionaler Ebene stärkt die GIZ die ECOWAS-Kommission (Economic Community of West African States) in den Bereichen Organisationsentwicklung, Handels- und Zollpolitik, Friedens- und Sicherheitspolitik sowie bei der Notfallvorsorge für Pandemien und bei Maßnahmen im Zusammenhang mit der Grenzverwaltung und grenzübergreifender Zusammenarbeit. 

Downloads

Die GIZ in Nigeria

Projekte und Programme

Projektevaluierungen

GIZ-Magazin akzente

Goldener Reis

akzente-Interview

Taiwo Olawale über Reisanbau im Norden Nigerias

Unsere Referenzen

Mehr Einkommen für Reisbauern in Nigeria