Nigeria

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Die internationale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Nigeria reicht zurück bis in das Jahr 1974. Seit 2004 unterhält die GIZ ein Landesbüro in der Hauptstadt Abuja. Derzeit arbeiten 37 entsandte Fachkräfte, 187 nigerianische und regionale Fachkräfte sowie 4 integrierte Fachkräfte für die GIZ in dem Land.

Nigeria ist die größte Volkswirtschaft Afrikas. Mit mehr als 177 Millionen Einwohnern, umfangreichen natürlichen Ressourcen und einer zunehmenden Diversifikation der Wirtschaft ist Nigeria nicht nur eine Regionalmacht, sondern eine an Bedeutung gewinnende Gestaltungsmacht auf dem afrikanischen Kontinent und in der Welt. Das Land steht allerdings vor großen Herausforderungen: Die beachtlichen Erträge aus der Erdölförderung hatten bisher kaum armutsreduzierende Wirkung. Immer noch leben mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in extremer Armut. Aktuell geben fallende Ölpreise, die Abwertung der Landeswährung und die nur langsame Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die steigende Inflation weiterhin großen Anlass zu Besorgnis.

Entsprechend den Vereinbarungen zwischen der nigerianischen und der deutschen Regierung konzentriert sich die GIZ in ihrer Tätigkeit seit 2002 auf die Schwerpunkte Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Energie. Mit dem Programm „Breitenwirksame Wachstums- und Beschäftigungsförderung in Nigeria“ (SEDIN) soll die gewinnbringende Beschäftigung in kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen vorangetrieben und der Zugang zu Finanzdienstleistungen verbessert werden. Zurzeit ist das Vorhaben in Abuja und den Bundesstaaten Niger, Ogun und Plateau aktiv.

Im Rahmen des Schwerpunkts Energie berät die GIZ die nigerianischen Partner in Bezug auf die Verbesserung von Rahmenbedingungen, Zugang, Nutzung und Investitionen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Elektrifizierung ländlicher Gebiete.

Darüber hinaus ist die GIZ in den Bereichen Bildung, Sicherheit, Landwirtschaft und Regionale Integration tätig. Neben einem Programm zur Unterstützung der nationalen Polizeistrukturen trägt die GIZ zur Initiative Sichere Schule der nigerianischen Regierung bei, durch die Schülern, die vom Aufstand im Nordosten des Landes betroffen sind, der Unterricht ermöglicht werden soll.

Die GIZ unterstützt die nigerianische Komponente eines globalen Programms, das zum Ziel hat, die Einkommens-, Beschäftigungs- und Ernährungssituation in der Landwirtschaft zu verbessern.

Auf regionaler Ebene stärkt die GIZ die ECOWAS-Kommission (Economic Community of West African States) in den Bereichen Organisationsentwicklung, Handels- und Zollpolitik sowie Friedens- und Sicherheitspolitik. Durch zwei regionale Programme werden die Wettbewerbsfähigkeit und der Marktzugang kleiner Reis- und Kakaobauern gefördert, wodurch sich erhebliche Verbesserungen der Existenzgrundlage und Ernährungssicherheit einkommensschwacher Landwirte ergeben.

Ein besonderes Merkmal der GIZ in Nigeria sind die umfangreichen Kofinanzierungen, vor allem durch die Europäische Union (EU) und die Bill & Melinda Gates Foundation. Durch diese zusätzlichen Mittel werden die aktiven Vorhaben ausgeweitet und intensiviert, wodurch sich die Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Nigeria verstärkt.

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E-Mail: giz-nigeria@giz.de


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E-Mail: giz-nigeria@giz.de





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