Kolumbien

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Seit 1965 ist die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kolumbien tätig; seit 2008 auch im Auftrag des Auswärtigen Amtes (AA) und seit 2012 im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

In Kolumbien sind insgesamt etwa 130 zum großen Teil kolumbianische und deutsche Fachkräfte, unter ihnen sechs integrierte CIM-Fachkräfte, für die GIZ tätig.

Kolumbien ist die viertgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas. Klassifiziert als Schwellenland und Land gehobener mittlerer Einkommen bewirbt sich Kolumbien um Aufnahme in die OECD und hat Zugang zum internationalen Kapitalmarkt.

Nicht alle Bevölkerungsgruppen profitieren jedoch gleichermaßen von der wirtschaftlichen Lage. Das rohstoffreiche Land steht weiterhin vor großen innenpolitischen und auch wirtschaftlichen Herausforderungen: Klärung von Landbesitzverhältnissen, Menschenrechtssituation, Binnenvertreibung und die innere Sicherheitslage sind zentrale Themen.

Mangelnde Sicherheit behindert in weiten Teilen des Landes die Nutzung der natürlichen Ressourcen und die Entwicklung der Infrastruktur. Die größten sozialen und wirtschaftlichen Probleme gibt es deshalb in diesen Konfliktzonen. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Guerilla, kriminellen Banden und Staat verstärken die Hauptursachen des Konflikts, Armut und ungleiche Vermögensverteilung, und schwächen den Staat.

Mit einer neuen Schwerpunktsetzung auf sozialen Ausgleich wurden unter Staatspräsident Santos seit August 2010 viele Reformprozesse eingeleitet und günstigere Rahmenbedingungen geschaffen, um die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes zu bewältigen.

Positive Entwicklungen und günstige Prognosen zeichnen sich ab. Die Sicherheitslage hat sich verbessert. Es herrscht ein positives Investitionsklima mit steigenden Auslandsinvestitionen und wachsendem Tourismus, vor allem in Gebieten mit verbesserter Sicherheitslage. Dadurch wurden die wirtschaftlichen Rahmendaten stabiler; das bedeutet beispielsweise gesunkene Inflation, steigendes Bruttoinlandsprodukt (BIP), geringere Arbeitslosenquote.

Die deutsche internationale Zusammenarbeit knüpft an vorhandene Potenziale und Entwicklungsstrategien an und stimmt sich eng mit der kolumbianischen Regierung ab. Partner der GIZ sind staatliche Institutionen und Regierungsstellen, Organisationen der Privatwirtschaft und Nichtregierungsorganisationen. Die GIZ unterstützt die Vorhaben der kolumbianischen Partner in drei Schwerpunkten:

  1. Friedensentwicklung, Krisenprävention. Förderung von Maßnahmen zu Rechtsstaatlichkeit, Transitionsjustiz, Friedensförderung, Gewaltprävention
  2. Umweltpolitik, Schutz und Nutzung der natürlichen Ressourcen. Förderung von Maßnahmen zu Schutz und rationaler Nutzung der natürlichen Ressourcen, zur Prävention von Naturkatastrophen und zur Anpassung an den Klimawandel
  3. Nachhaltige Wirtschaftsförderung. Dieser Schwerpunkt wurde bei den Regierungsverhandlungen 2012 vereinbart.

Die schwedische Regierung finanziert über die GIZ die friedenstiftenden Bemühungen der kolumbianischen Privatwirtschaft. Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft führt die GIZ mit der Hotelkette GHL und der Bavaria Bierbrauerei in Kolumbien durch.

Um Geschäftspotenziale in Lateinamerika besser erschließen zu können, hat GIZ International Services, Partner für internationale Auftraggeber, einen Sitz in Bogotá, Kolumbien.

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