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Kolumbien

Deutschland und Kolumbien blicken auf eine über fünfzigjährige Zusammenarbeit zurück. Aktuell arbeiten 125 nationale und 15 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 3 integrierte Fachkräfte und 2 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017).

Das Schwellenland Kolumbien ist die drittgrößte Wirtschaftsnation Lateinamerikas. 2013 nahm das Land Beitrittsgespräche mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf. Mit einer neuen Schwerpunktsetzung auf sozialen Ausgleich wurden unter Staatspräsident Santos seit 2010 viele Reformprozesse eingeleitet und günstigere Rahmenbedingungen geschaffen, um die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes zu bewältigen. Der Abschluss des Friedensabkommens mit der Guerillagruppe FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) im November 2016 und seine Umsetzung, die auf die Entwicklung der vom Konflikt gezeichneten Regionen des Landes abzielt, sind eine zentrale Weichenstellung für die Zukunft Kolumbiens.

Kolumbien hat sich in vielerlei Hinsicht positiv entwickelt. Inzwischen hat sich die Sicherheitslage im Land verbessert, Auslandsinvestitionen stärken zunehmend die Wirtschaft und der Tourismus wächst vor allem in Gebieten mit stabiler Sicherheitslage. Die Inflation sinkt ebenso wie die Arbeitslosenquote, während das Bruttoinlandsprodukt steigt.

Dennoch: Kolumbien ist ein Land der Gegensätze. Immer noch herrscht extreme Ungleichheit zwischen Stadt und Land. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen diversen Guerrillagruppen, kriminellen Banden und dem Staat haben bis heute zu etwa acht Millionen Binnenvertriebenen geführt. Außerdem sind weite Landesteile von den Folgen des Klimawandels betroffen.

Kolumbien spielt eine große Rolle beim globalen Klima- und Umweltschutz und ist wichtiger Partner bei der Agenda 2030 und den Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen. Nicht zuletzt, weil Kolumbien im weltweiten Vergleich das Land mit der drittgrößten Artenvielfalt ist. Etwa 15 Prozent des nationalen Territoriums stehen unter Naturschutz.

Die GIZ arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kolumbien vor allem zu den Schwerpunkten:

  • Friedensentwicklung, Krisenprävention: Rechtsstaatlichkeit, Übergangsjustiz, Friedensförderung, Gewaltprävention
  • Umweltpolitik und -schutz: Ressourcen- und Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Prävention von Naturkatastrophen
  • Nachhaltige Wirtschaftsförderung: wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum, Entwicklung „grüner“ Produkte und Geschäftsmodelle
LandkarteProgrammeGIZKolumbien_08_2018_DE

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) führt die GIZ in Kolumbien Vorhaben durch, die aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) finanziert werden. Seit Oktober 2016 unterstützt die GIZ die Friedensbemühungen der kolumbianischen Regierung auch im Auftrag der Europäischen Union, die sich finanziell am BMZ-finanzierten Friedensprogramm beteiligt.

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