Ecuador

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Die GIZ ist seit 1962 in Ecuador tätig. Es arbeiten derzeit 10 entsandte und gut 60 nationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ecuador, zudem 13 Entwicklungshelferinnen und -helfer sowie 9 Integrierte Fachkräfte.

2014 wurde zwischen der ecuadorianischen und der deutschen Regierung vereinbart, den Schwerpunkt der Zusammenarbeit im Land auf zwei Themen zu setzen:

  1. Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen
  2. Öffentliche Verwaltung und Wirtschaftsreform
Die GIZ führt im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Bereich Umwelt das Programm „Biodiversität, Klimawandel und nachhaltige Entwicklung natürlicher Ressourcen“ (PROCAMBIO) sowie zusammen mit der KfW Entwicklungsbank ein Programm zum Wald- und Biodiversitätserhalt und zur Minderung und Anpassung an den Klimawandel durch.

Darüber hinaus gibt es eine ecuadorianisch-deutsche Kooperation im Programm zur „Stärkung guter Regierungsführung“ (BUEN GOBIERNO). Die Vorhaben kooperieren eng mit ihrem jeweiligen politischen Partner, dem Umweltministerium beziehungsweise dem Nationalen Sekretariat für Planung und Entwicklung.

Ecuador gehört zu den Ländern mit der größten biologischen Vielfalt. Die 44 Schutzgebiete im Land umfassen derzeit knapp 19 Prozent der gesamten Landesfläche. Auch ist in den vergangenen Jahren beim Ausbau des Naturschutzes viel erreicht worden: So konnte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern und durch die technische Beratung der GIZ im Süden Ecuadors das erste kommunale Schutzgebiet Ecuadors, „Siete Iglesias“, eingerichtet werden. Es hat eine Größe von 16.050 Hektar.

Gleichzeitig werden in Ecuador allerdings ungefähr 200.000 Hektar Wald im Jahr zerstört. Ursachen sind unter anderem die hohe Abhängigkeit des Landes von Rohstoffen sowie die wirtschaftliche Situation der armen Bevölkerung. Die Zivilgesellschaft sowie Provinz- und Gemeindeverwaltungen sind zudem in vielen Fällen nicht ausreichend an Entscheidungsprozessen zum Schutz von natürlichen Ressourcen beteiligt. Es fehlen immer noch genügend wirtschaftlich rentable und ökologisch angepasste Produktions-, und Vermarktungssysteme, die nicht nur zur Erhaltung der Biodiversität, sondern auch zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung beitragen.

2008 trat eine neue ecuadorianische Verfassung in Kraft, die die Bürgerrechte erweitert und den Rahmen für einen dezentralisierten, demokratischen Staatsaufbau liefert. Dabei setzt Ecuadors Regierung an den zentralen Problemen des Landes an: Sie stärkt die staatlichen Handlungskapazitäten und verfolgt eine aktive Sozial- und Wirtschaftspolitik. Die Ziele sind Armutsbekämpfung und Wirtschaftswachstum. Mit Unterstützung der GIZ wurden in den Bereichen Verwaltungsstruktur, Fiskalmanagement und Dezentralisierung konzeptionelle Beiträge in die Verfassungsdebatte aufgenommen. Um eine partizipative Demokratie im Sinne der neuen Verfassung zu stärken, sollen demokratische Verhandlungsprozesse gefördert werden, die möglichst allen gesellschaftlichen Gruppen Beteiligungs- und Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Das Ziel der ecuadorianisch-deutschen Kooperation besteht weiterhin darin, die Verwaltungskompetenzen von Städten und Gemeinden und die Prinzipien Guter Regierungsführung zu stärken und institutionell zu verankern.

Zahlreiche weitere Vorhaben arbeiten in Ecuador: So unterstützt das Vorhaben "Stärkung indigener Organisationen in Lateinamerika“ PROINDIGENA, den Dialog zwischen indigenen und staatlichen Organisationen. Das Vorhaben „Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika“ (ComVoMujer) setzt sich für die Prävention der Gewalt gegen Frauen in der Region ein. Für die Europäische Kommission führt die GIZ das Programm „Schutz der Menschenrechte in Migrationssituationen (PRODEM)“ durch, das die Menschenrechte im Bereich Migration und Asyl in der Grenzregion zu Kolumbien stärkt.

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