Südsudan

Karte Südsudan

Die GIZ ist mit Unterbrechungen seit den 1970er Jahren auf dem Gebiet des heutigen Südsudan tätig. Im Jahr 2004 nahm sie ihre Arbeit wieder auf und arbeitete im Auftrag des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen an der Verbesserung der Straßeninfrastruktur. Mit Abschluss des Friedensabkommens Comprehensive Peace Agreement (CPA) wurde seit 2005, in Zusammenarbeit mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), mehr als 100.000 Flüchtlingen die Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht.

Seit 2010 ist das Koordinierungsbüro der GIZ in der Hauptstadt Dschuba etabliert. Zurzeit sind 19 entsandte Fachkräfte und 128 nationale Mitarbeiter im Südsudan tätig.

Der Südsudan ist fast doppelt so groß wie Deutschland und hat nach aktuellen Schätzungen rund 11 Millionen Einwohner. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre, circa 50 Prozent leben unter der Armutsgrenze und sind stark von Hunger bedroht. Nur etwa ein Viertel der Bevölkerung kann lesen und schreiben.

Der Südsudan zählt zu den fragilen Staaten und wurde nach jahrzehntelangen Bürgerkriegen im Juli 2011 vom Sudan unabhängig. Im Dezember 2013 begann erneut ein gewaltsam ausgetragener Konflikt, der bis heute andauert und bereits tausende Menschenleben gekostet hat. Dabei mussten etwa 2 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Diese andauernden Auseinandersetzungen haben den jungen Staat in manchen der erreichten Entwicklungserfolge wieder zurückgeworfen. Besonders die mangelnde Infrastruktur, das niedrige Ausbildungsniveau sowie hohe Kosten für Güter und Dienstleistungen, stellen die lokale Wirtschaft vor große Herausforderungen. Gleichzeitig ist auch die Regierung mit anspruchsvollen Aufgaben konfrontiert. Insbesondere gilt es die notwendigen Verwaltungsstrukturen, fachliche Kompetenzen sowie regulative und legale Rahmenbedingungen aufzubauen. Zudem muss die Bevölkerung Zugang zu den Basisdienstleistungen wie Bildung und Gesundheit erhalten.

2007 nahm die GIZ im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) pilothaft die Beratung der Regierung im Bereich der Verwaltungsreform auf. Das Auswärtige Amt (AA) beauftragte ab 2008 den Aufbau von Kommunikationssystemen der südsudanesischen Polizei. Später erweiterte sich der GIZ-Auftrag auf den städtischen Wasser- und Sanitärsektor und den Ernährungssicherungsbereich.

Die ersten Regierungsverhandlungen zwischen Deutschland und dem Südsudan fanden 2013 statt. Seitdem umfassen die Kooperationsschwerpunkte drei Sektoren:
  • Ernährungssicherung und Entwicklung landwirtschaftlicher Märkte
  • Städtischer Wasser- und Sanitärsektor, sowie
  • Dezentralisierung und Rechenschaftslegung.

Darüber hinaus ist in der gegenwärtigen Konfliktsituation die Unterstützung von Binnenvertriebenen, Rückkehrenden sowie den aufnehmenden Gemeinden von besonderer Bedeutung.

Die GIZ ist im Auftrag des BMZ mit zwei Vorhaben der Übergangshilfe im Westen und Nordwesten des Landes sowie einem Programm der Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren“ in zwei Verwaltungsgebieten aktiv. Das AA fördert den Aufbau eines sogenannten Emergency Call Centers, um den Schutz der Zivilbevölkerung zu verbessern.

Der Hauptauftraggeber der GIZ im Südsudan ist das BMZ. Das britische Department for International Development (DFID), das australische Department for Foreign Affairs and Trade (DFAT) und die Europäische Union (EU) leisten finanzielle Beiträge zum Ernährungssicherungs-Programm.

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