Ruanda

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Die GIZ ist seit über 40 Jahren in Ruanda tätig und seit 1999 mit einem Büro vertreten. Derzeit sind 18 Auslandsmitarbeiter, 26 Entwicklungshelfer, 2 Entwicklungsstipendiaten, 74 Nationale Mitarbeiter, 1 Mitarbeiter einer Consulting Firma (Unterauftragnehmer) und 15 weltwärts-Freiwillige in Ruanda aktiv. Mitarbeiter in Partnerorganisationen sind 6 entsandte und 18 einheimische Fachkräfte.

Ruanda ist eines der kleinsten und das am dichtesten besiedelte Land im Herzen Afrikas, das 1962 seine Unabhängigkeit von Belgien erhielt. Die ruandische Geschichte ist von Konflikten gekennzeichnet. Seit 1959 kam es immer wieder zu Gewalttaten gegen die Volksgruppe der Tutsi, es gab Tote und Flüchtlinge ohne Rückkehrrecht. Der Angriff der aus Exilruandern bestehenden Rwandese Patriotic Front (RPF) im Oktober 1990 ist vor diesem Hintergrund zu sehen. Ihm folgten Bürgerkrieg und Massaker, die im Genozid gegen die Tutsi im Jahr 1994 gipfelten. Innerhalb von 100 Tagen wurden rund eine Million Menschen, Tutsis, Twa und moderate Hutus, brutal ermordet. Der Genozid wurde mit der Machtübernahme durch die RPF beendet. Es folgten schwierige Jahre der Rückführung von fast vier Millionen Menschen, die intern vertrieben oder ins Ausland geflüchtet waren, verbunden mit internen Sicherheitsproblemen, regionalen Konflikten und Kampfhandlungen, bevor Regierung und Militär die innere Ordnung und Sicherheit herstellen konnten.

Die nach dem Völkermord gebildete Übergangsregierung führte zahlreiche Reformen durch, die das Land stabilisierten. Seit 2003 finden Wahlen statt. Über die Hälfte der ruandischen Parlamentarier sind Frauen. Das rohstoffarme Ruanda wird voraussichtlich die meisten Millenniumsentwicklungsziele erreichen. Bemerkenswerte Erfolge sind bei Gesundheitsversorgung, Ernährungssicherung und Grundschulbildung zu verzeichnen. Dank seiner Nulltoleranzstrategie beim Kampf gegen die Korruption steht Ruanda laut Transparency International an viertbester Stelle in Afrika und auf dem 49. Platz weltweit. Trotz zahlreicher Fortschritte leben jedoch 56,9 Prozent der Bevölkerung von weniger als 1 US-Dollar am Tag und die Lebenserwartung beträgt nur 51 Jahre. Mit 2,7 Prozent jährlich ist die Bevölkerungswachstumsrate weiterhin hoch.

Direkt nach dem Genozid nahmen die beiden Vorgängerorganisationen der GIZ ab September 1994 als eine der ersten internationalen Organisationen ihre Arbeit wieder auf. Seit 2000 ist Ruanda ein Schwerpunktland der deutschen bilateralen Zusammenarbeit mit zwei Schwerpunkten:

  • Good Governance
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Die GIZ unterstützt wirtschaftliche Entwicklung und die Bildung von Humankapital, die Festigung demokratischer Strukturen und die Etablierung eines nachhaltigen Friedens. Die Dienstleistungen der GIZ bestehen vor allem aus der Entwicklung von Kompetenzen, Ressourcen und Leistungsfähigkeit (Capacity Development).

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