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Malawi

Die GIZ arbeitet seit mehr als 30 Jahren im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Malawi und ist seit 1998 mit einem Büro in Lilongwe vertreten. Malawi ist ein Schwerpunktpartnerland für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit, die das Ziel hat, einen Beitrag zur Armutsbekämpfung sowie zu inklusivem und nachhaltigem Wachstum zu leisten. Aktuell arbeiten 154 nationale und 46 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 10 integrierte Fachkräfte und 17 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2018).

Gemäß der 1995 verabschiedeten Verfassung ist Malawi eine Präsidialrepublik mit einem Mehrparteiensystem. Seit 1995 wurden fünf Regierungen gewählt. 

Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 283 EUR (Weltbank 2017) ist Malawi eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt und belegt im Länderindex für menschliche Entwicklung der Vereinten Nationen Platz 171 von 188 (Stand 2017). Malawi hat rund 17,5 Mio. Einwohner und weist ein rasantes Bevölkerungswachstum auf, das das Land vor große Probleme in Bezug auf die Ernährungssicherheit und die Bereitstellung von sozialen Dienstleistungen stellt. Weitere Hindernisse, die die Entwicklung des Landes bremsen, sind die ungleiche Einkommensverteilung, der schlechte Zugang zu Bildung und Leistungen der medizinischen Grundversorgung, eine sehr hohe Prävalenz von HIV/AIDS, die hohe Abhängigkeit vom Regenfeldbau, der fehlende Zugang zu Energie, der Klimawandel sowie eine gering entwickelte Privatwirtschaft.

Die derzeitige Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Armut zu bekämpfen und verfolgt dazu eine breit angelegte Politik zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung. Alle Entwicklungsmaßnahmen beruhen auf der Malawi Growth and Development Strategy (MDGS) III (III. Strategie für Wachstum und Entwicklung in Malawi). Die GIZ arbeitet mit lokalen und internationalen Partnern an der Minderung der Armut, der langfristigen Verbesserung von Grundbildung und Gesundheitsversorgung sowie an der Förderung der Privatwirtschaft.
Die deutsch-malawische Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich derzeit auf den ländlichen Raum und folgende Sektoren:

  • Gesundheit und Gesundheitswesen
  • Entwicklung der Privatwirtschaft
  • öffentliche Finanzen und soziale Sicherheit

Derzeit steht die Stärkung des Gesundheitssystems für Mütter und Neugeborene im Mittelpunkt der deutschen EZ, was ausreichend ist. Die Komponente Health Sector Reforms (Reform des Gesundheitssektors) treibt zusammen mit dem Ministerium für Gesundheit und Bevölkerung (Ministry of Health and Population – MoHP) die Dezentralisierung des Sektors, die Modernisierung der Zentralkrankenhäuser sowie der Finanzierung des Gesundheitssystems voran. Die Komponente Quality Management (Qualitätsmanagement) unterstützt die jeweils zuständigen Referate des MoHP bei der Umsetzung von nationalen Politiken und Strategien in den Bereichen Qualität, Datenmanagement und Datennutzung sowie jugendfreundliche Gesundheitsdienstleistungen. Die Komponente Human Resourses for Health (Personal für das Gesundheitswesen) wiederum unterstützt das MoHP und andere relevante Institutionen bei der Verbesserung der Aus- und Weiterbildung des Personals im Gesundheitswesen. 

Das wichtigste Ziel im Bereich der Entwicklung des Bildungssektors besteht in einer Verbesserung der Grundschullehrerausbildung sowie der Entwicklung der Kapazitäten der Dozenten, die an den pädagogischen Hochschulen des Landes lehren. Außerdem soll das MoHP bei der Einführung von überarbeiteten Lehrplänen für die Grundschulen und selbst entwickelten Programmen für eine Schulspeisung unterstützt werden.   
Die Tätigkeit der Privatwirtschaft führt zu einer höheren Produktivität und einer Steigerung der Einkommen der malawischen Kleinbauern und schafft dadurch mehr Beschäftigung im Agrar- und Ernährungssektor. Dies wiederum erhöht die Ernährungssicherheit, fördert die Entwicklung von Wertschöpfungsketten und gewährleistet, dass den Bauern im Rahmen der Farmer Field Schools (FFS) Fachwissen, wichtige Innovationen und Technologien zur Verfügung gestellt werden.

Die GIZ arbeitet im Auftrag des BMZ auch auf dem Gebiet der öffentlichen Finanzverwaltung und der Sozialversicherung. 

Die Strategie der deutschen EZ in Malawi konzentriert sich auf die Kapazitätsentwicklung bei den Institutionen der öffentlichen Finanz- und Wirtschaftsverwaltung, damit diese ihre Aufgaben ebenso effizient wie verantwortungsvoll und transparent durchführen können. Die deutsche Technische Zusammenarbeit unterstützt die Institutionen in allen Phasen des Haushaltszyklus der öffentlichen Finanzverwaltung, von der Budgetplanung und -prognose über die Budgetumsetzung bis hin zur Beaufsichtigung und Kontrolle durch interne und externe Stellen.

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