Pakistan

Karte Pakistan

Seit über 54 Jahren besteht die Partnerschaft in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Pakistan. Mit der Unterzeichnung des bilateralen Abkommens 1972 ist die GIZ in Pakistan für die Bundesregierung tätig, vor allem für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Auswärtige Amt (AA). Seit 1990 ist die GIZ mit einem Landesbüro vor Ort vertreten. Mit derzeit insgesamt 16 Projekten und Programmen ist das Portfolio in Pakistan eines der größten der GIZ weltweit.

Aktuell sind rund 60 internationale und über 380 nationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GIZ sowie zwei CIM-Fachkräfte in Pakistan beschäftigt.

Trotz vieler Potenziale ist Pakistan mit zahlreichen sozioökonomischen und politischen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen eine hohe Analphabetenrate, der fehlende Zugang zu Bildung und Gesundheitseinrichtungen, eine nur schwach ausgeprägte politische Teilhabe sowie eine hohe Arbeitslosigkeit und weitverbreitete Armut. Frauen und Mädchen sind wirtschaftlich, sozial und politisch im besonderen Maße benachteiligt.

Der Raubbau an natürlichen Ressourcen, eine unzureichende Infrastruktur, niedrige Steuereinnahmen und weiter zunehmende Defizite in der Energieversorgung stellen wesentliche Entwicklungshemmnisse dar. Erschwerend kommen fehlende Transport- und Lagerkapazitäten hinzu, die insbesondere in der Landwirtschaft zu hohen Verlusten führen.

Gute Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit und zuverlässige staatliche Dienstleistungen, die auch den einkommensschwachen, ärmeren Bevölkerungsschichten zugutekommen, sind nach wie vor große Herausforderungen. Die Leistungsfähigkeit der Institutionen auf staatlicher Ebene und in den Provinzen ist noch nicht ausreichend für eine nachhaltige Entwicklung. Die Entwicklungsbemühungen werden zudem erschwert durch anhaltende Probleme im Bereich der öffentlichen Sicherheit - beispielsweise bedingt durch religiös motivierten Extremismus - sowie Naturkatastrophen.

Der geografische Fokus der deutschen internationalen Zusammenarbeit mit Pakistan ist die im Nordwesten des Landes gelegene Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Die Arbeit der GIZ konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Gute Regierungsführung
  • Grund – und Berufsbildung
  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
  • Gesundheit

Dabei kommt dem Thema Gute Regierungsführung eine Schlüsselrolle zu. Es gilt entwicklungsorientierte Rahmenbedingungen zu stärken, die in die anderen Schwerpunktsektoren hineinwirken.

Seit mehreren Jahren unterstützt die GIZ im Auftrag des BMZ die Entwicklungs- und Wiederaufbauanstrengungen in politisch sensiblen Regionen, etwa in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan (Federally Administered Tribal Areas – FATA) sowie in der Region Swat. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes wird die Staatsanwaltschaft und der Polizeiapparat den Provinzen Sindh und Punjab, gestärkt sowie verbesserte Sozialstandards in der Textilindustrie angestrebt.

Aufgrund anerkannter Leistungen der GIZ sowie ihrer langjährigen Präsenz vor Ort unterstützen mehrere Geber die Aufträge des BMZ mit weiteren Mitteln. Im Bildungssektor gibt es Vereinbarungen mit der Europäischen Kommission, den Niederlanden und Norwegen sowie der Australian Agency for International Development (AusAID). In den Federally Administered Tribal Areas (FATA), der Grenzregion zu Afghanistan, werden Leistungen im Gesundheitssektor von der französischen Entwicklungsorganisation Agence Française de Développement (AFD) sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensgrundlagen durch die Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC) mitfinanziert.

Projekte und Programme

Bürokontakt

MEHRSCHLIESSEN
GIZ-Büro Pakistan
Landesdirektor
Julie Reviere
E-Mail: giz-pakistan@giz.de


Büroadresse
GIZ-Büro Pakistan
House No. 25, Street 55
F-7/4 Islamabad
Telefon: +92 (0) 51 111 489 725
Fax: +92 (0) 51 2656 376
E-Mail: giz-pakistan@giz.de


Postanschrift
House No. 25, Street 55, F-7/4 Islamabad
F-7/4 Islamabad
Pakistan