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Bolivien

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit 1962 in Bolivien. Seit 1995 hat die GIZ ein Büro in der Hauptstadt La Paz. Aktuell arbeiten 136 nationale und neun internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, drei integrierte Fachkräfte und 20 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2018). Wichtigster Auftraggeber der GIZ in Bolivien ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Im weltweiten Vergleich zählt Bolivien zu den Schwellenländern mit mittlerem Durchschnittseinkommen pro Kopf. Dennoch ist Bolivien weiterhin eines der ärmsten Länder Südamerikas. Herausforderungen sind fehlende staatliche Grunddienstleistungen, der Klimawandel und die geringe industrielle Entwicklung.

Beim Zugang zu Trinkwasser und einem geeigneten Abwassersystem besteht weiterhin eine breite Kluft zwischen Stadt und Land. Zu den wichtigsten Zielen der bolivianischen Regierung zählen daher Trinkwas-serversorgung und Abwasserentsorgung für alle Menschen im Land bis zum Jahr 2025.

Knapp 15 Prozent der Bevölkerung haben noch immer keinen Zugang zu Elektrizität. Die Regierung will Bolivien daher zu einem positiven Beispiel für Energieeffizienz in Südamerika entwickeln. So soll unter anderem der Anteil der erneuerbaren Energien steigen. Bolivien ist darüber hinaus besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels. Dürren, Überschwemmungen oder Wasserknappheit beeinflussen die Landwirtschaft und gefährden die Ernährungssicherheit.

Die deutsch-bolivianische Zusammenarbeit hat derzeit folgende Schwerpunkte:

  • Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Ländliche Entwicklung und Umwelt 
  • Energie 

Wichtigster Auftraggeber der GIZ in Bolivien ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Für den Zugang zu Trinkwasser und die Abwasserentsorgung wurde beispielsweise mit nationalen Behör-den, Unternehmen und anderen Dienstleistern landesweit ein umfassendes Angebot von Beratungs- und Fortbildungsdienstleistungen für Wasserversorger geschaffen, um deren institutionelle Nachhaltig-keit zu fördern. Über zwei Millionen Bolivianerinnen und Bolivianer haben dadurch Zugang zu einer bes-seren Trinkwasser- und Sanitärversorgung. Weitere Themen sind die effiziente Nutzung von Trinkwasser und die Förderung der beruflichen Bildung im Wassersektor.

Um die ländliche Entwicklung und Umwelt zu verbessern und nachhaltiger zu gestalten, unterstützt die GIZ außerdem die Steigerung des Produktionsertrages von Kleinbäuer*innen durch ressourcensparende Bewässerungssysteme. Dies hat die Lebensbedingungen von über 200.000 Menschen in ländlichen Regi-onen verbessert. Um Bolivien für die Auswirkungen des Klimawandels robuster zu machen, arbeitet die GIZ für den Erhalt von Wasserquellen und anderen natürlichen Ressourcen in Einzugsgebieten. In der Chiquitania zum Beispiel soll in den kommen Jahren eine Fläche nachhaltig bewirtschaftet werden, die der Größe von über 5.200 Fußballplätzen entspricht. 

Außerdem fördert die GIZ die Energieeffizienz im Land. In den vergangenen zehn Jahren hat jede/jeder zehnte Bolivianer*in dank der Unterstützung der GIZ Zugang zu modernen und effizienten Energiequel-len erhalten. 

Weitere Aktionsfelder der GIZ in Bolivien umfassen unter anderem die Förderung der Kooperation mit dem Privatsektor, die Förderung der dualen Berufsausbildung, die Konflikttransformation sowie die Gleichstel-lung der Geschlechter.

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