Afrikanische Union

Afrikanische Union

Die Afrikanische Union (AU) ist der wichtigste Zusammenschluss aller 55 afrikanischen Staaten. Sie wurde im Juli 2002 als Nachfolger der Organisation für Afrikanische Einheit im südafrikanischen Durban gegründet. Sitz der AU-Kommission ist in Addis Abeba, Äthiopien.

Das Ziel der Organisation ist es, Frieden, Sicherheit und Stabilität in Afrika zu fördern und zu erhalten. Außerdem soll der regionale Integrationsprozess beschleunigt und der Lebensstandard aller Afrikaner angehoben werden. Zudem fördert die AU gute Regierungsführung und setzt sich für eine verstärkte Teilnahme des afrikanischen Kontinents am Welthandel ein. Zudem haben die Mitgliedsstaaten der AU ein weitreichendes Mandat zur Krisenintervention erteilt, um gegebenenfalls auch mit militärischen Mitteln – und gegen den Willen der betroffenen Regierung – Kriegsverbrechen, Völkermorde und schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhindern und beenden zu können.

Mit der Agenda 2063 haben die AU-Mitgliedsstaaten 2013 eine gemeinsame Vision für die Entwicklung des Kontinents in den nächsten 50 Jahren verabschiedet. Ziel ist es, ein integriertes, prosperierendes und friedliches Afrika zu schaffen, das von der eigenen Bevölkerung vorangetrieben wird und eine dynamische Kraft auf der globalen Ebene darstellt.

Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt die AU im Auftrag der deutschen Bundesregierung seit 2004. Das Bundesunternehmen ist mit rund 20 überregionalen Vorhaben in mittlerweile 33 Ländern des Kontinents aktiv: in Algerien, Äthiopien, Benin, Botsuana, Burkina Faso, Burundi, DRC, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea, Kamerun, Kenia, Malawi, Mali, Marokko, Mauretanien, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Südafrika, Südsudan, Tansania, Togo, Tschad, Tunesien und Uganda.

Die rund 170 Mitarbeiter verteilen sich auf den Hauptsitz in Addis Abeba, Äthiopien, sowie auf weitere Standorte wie etwa Pretoria, Südafrika, wo insbesondere die Vorhaben zur Unterstützung der NEPAD-Agentur (engl. New Partnership for Africa’s Development) angesiedelt sind. Weitere Projektstandorte gibt es u.a. in Tlemcen, Algerien, beim Sitz des Panafrikanischen Instituts für Wasser, Energie und Klimawandel und in Arusha, Tansania, am Sitz des Afrikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte und Rechte der Völker.

Die GIZ unterstützt die AU dabei, leistungsfähiger zu werden und ihre Strategien und Programme umzusetzen. Hierbei wird mit sieben der acht AU-Abteilungen zusammengearbeitet. Der Fokus liegt auf den folgenden fünf Bereichen:

  1.     Frieden und Sicherheit
  2.     gute Regierungsführung und Migration
  3.     Regionale wirtschaftliche Integration
  4.     Bildung/Jugend/Beschäftigung
  5.     Landwirtschaft und Land-Governance.

Viele der Programme verfolgen einen Mehrebenenansatz und arbeiten nicht nur auf kontinentaler, sondern auch auf regionaler und nationaler Ebene. So zum Beispiel sind Mitarbeiter auch in die Regionalen Wirtschaftsgemeinschaften wie ECOWAS, SADC oder EAC sowie in 19 Mitgliedsstaaten der AU entsandt. Sie beraten die entsprechenden Partner dabei, wie sie die kontinentalen Agenden, Protokolle und Deklarationen am besten umsetzen und implementieren können.

Seit Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 2004 wurden Programme im Umfang von mehr als 550 Mio. Euro realisiert. Darüber hinaus unterstützt Deutschland die AU mittelbar über die Beiträge an multilaterale Organisationen wie die afrikanische Entwicklungsbank (AfDB), die Vereinten Nationen (UN) und ihre Unterorganisationen sowie über die Europäische Union (EU).

Zusammenarbeit mit der NEPAD-Agentur

Als technischer Arm der AU-Kommission fördert die New Partnership for Africa’s Development (NEPAD) mit Sitz in Südafrika seit 2001 kontinentale Entwicklungsprojekte in ganz Afrika. Im Februar 2010 wurde NEPAD in NPCA – NEPAD Planung und Koordinierungsagentur – umbenannt und voll in die AU-Strukturen integriert.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat NEPAD von Beginn an unterstützt. Aktuell arbeiten sieben der 19 GIZ-AU Programme mit der NEPAD-Agentur vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Infrastruktur und berufliche Bildung zusammen.


        
    

        
    

        
    

        
    

        
    

        
    

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