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Albanien

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Albanien begann im Jahr 1988. Seitdem ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Land aktiv. 2008 eröffnete die GIZ in Tirana ein Büro. Aktuell arbeiten 83 nationale und 13 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 11 integrierte Fachkräfte in dem Land (Stand 31.12.2017).

Einst das ärmste Land Europas, konnte Albanien bedeutende Fortschritte erzielen und ist jetzt ein Beitrittskandidat der Europäischen Union (EU). Dennoch bleiben noch einige Herausforderungen zu bewältigen: Die Arbeitslosenquote ist hoch, vor allem die Jugendarbeitslosigkeit, die derzeit 30 Prozent beträgt. 40 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Da ein Großteil der Anlagen und Geräte in diesem Sektor veraltet sind, ist die Produktivität sehr gering. Die öffentlichen Einrichtungen sind nach wie vor wenig entwickelt, die Infrastruktur muss ausgebaut und modernisiert werden und das Umweltbewusstsein ist nur schwach ausgeprägt. Die Regierung hat derzeit Reformen eingeleitet, die zur Bewältigung der Herausforderungen in der Wirtschaft und im staatlichen Sektor beitragen sollen.

Im Rahmen der derzeitigen Entwicklungszusammenarbeit widmet sich Albanien den Problemen im Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit. Dies erfordert eine wettbewerbsfähige Privatwirtschaft. Aus diesem Grund werden Unternehmen bei der Stärkung ihrer Kapazitäten unterstützt. Im Agrarsektor helfen Programme bei der Produktivitätssteigerung und verbessern die wirtschaftlichen Perspektiven der Menschen, die in benachteiligten Regionen leben. Andere Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit sind die Defizite bei der Wasserversorgung. Zudem erfolgt die Abfallbehandlung oftmals nicht gemäß den aktuellen Standards. Die Unterstützung im Umweltsektor konzentriert sich auf die Verringerung der Umweltverschmutzung durch Feststoffabfälle, den Schutz der Biodiversität vor der Überbeanspruchung von Böden sowie die Verhütung von Überschwemmungen, insbesondere in durch den Klimawandel zunehmend gefährdeten Flussgebieten. Ein wesentliches Ziel der in Albanien realisierten Projekte besteht in der Vorbereitung des Landes auf den Beitritt zur Europäischen Union.

Die Entwicklungszusammenarbeit in Albanien konzentriert sich auf folgende Themen:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Verbesserung des Investitionsklimas, Anpassung des Wirtschaftsrechts an den EU-Aquis und Förderung der Berufsausbildung.
  • Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums: Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität, Schaffung von Arbeitsplätzen und Stärkung der Tourismusbranche in ländlichen Gebieten.
  • Wasser und Feststoffabfälle: Unterstützung bei der Restrukturierung des institutionellen Rahmens der Wasserwirtschaft, technische Unterstützung für die Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung in den Gemeinden, Unterstützung von Albanien bei der Entwicklung einer Strategie, mit der die Entsorgung von Feststoffabfällen in den Kommunen verbessert werden soll.
  • In der Region erhalten die westlichen Balkanstaaten Unterstützung in den Bereichen Biodiversität und Entwicklung des ländlichen Raums, Anpassung an den Klimawandel, rechtliche Reformen, EU-Integrationsprozess, kommunale Dienstleistungen, Handelsförderung und Energieeffizienz.

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