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Madagaskar

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit 1982 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Madagaskar. Aktuell arbeiten 231 nationale und 24 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 3 integrierte Fachkräfte und 17 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in dem Land (Stand 31.12.2017).

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Sie verfügt über eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, gute Böden und zahlreiche Rohstoffe. Dennoch gehört Madagaskar zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Bevölkerung wird sich voraussichtlich in den nächsten 30 Jahren auf 50 Millionen verdoppeln, womit der Druck auf die natürlichen Ressourcen steigt. Die demokratischen Institutionen und die Zivilgesellschaft des Landes sind wenig entwickelt.

Madagaskar gehört zu den am stärksten vom globalen Klimawandel betroffenen Ländern. Es leidet vor allem unter häufig auftretenden Wirbelstürmen und periodischer Trockenheit, die Schäden an Infrastruktur und zunehmend Ernteausfälle verursachen. Durch eine ungeregelt wachsende Land- und Forstwirtschaft werden Wälder, Böden und Biodiversität immer stärker bedroht.

Die GIZ arbeitet in Madagaskar derzeit mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten:

  • Schutz und Nutzung der natürlichen Ressourcen
  • Erneuerbare Energien
  • Anpassung an die Folgen des Klimawandels in der Landwirtschaft
  • Dezentralisierung

Madagaskars Wälder sind stark bedroht, ihre Fläche nimmt kontinuierlich ab. Die GIZ unterstützt Regierung und Gemeinden dabei, diesen Trend umzukehren. Durch eine neue Forstpolitik, das nationale Umweltprogramm, Landnutzungspläne und die Entwicklung von Wertschöpfungsketten – etwa Honig oder Tourismus – werden rund 630.000 Hektar Wälder und Schutzgebiete besser und nachhaltiger bewirtschaftet.

Derzeit haben nur 15 Prozent der Bevölkerung in Madagaskar Zugang zu Elektrizität, in den ländlichen Regionen liegt diese Quote noch viel niedriger. Die GIZ unterstützt die madegassische Regierung und Akteure der Wirtschaft dabei, die Rahmenbedingungen für öffentliche und private Investitionen zu verbessern und so die Stromversorgung auszubauen.

Die GIZ berät Madagaskar auch dabei, die landwirtschaftliche Produktion und Weiterverarbeitung in Wertschöpfungsketten besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt darauf, die Eigenverantwortung und Effizienz der Kommunen als Dienstleister zu fördern und ihre Finanzausstattung sicherzustellen.

Auftraggeber der GIZ sind in erster Linie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie die Europäische Union. Das Bundesunternehmen arbeitet auch eng mit der Wirtschaft zusammen, um die Anbindung der Landwirtschaft an internationale Märkte besser und nachhaltiger zu gestalten, Erträge zu steigern und so die Lage der Bevölkerung vor Ort zu verbessern. Gemeinsam mit Symrise, Unilever und der Organisation „Save the Children“ bildet die GIZ zum Beispiel Vanillebauern zu effizienten Anbaumethoden aus und fördert ihre betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten.

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